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Fördernewsletter 24. April 2026 |
Editorial
Liebe Abonnent*innen der Fördermittelliste,
mit der Mitte Februar erschienenen Bilanz des Helfens 2025 legt der Deutsche Spendenrat e.V. aktuelle Daten des YouGov Charity Panels vor, das kontinuierlich und repräsentativ das Spendenverhalten privater Haushalte in Deutschland erfasst. Die Analyse weist auf einen leichten Wandel des Spendenmarktes hin: So sank das Gesamtvolumen 2025 um 9 Prozent auf 4,649 Milliarden Euro, wobei auch die Zahl der spendenden Personen zurückging. Gleichzeitig erreichte die durchschnittliche Einzelspende mit 46 Euro einen neuen Höchstwert.
Bemerkenswert ist zudem die wachsende Hinwendung zu lokalen Projekten. Rund 35 Prozent des gesamten Spendenaufkommens fließen inzwischen in Vorhaben im unmittelbaren Lebensumfeld der Spender*innen. Nähe, persönliche Relevanz und eine klar nachvollziehbare Wirkung gewinnen damit deutlich an Bedeutung.
Für Bibliotheken eröffnen sich aus dieser Entwicklung neue strategische Perspektiven. Als im Sozialraum verankerte Einrichtungen verfügen sie über ideale Voraussetzungen, lokales Engagement aufzugreifen und für Bildungs-, Kultur- und Teilhabeangebote nutzbar zu machen. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse, dass Spenden vor allem dort erfolgen, wo Wirkung transparent vermittelt wird und Vertrauen besteht.
Damit wird eine zentrale Aufgabe sichtbar: Erfolgreiches Fundraising in Bibliotheken erfordert, die eigene Arbeit klar und nachvollziehbar zu kommunizieren, Wirkung überzeugend darzustellen und Vertrauen systematisch aufzubauen.
Ihre EU- und Drittmittelberatung
Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb)
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
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Inhalt1. Staff Week für wissenschaftliche Bibliotheken in Amsterdam 2. Stipendien für Baltic Summer School 2026 3. RespektKultur-Stipendien Baden-Württemberg 4. Spaces of Culture 2026: Förderung für Kooperationsprojekte 5. TechnoTheken: Technikförderung in Bibliotheken 6. DINI-Wettbewerb zur nachhaltigen Hochschulentwicklung 7. IFLA-Wettbewerbe zur Zukunft der Bibliotheken 8. TIP Award 2026 Auszeichnung 9. Neujustierung der Demokratieförderung 10. Open Access in Europa: Zentrale Handlungsfelder im Überblick 11. Open-Access-Förderstruktur Europa 12. Neue Prioritäten im Programm Digital Europe 13. Erasmus+ Kooperationen mit Großbritannien ab 2027 14. Erasmus+ Zukunftsorientierte Projekte 2025 15. ERINNERUNG: "Kleines Geld – große Wirkung" |
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| Staff Week für wissenschaftliche Bibliotheken in Amsterdam | Die Bibliotheken der Vrije Universiteit Amsterdam, University of Amsterdam und Amsterdam University of Applied Sciences richten im Rahmen von Erasmus+ vom 05. bis 09. Oktober 2026 eine internationale Staff Week in Amsterdam aus. Im Zentrum stehen Beiträge von Bibliotheken zur Unterstützung von Forschung und Lehre, etwa in den Bereichen Forschungsdatenmanagement, offene Bildungsressourcen und Künstliche Intelligenz. Teilnahmeberechtigt sind Beschäftigte aus Hochschulbibliotheken mit sicheren Englischkenntnissen; die Zahl der Plätze ist auf 20 begrenzt. Bewerbungen sind bis zum 04. Mai 2026 möglich.
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| Stipendien für Baltic Summer School 2026 | Studierende, Forschende sowie Fachkräfte aus dem Bibliotheks- und Informationswesen sind eingeladen, sich für zwei Stipendien zur 8. Baltic Summer School of Digital Humanities: Cultural Data Analytics and Meaning zu bewerben. Die Veranstaltung findet vom 03. bis 07. August 2026 in der Nationalbibliothek Lettlands in Riga statt. Die Teilnahmegebühr sowie die anfallenden Reisekosten werden von der Nationalbibliothek Lettlands und von Bibliothek & Information International (BID) übernommen. Die Bewerbungsfrist endet am 05. Mai 2026.
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| RespektKultur-Stipendien Baden-Württemberg | Das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT) vergibt Stipendien für die Qualifizierungsreihe „RespektKultur“ von adis e.V., die Kultureinrichtungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Beschwerdestrukturen im Umgang mit Diskriminierung und sexueller Belästigung unterstützt. Gefördert werden 75 Prozent der Kurskosten. Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg, darunter auch Bibliotheken. Voraussetzung ist die vorherige Anmeldung zur Weiterbildung; Bewerbungen sind bis zum 11. Mai 2026 möglich.
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| Spaces of Culture 2026: Förderung für Kooperationsprojekte | EUNIC, das im Programm Kreatives Europa KULTUR geförderte Netzwerk europäischer Kulturinstitute, hat die zweite Ausschreibung „Spaces of Culture“ gestartet. Gefördert werden innovative Kooperationsprojekte in Subsahara-Afrika, die auf Dialog, Ko-Kreation und nachhaltige Partnerschaften zwischen afrikanischen und europäischen Akteuren zielen. Antragsberechtigt sind trilaterale Partnerschaften aus Kultur- und zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie EUNIC-Mitgliedern. Die Förderung beträgt bis zu 50 000 Euro bei mindestens 5 Prozent Kofinanzierung; Einreichfrist ist der 21. Juni 2026.
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| TechnoTheken: Technikförderung in Bibliotheken | Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) fördert in Kooperation mit Bibliotheken das Projekt „TechnoTheken“, das niedrigschwellige Zugänge zu technischem Wissen für Kinder und Jugendliche schafft. Unterstützt werden der Aufbau und die Ausstattung von Technikbereichen in Bibliotheken, die MINT-Medien, Experimentierangebote und praktische Anwendungen bündeln. Förderfähig sind Bibliotheken als außerschulische Lernorte in Zusammenarbeit mit regionalen VDI-Partnern.
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| DINI-Wettbewerb zur nachhaltigen Hochschulentwicklung | Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) fördert mit ihrem Wettbewerb „Hochschule nachhaltig gestalten“ innovative studentische Projekte zur nachhaltigen Entwicklung von Hochschulen. Im Fokus stehen Konzepte zur Integration von Nachhaltigkeit in Lehre, Infrastruktur und digitales Handeln. Die überzeugendsten Beiträge werden mit bis zu 5 000 Euro ausgezeichnet. Bewerben können sich Studierende aller Hochschulen in Deutschland, einzeln oder im Team. Einsendeschluss ist der 01. Juli 2026.
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| IFLA-Wettbewerbe zur Zukunft der Bibliotheken | Die IFLA hat anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums einen internationalen Wettbewerb für Fotografie sowie Kurzgeschichten ausgelobt. Im Zentrum stehen visionäre Perspektiven auf die Zukunft von Bibliotheken und ihre gesellschaftliche Rolle. Ausgezeichnet werden ausgewählte Beiträge unter anderem mit Mitgliedschaften oder der Teilnahme an der Weltkonferenz. Teilnahmeberechtigt sind IFLA-Mitglieder, Freiwillige sowie Schreibende weltweit. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026 (Foto) bzw. 01. September 2026 (Text).
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| TIP Award 2026 Auszeichnung | Der Team Award Information Professionals (TIP) würdigt alljährlich herausragende studentische Projekte zur digitalen Transformation in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. In diesem Jahr werden die folgenden drei Einreichungen ausgezeichnet: Wissenschaftskommunikation von kleinen Forschungsgruppen (HAW Hamburg – Hochschule für Angewandte Wissenschaften), DataQuest – ein interaktiver Einstieg in SQL (Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern) sowie Frag doch mal die Kinder! (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin). Der von b.i.t.online, Schweitzer Fachinformationen und KIBA vergebene Nachwuchspreis ist mit jeweils 800 Euro und einem Reisekostenzuschuss verbunden. Die Präsentation findet am 20. Mai 2026 auf der BiblioCon in Berlin statt.
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| Neujustierung der Demokratieförderung | Bundesfamilienministerin Karin Prien plant eine Neuausrichtung des Förderprogramms „Demokratie leben“, das derzeit mit rund 190 Millionen Euro jährlich Projekte zur Demokratieförderung unterstützt. Vorgesehen ist, bestehende Förderungen auslaufen zu lassen und eine erneute Antragstellung auf Grundlage überarbeiteter Kriterien zu ermöglichen. Künftig sollen insbesondere der digitale Raum sowie eine systematischere Evaluation stärker berücksichtigt werden. Die vorgesehenen Anpassungen befinden sich derzeit im politischen Abstimmungsprozess.
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| Open Access in Europa: Zentrale Handlungsfelder im Überblick | Im Rahmen von INSPIRING ERA, einer europäischen Initiative zur Stärkung von Forschung und Innovation durch bessere Koordination im Europäischen Forschungsraum, wurden zentrale Herausforderungen bei der Umsetzung von Open Access analysiert und in einem Bericht gebündelt. Adressiert werden Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wissenschaft, Förderorganisationen sowie Hochschulen. Im Fokus stehen die langfristige Finanzierung und Governance von Diamond-Open-Access-Strukturen, die Harmonisierung rechtlicher und technischer Standards sowie die Stärkung nichtkommerzieller Publikationsformate.
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| Open-Access-Förderstruktur Europa | Die Europäische Kommission führt ihre Open-Access-Plattform Open Research Europe (ORE) in eine neue Entwicklungsphase. Ab Herbst 2026 wird der Dienst mit rund 17 Millionen Euro Budget, kofinanziert durch die Kommission und getragen von Forschungsorganisationen aus elf Ländern, unter der Leitung des CERN betrieben. Künftig können neben EU-geförderten Forschenden auch Autor*innen aus den beteiligten Ländern, deren Forschungsorganisationen die Plattform mittragen, kostenfrei publizieren. ORE stärkt damit offene Publikationspraktiken im Europäischen Forschungsraum.
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| Neue Prioritäten im Programm Digital Europe | Die Europäische Kommission hat das Arbeitsprogramm 2025–2027 des Förderprogramms Digital Europe angepasst, um neue digitale Prioritäten umzusetzen. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen für digitale Infrastruktur an Schulen, Anwendungen für mehr Online-Sicherheit, neue Ausschreibungen für Safer Internet Centres sowie Initiativen zur Künstlichen Intelligenz, digitalen Gesundheitsdiensten und europäischen Digitalinfrastrukturen. Ziel ist es, den Ausbau digitaler Kapazitäten in Europa weiter voranzubringen.
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| Erasmus+ Kooperationen mit Großbritannien ab 2027 | Großbritannien soll ab 2027 wieder am Programm Erasmus+ teilnehmen. Voraussetzung sind neue Kooperationsvereinbarungen zwischen Hochschulen und europäischen Partnerinstitutionen sowie organisatorische und finanzielle Regelungen. Für Einrichtungen bedeutet dies, bestehende Partnerschaften zu prüfen und neue Kooperationen vorzubereiten. Der Spiegel hat hierzu einen Überblick über Rahmenbedingungen und praxisnahe Hinweise für die Vorbereitung von Aufenthalten veröffentlicht.
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| Erasmus+ Zukunftsorientierte Projekte 2025 | Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse des Erasmus+ Aufrufs 2025 für Zukunftsorientierte Projekte veröffentlicht. Von 689 eingereichten Anträgen wurden europaweit 34 Projekte zur Förderung ausgewählt, darunter 14 mit deutscher Beteiligung. Insgesamt sind 23 deutsche Hochschulen und Einrichtungen beteiligt, zwei davon als Koordinatoren. Inhaltlich reichen die Vorhaben von der Stärkung von Grundkompetenzen über digitale Bildung bis hin zum verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz.
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| ERINNERUNG: "Kleines Geld – große Wirkung" | Am 28. April 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr lädt das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. zu einem Webinar ein, das Mikroförderprogramme für Projekte im ländlichen Raum beleuchtet. In zwei Gastbeiträgen werden das Programm „Ehrenamt gewinnen. Engagement binden. Zivilgesellschaft stärken.“ sowie LEADER in ihren Grundzügen vorgestellt. Ergänzend vermittelt die Veranstaltung einen fundierten Überblick über Förderlandschaften, praxisnahe Antragsstrategien und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Anmeldung erforderlich.
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