Dritt­mit­tel­för­de­rung

Beratungssituation
Beratungssituation Stadtbibliothek Bremendbv/Janko

Drittmittelprojekte, d.h. zeitlich begrenzte Vorhaben, die mit Fördermitteln umgesetzt werden, gewinnen auch im Kontext des Bibliothekswesens immer mehr an Bedeutung. Die Projekte reicht von Angeboten zur (digitalen) Leseförderung oder (digitaler) Medienkompetenz in Stadt- oder Gemeindebibliotheken bis hin zum Aufbau von Open-Access-Repositorien an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Öffentliche Förderer sind auf europäischer, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene angesiedelt. Es handelt sich dabei um die Europäische Union, die Bundesregierung mit ihren Ministerien, Landesregierungen mit ihren jeweiligen politischen Organen, lokale bzw. regionale Behörden und Ämter sowie öffentliche Stiftungen, die im Rahmen von Programmen oder Wettbewerben zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen. Damit verbunden ist i.d.R. der Auftrag, einer aktuellen Problemlage entgegenzutreten und die Gesellschaft zum Wohle aller mitzugestalten: Öffentliche Fördermittel gelten als ein politisches Steuerungsinstrument.

Private Förderer, zu denen neben Unternehmen und Stiftungen auch Einzelpersonen zählen, treten zumeist eher national, regional oder lokal auf. Sie stellen ihre Ressourcen ebenfalls im Rahmen von Ausschreibungen und Preisen zur Verfügung, lassen sich darüber hinaus jedoch auch direkt als Spender*innen oder Sponsor*innen adressieren. Die Motivlagen für ein solches Engagement liegen in den vielfältigen Interessen der Förderer begründet. So können im Zusammenhang mit einem Unternehmen legitime ökonomische Aspekte wie Reputationsgewinn, Kundengewinnung und -bindung oder Personalrekrutierung eine Rolle spielen. Begründet eine Stiftung die Bereitstellung von Geldern mit dem gesellschaftlichen Gestaltungswillen ihres Stifters bzw. ihrer Stifterin, geht die Spende einer Einzelperson auf biographische Ereignisse zurück.

Beratungsstelle für EU- und Drittmittelförderung

Im Rahmen des von der Kultusministerkonferenz geförderten Kompetenznetzwerkes für Bibliotheken (knb) stellt die Beratungsstelle für EU- und Drittmittelförderung, die beim dbv angesiedelt ist, umfassende Informationen zu diesem Thema auf dem Bibliotheksportal bereit. Zudem werden kostenlose, individuelle Beratungsleistungen für Mitarbeiter*innen von Bibliotheken und verwandten Einrichtungen angeboten, wie z.B. die Hilfestellung bei konkreter Identifikation von Drittmittelfinanzierung, die Unterstützung bei Projektentwicklung und Antragskonzeptionen und die Wissensvermittlung in Form von Online-Seminaren.

Förderprojekte des dbv

Der Deutsche Bibliotheksverband selbst arbeitet auch mit öffentlichen und privaten Drittmittelgebern zusammen. Hierzu zählt etwa die Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen von Neustart Kultur mit den Programm "WissensWandel" sowie das Soforthilfeprogramm für den ländlichen Raum "Vor Ort für Alle".

Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) führt der dbv das Programm "Total Digital!" im Rahmen von "Kultur macht stark" durch, im Rahmen dessen Bibliotheken Fördermittel für kulturelle Bildungsprojekte beantragen können.

Erwähnt sei zudem die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres", die der dbv gemeinsam mit der Deutsche Telekom Stiftung verbunden mit einem Preisgeld jährlich vergibt.

dbv-Förderprogramme für Ihre Bibliothek

Unsere Publikation zum Thema

Unsere Online-Seminare zur Drittmittelförderung

Ihre Ansprechpartnerin zum Thema

Referentin für EU- und Drittmittelberatung
Carina Böttcher
Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Fritschestraße 27-28,10585Berlin
Tel: 030 / 644 98 99 31E-Mailwww.bibliotheksverband.de