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Aufgabe und Ziele des deutschen Bibliotheksverbandes (einfache Sprache)
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Deutscher Bibliotheksverband
Fördernewsletter 22. November 2025

Editorial

Liebe Abonnent*innen der Fördermittelliste,

der jüngst in Belém, Brasilien, zu Ende gegangene Weltklimagipfel hat einmal mehr unterstrichen, wie wesentlich fortlaufende Anstrengungen im Klimaschutz bleiben. Zugleich wurde deutlich, welchen Stellenwert Bildungsinitiativen einnehmen, die jungen Menschen einen fundierten Zugang zu Klima- und Zukunftsfragen eröffnen.

Ein Beispiel dafür ist der Ideen-Wettbewerb „KI trifft Natürlichen Klimaschutz“, der Lernorte auszeichnet, die mit der KI-Box Klima eigene, kreative Klimaschutzprojekte entwickelt haben. Die diesjährigen Einreichungen belegen eindrucksvoll, wie fruchtbar die Verbindung von künstlicher Intelligenz und ökologischem Engagement sein kann. Unter den prämierten Einrichtungen befindet sich auch die Stadtbücherei Lahnstein, die mit einem selbst entwickelten Projekt überzeugte und zeigt, welche Rolle Bibliotheken als lokale Lern- und Zukunftsorte einnehmen können.

Die KI-Box Klima bietet jungen Menschen ab Klasse 8 einen praktischen Einstieg in die Themen KI und Natürlicher Klimaschutz. Sie wird bundesweit kostenfrei vergeben, begleitet von digitalen Lernangeboten. Insgesamt 1 000 Boxen stehen für das laufende Schuljahr insgesamt zur Verfügung stehen, d.h. empfiehlt sich eine zeitnahe Bewerbung dafür.

Ihre EU- und Drittmittelberatung
Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb)
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)

Inhalt

1. Aventis Stiftung: Digitale Experimente

2. Ausschreibung 2026: Politische Bildung in Berlin

3. Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“

4. EU-Förderaufruf für digitale Kulturerbe-Projekte

5. DFG-Förderinitiative zur Datenresilienz

6. Wechsel an der Spitze der Kulturstiftung der Länder

7. Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt: Führungswechsel

8. Städteranking zeigt regionale Unterschiede im Stiftungswesen

9. Förderung zugunsten des Originalerhalts

10. Nutzungsanalyse der Erasmus+-Projektdatenbank

11. Öffentliche Konsultation zum Europäischen Forschungsraum

12. Digitale Infowoche zu Erasmus+ und Auslandsmobilitäten

13. #vBIB25 „Digitale Offenheit“

14. Diamond-OA-Zeitschriften: Kosten und Modelle im Fokus

15. Drittmittel sicher einwerben: Online-Workshop für Bibliotheken

Ausschreibungen

1

Aventis Stiftung: Digitale Experimente

Die Aventis Foundation fördert mit „Digitale Experimente“ innovative Kulturprojekte, die digitale Technologien kreativ nutzen oder kritisch reflektieren. Bewerben können sich ausschließlich gemeinnützige Kulturinstitutionen und Initiativen; der Status ist durch einen gültigen Freistellungsbescheid nachzuweisen. Einrichtungen ohne eigenen Gemeinnützigkeitsstatus können sich über ihren Förderverein beteiligen. Die maximale Fördersumme beträgt 50 000 Euro. Anträge können bis zum 30. November 2025 ausschließlich über das entsprechende Online-Portal eingereicht werden.

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2

Ausschreibung 2026: Politische Bildung in Berlin

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung fördert im Rahmen ihrer jährlichen Programmlinie Projekte, die zur pluralistisch-demokratischen Bildung beitragen und aktuelle politische Fragen differenziert aufbereiten. Unterstützt werden Vorhaben erfahrener Träger der politischen Bildung, deren Konzepte fachlich eigenständig und thematisch im ausgeschriebenen Schwerpunkt verankert sind. Antragsberechtigt sind juristische Personen außerhalb der Berliner Verwaltung, darunter Vereine, Bildungsträger und – für öffentliche Bibliotheken besonders relevant – deren Fördervereine, da öffentliche Bibliotheken selbst nicht zuwendungsfähig sind. Anträge sind bis zum 15. Dezember 2025 unter Nennung des jeweiligen Themenschwerpunktes einzureichen.

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3

Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“

Die BürgerStiftung Hamburg schreibt gemeinsam mit Hamburger Stiftungen den Gemeinschaftsfonds „Demokratie stärken“ aus. Gefördert werden Projekte zur Vermittlung demokratischer Werte, zur Förderung des Dialogs und zur Stärkung von Medienkompetenz. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen mit Sitz oder Tätigkeitsschwerpunkt in Hamburg. Die Förderung erfolgt in drei Phasen: 01. September – 31. Dezember 2025 (stadtteilbezogene Demokratiearbeit in Neuwiedenthal, Hausbruch, Neugraben/Fischbek, Neuallermöhe, Bergedorf-West/Lohbrügge, Billstedt und Jenfeld), 01. Januar –31. März 2026 (zielgruppenspezifische Angebote) sowie 01. April – 30. Juni 2026 (Medienkompetenz und digitale Sichtbarkeit). In den Phasen 2 und 3 können Organisationen aus ganz Hamburg Anträge stellen, die zu den jeweiligen thematischen Schwerpunkten arbeiten. Förderfähig sind Personal- und Honorarkosten, Ehrenamtspauschalen sowie Sachkosten wie Materialien, Verpflegung oder Fahrtkosten. Die maximale Fördersumme beträgt 5 000 Euro pro Projekt.

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4

EU-Förderaufruf für digitale Kulturerbe-Projekte

Die Europäische Kommission hat den zweiten Förderaufruf der European Collaborative Cloud for Cultural Heritage eröffnet, die als digitale Infrastruktur der paneuropäischen Bewahrung und Vermittlung kultureller Güter dient. Gefördert werden Vorhaben, die Kompetenzen ausbauen, kleinere Einrichtungen einbinden und die Community der Plattform verbreitern. Antragsberechtigt sind Konsortien kultureller Erbinstitutionen unter Leitung einschlägiger Verbände. Die Einreichfrist endet am 30. Januar 2026.

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5

DFG-Förderinitiative zur Datenresilienz

Die DFG startet eine Förderinitiative, um gefährdete Forschungsdaten aus ausländischen – vor allem US-basierten – Clouds nach Deutschland zu holen und Dateninfrastrukturen widerstandsfähiger zu machen. Gefördert werden etwa Speicherkapazitäten, Datenkurierung, rechtliche Prüfungen und die Integration in europäische Strukturen wie die European Open Science Cloud, eine vernetzte Datenplattform für offene Wissenschaft. Antragsberechtigt sind wissenschaftliche Einrichtungen, darunter Hochschulen, Forschungsinstitute sowie Bibliotheken mit Forschungsauftrag oder Repositorienverwaltung. Anträge sind bis 30. September 2027 fortlaufend möglich.

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Nachrichten

6

Wechsel an der Spitze der Kulturstiftung der Länder

Zum 01. November 2025 hat Dr. Christine Regus das Amt der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder übernommen. Die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit Kunst- und Kulturgut und war zuletzt in leitender Funktion in der Berliner Kulturverwaltung tätig. Die Kulturstiftung der Länder unterstützt auch Bibliotheken wesentlich beim Erwerb, Erhalt und der Sicherung bedeutender Bestände. Regus folgt auf Prof. Markus Hilgert, der an die Universität der Künste Berlin wechselte.

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7

Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt: Führungswechsel

Nach mehr als fünf Jahren im Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) wird Gründungsvorständin Katarina Peranić die Stiftung Anfang 2026 verlassen. Seit 2020 hat sie den Aufbau der DSEE maßgeblich geprägt und Programme entwickelt, die ehrenamtliche Strukturen bundesweit stärken, wovon unter anderem Fördervereine und Freundeskreise im Umfeld von Bibliotheken profitieren. Den Übergang begleitet sie bis Februar gemeinsam mit Jan Holze und dem Stiftungsrat. Anschließend übernimmt sie die Leitung von More in Common Deutschland.

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8

Städteranking zeigt regionale Unterschiede im Stiftungswesen

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat ein neues Städteranking zur Stiftungsdichte veröffentlicht, das aufzeigt, wie unterschiedlich der Bestand an gemeinnützigen Stiftungen in deutschen Großstädten ausgeprägt ist. Besonders hoch fällt die Dichte in Würzburg, Frankfurt und Oldenburg aus, während ostdeutsche Städte seltener unter den Spitzenplätzen vertreten sind. Grundlage der Auswertung sind der Datenbestand des Bundesverbands vom Februar 2025 sowie Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Da kein zentrales Stiftungsregister existiert, handelt es sich um konservative Mindestwerte. Für Bibliotheken ist das Ranking auch deshalb interessant, weil eine hohe Stiftungsdichte häufig auf ein größeres Potenzial für Förder- und Unterstützungsbeziehungen hinweist.

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9

Förderung zugunsten des Originalerhalts

Bund und Länder haben das neue Programm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ gestartet, das den Schutz historischer Originalquellen in Archiven, Bibliotheken und anderen Gedächtniseinrichtungen stärkt. Es führt die bisherigen Förderlinien der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), nämlich die KEK-Modellprojekte und das BKM-Sonderprogramm, in einem modularen und deutlich vereinfachten System zusammen. Gefördert werden Maßnahmen wie Notfallvorsorge, Schutzverpackungen, Restaurierungen, Forschungsprojekte sowie erstmals auch Vorhaben zur Sicherung reiner Fotobestände.

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10

Nutzungsanalyse der Erasmus+-Projektdatenbank

Die Europäische Kommission evaluiert die Erasmus+-Ergebnisplattform, das zentrale digitale Archiv sämtlicher geförderter Projekte. Um Nutzungserfahrungen differenziert zu erfassen und Struktur, Suchfunktion sowie Präsentationsformate weiterzuentwickeln, lädt sie zur Teilnahme an einer kurzen Online-Befragung ein. Rückmeldungen zu Stärken und Verbesserungsbedarfen sind ausdrücklich erwünscht. Die Umfrage läuft bis zum 05. Dezember 2025 und dauert rund fünf Minuten.

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11

Öffentliche Konsultation zum Europäischen Forschungsraum

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu einem neuen Gesetz für den Europäischen Forschungsraum gestartet. Damit sollen Unterschiede bei Forschungsinvestitionen, Hindernisse für die Mobilität von Forschenden, Probleme beim Wissensaustausch und uneinheitliche Rahmenbedingungen innerhalb Europas verringert werden. Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen sind eingeladen, ihre Einschätzungen einzureichen. Die Teilnahme ist bis zum 05. Januar 2026 online möglich.

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Termine

12

Digitale Infowoche zu Erasmus+ und Auslandsmobilitäten

Vom 24. bis 28. November 2025 lädt die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung zu den digitalen „Erasmus+ Inspiration Days“ ein. In täglichen einstündigen Online-Talks erhalten Einsteigerinnen und Einsteiger Einblick in Erasmus+ sowie ergänzende Programme wie AusbildungWeltweit und ProTandem. Vorgestellt werden Fördermöglichkeiten, Praxisbeispiele und Hinweise zur Antragstellung. Die Teilnahme erfordert eine Registrierung für die jeweiligen Termine.

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13

#vBIB25 „Digitale Offenheit“

Die vBIB, die zentrale virtuelle Fachkonferenz des BIB für die Bibliotheks- und Informationscommunity, findet am 03. und 04. Dezember 2025 unter dem Motto „Digitale Offenheit“ statt. Im Programm findet sich auch der Active Talk „Zwischen Effizienz und Echtheit“ der EU- und Drittmittelberatung  des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) beim Deustchen Bibliotheksverband e.V. (dbv). Jener Beitrag nimmt in den Blick, wie KI die Erstellung von Anträgen erleichtert und gleichzeitig die Frage nach der Qualität und Echtheit der eigenen Sprache neu stellt. Wer Interesse hat, findet dort spannende Impulse.

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14

Diamond-OA-Zeitschriften: Kosten und Modelle im Fokus

Am 10. Dezember, 10:00–11:30 Uhr, lädt die von der DFG geförderte Servicestelle für Diamond Open Access (SeDOA) zu einem Online-Praxisworkshop ein. Im Mittelpunkt stehen die systematische Erfassung von Kosten für Diamond-Open-Access-Zeitschriften, die gemeinsame Entwicklung eines ersten Kostenplans sowie verschiedene Finanzierungsmodelle wie Konsortien, Mitgliedschaften oder Spenden. Eine Anmeldung über die Webseite des Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) ist erforderlich; der Zoom-Link folgt per E-Mail.

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15

Drittmittel sicher einwerben: Online-Workshop für Bibliotheken

Am 14. und 28. Januar 2026, jeweils 10:00–11:30 Uhr, lädt das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband zu dem zweiteiligen Online-Workshop „Von der Idee zum Antrag“ ein. Die Veranstaltung führt in die wesentlichen Schritte der Fördermittelakquise ein und zeigt, wie sich passende Programme erschließen, Projektvorhaben schärfen und in überzeugende Anträge überführen lassen. Die Anmeldung öffnet am 24. November, 25 Plätze sind verfügbar. Eine erneute Wiederholung des Workshops ist für Februar 2026 vorgesehen.

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Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) und des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv). Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare: 
foerderung@bibliotheksverband.de

Für den Inhalt der externen Internetseiten sind wir nicht verantwortlich.
V.i.S.d.P: Dr. Holger Krimmer, Bundesgeschäftsführer

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