Ehrung für besondere Projekte von Auszubildenden
Am Mittwoch (15. April) wurde in Waren (Müritz) erstmals der „Zukunftspreis“ des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern im
Deutschen Bibliotheksverband (dbv MV) verliehen. Mit dem Preis ehrt der Verband nicht nur kreative Projektideen für Bibliotheken, sondern sorgt auch für eine größere Bekanntheit des Berufsbildes des „Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste“ (FaMI). Der Preis ist mit 2.000 EUR dotiert.
Der Vorsitzende des Landesverbandes im Deutschen Bibliotheksverbandes, Silvio Witt, betont in seinem Grußwort „Bibliotheken sind unverzichtbar für lebendige demokratische Gesellschaften. Qualifiziertes Personal sind für die Zukunftsfähigkeit
der Bibliotheken unerlässlich.“
Am Wettbewerb konnten Auszubildende im 3. Lehrjahr am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz (RBB Müritz) teilnehmen. Acht Auszubildende reichten ihre Projektideen ein. Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertreter des Vorstands des dbv MV, des Kulturministeriums, des RBB Müritz und der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken MV bewertete die Projektideen und ermittelte das Siegerteam.
Den diesjährigen Preis gewinnt das Projekt „Caring Corners“ der Auszubildenden Johanna Radtke, Lea Vandré und Michelle Bunge. In Bibliotheken sollen zielgruppenspezifische Räume geschaffen werden, die sich Themen wie Nachhaltigkeit, Inklusion oder mentaler Gesundheit widmen, angereichert mit interaktiven Angeboten wie Workshops und Hilfsmittel (zum Beispiel Lesestifte für Sehbehinderte).
Bei der Preisübergabe sagte Kulturministerin Bettina Martin: „Der Preis zeigt, dass die Auszubildenen in den Bibliotheken einen
Beruf mit Zukunft lernen, für den sich junge Menschen begeistern können. Ich gratuliere den Preisträgerinnen sehr herzlich und danke dem dbv und allen Beteiligten dafür, dass sie diesen Preis ins Leben gerufen haben. Eine tolle Idee, denn er macht sichtbar, wie attraktiv und innovativ der Beruf in der Bibliothek ist. Bibliotheken haben sich gewandelt. Sie sind Lernorte, Begegnungsorte, digitale Kompetenzzentren. Sie sind als so genannte `Dritte Orte` unabhängig vom Geldbeutel und bieten Räume für Austausch, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor allem aber sind sie verlässliche Orte des Wissens in Zeiten der Desinformation. Fachkräfte, die viel von Medien, aber auch von Pädagogik und den Angeboten einer modernen Bibliothek verstehen, sind dafür unerlässlich.“
Das Wissenschafts- und Kulturministerium unterstützt den Zukunftspreis in diesem und auch im kommenden Jahr mit jeweils
1.500 Euro.
Der dbv MV und das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundesund Europaangelegenheiten MV bedanken sich bei allen
Auszubildenden für die Teilnahme am Wettbewerb und beim RBB Müritz für die engagierte Unterstützung der Entwicklung des
Zukunftspreises, der von nun an jährlich vergeben wird.