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Fördernewsletter 17. Juli 2026 |
Editorial
Liebe Abonnent*innen der Fördermittelliste,
wer neue Partner*innen gewinnen möchte, sollte nicht erst dann das Gespräch suchen, wenn bereits ein konkreter Finanzierungsbedarf besteht. Erfolgreiches Fundraising beginnt früher: mit Beziehungsarbeit, Vertrauen und einem anschaulichen Einblick in die eigene Arbeitspraxis.
Bibliothekarische Veranstaltungen bieten dafür einen besonders geeigneten Rahmen. Lesungen, Workshops, Angebote zur Sprach- und Medienbildung oder offene Begegnungsformate machen sichtbar, was Bibliotheken vor Ort leisten und schaffen zugleich Gelegenheiten, potenzielle Unterstützer*innen gezielt einzuladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit zu entdecken. Der Tag der Bibliotheken am 24. Oktober oder die bundesweite Nacht der Bibliotheken am 23. April 2027 bieten dafür besondere Anlässe (Informationsveranstaltung "Nacht der Bibliotheken", 24. September 2026, 10:00 bis 11:00 Uhr).
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre, inspirierende Begegnungen und viele gute Impulse für den Aufbau neuer Partnerschaften.
Ihre EU- und Drittmittelberatung
Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb)
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
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Inhalt1. Projekte zur Demokratiegeschichte 2. Code-Week-Förderung in Niedersachsen 3. Förderung Berliner Erinnerungskultur 2027 4. Berliner Förderung für Literaturprojekte und Lesereihen 5. Kulturvermittlung in Brandenburg 6. Inklusive Kultur- und Sportprojekte vor Ort 7. Städtebauliche Entwicklung von Bibliotheken 8. Engagement-Preis Baden-Württemberg 2026 9. Stiftungslandschaft der Bundesländer 2025 10. Arbeitsergebnisse des DFG-Projekts „OA Datenpraxis“ 11. Culture Moves Europe: Rekordnachfrage 12. Erasmus+: 250 Millionen Euro für Hochschulmobilität 13. EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation 2028–2034 14. Speed-Info digital: Fördermöglichkeiten in der Bestandserhaltung 15. Open-Access-Publizieren mit peDOCS |
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| Projekte zur Demokratiegeschichte | Die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte unterstützt bundesweit Projekte, die prägende Schauplätze und Ereignisse deutscher Demokratiegeschichte lebendig, zeitgemäß und für unterschiedliche Zielgruppen erfahrbar machen. Gefördert werden analoge wie digitale Vermittlungsformate, darunter Lernangebote, Rundgänge, Plattformen und Serious Games. Antragsberechtigt sind gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts. Projektideen können bis zum 27. Juli 2026 online eingereicht werden.
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| Code-Week-Förderung in Niedersachsen | Die Büchereizentrale Niedersachsen und der Landesverband Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband unterstützen Bibliotheken mit einer Mikroförderung für Veranstaltungen im Rahmen der Code Week 2026. Bezuschusst werden unter anderem Honorare, technisches Zubehör, Elektronik- und Bastelmaterialien sowie weitere unmittelbar projektbezogene Ausgaben. Antragsberechtigt sind öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Niedersachsen. Bewerbungen sind bis zum 31. Juli 2026 einzureichen.
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| Förderung Berliner Erinnerungskultur 2027 | Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert 2027 zeitgeschichtliche und erinnerungskulturelle Projekte mit prägnantem Hauptstadtbezug. Unterstützt werden öffentlich sichtbare Vorhaben etwa zu Nationalsozialismus, SED-Diktatur, Kolonialismus, Migration, Demokratie sowie feministischer und queerer Geschichte. Antragsberechtigt sind in Berlin ansässige natürliche und juristische Personen, Institutionen, Vereine und Fachgemeinschaften. Bewerbungen sind bis 31. Juli 2026, 18:00 Uhr, elektronisch einzureichen.
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| Berliner Förderung für Literaturprojekte und Lesereihen | Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergibt 2027 Zuschüsse für literarische Projekte und Lesereihen. Gefördert werden innovative Vermittlungsformate zur Gegenwartsliteratur, Comics, Publikationen, Symposien sowie ein- oder zweijährige Veranstaltungsreihen. Antragsberechtigt sind in Berlin ansässige Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Vermittlerinnen und Vermittler sowie weitere Organisationen, darunter auch Bibliotheken. Online-Bewerbungen müssen bis 04. August 2026, 11:00 Uhr, eingereicht werden.
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| Kulturvermittlung in Brandenburg | Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur vergibt die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg Mittel aus dem Landesprogramm „Kulturelle Bildung und Partizipation“. Gefördert werden sowohl innovative Vorhaben der Kunst- und Kulturvermittlung als auch Projekte, die dauerhaft tragfähige Strukturen aufbauen. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Vereine, gGmbHs, Stiftungen und Kommunen; je nach Trägerschaft können auch Bibliotheken Mittel beantragen. Die nächste Frist endet am 15. Oktober 2026.
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| Inklusive Kultur- und Sportprojekte vor Ort | Die Aktion Mensch stellt Mittel für 500 inklusive Kultur- und Sportprojekte bereit, die Begegnung, Teilhabe und Zugehörigkeit im unmittelbaren Lebensumfeld stärken. Auch Bibliotheken können sich dabei als offene Kultur- und Begegnungsorte einbringen. Unterstützt werden barrierefreie Vorhaben, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv werden und insbesondere Erwachsene mit lebensbegleitender Behinderung Planung, Entscheidungen und Umsetzung mitgestalten. Anträge sind vom 01. September bis 15. Oktober 2026 über das digitale Antragssystem der Aktion Mensch einzureichen.
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| Städtebauliche Entwicklung von Bibliotheken | Mit der Städtebauförderung von Bund und Ländern können Kommunen Bibliotheken als soziale, kulturelle und bildungsbezogene Infrastruktur weiterentwickeln. Förderfähig sind insbesondere Umbau, Sanierung, Barrierefreiheit, Außenräume sowie die Umnutzung leer stehender Gebäude. In Betracht kommen die Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben Bestandteil eines kommunalen Entwicklungskonzepts sowie eines ausgewiesenen Fördergebiets ist. Antragsberechtigt ist die Kommune; Bibliotheken können als Dritte Orte oder zentrale Begegnungsorte eingebunden werden. Die Einreichungstermine werden von den Bundesländern festgelegt und unterscheiden sich regional. Geplante Vorhaben sollten daher frühzeitig mit dem zuständigen Stadtentwicklungs- oder Bauamt abgestimmt werden.
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| Engagement-Preis Baden-Württemberg 2026 | Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg würdigt mit dem Engagement-Preis 2026 beispielhaftes Ehrenamt, unter anderem in den für Bibliotheken relevanten Kategorien „Kommunale Gebietskörperschaften“ und „Zivilgesellschaftliche Organisationen und Träger“. Je Kategorie werden ein Ehren- und ein Zukunftspreis vergeben; insgesamt stehen 210 000 Euro bereit. Bewerben können sich kommunal getragene und gemeinnützige Bibliotheken. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026.
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| Stiftungslandschaft der Bundesländer 2025 | Mit seinen jährlich erscheinenden Länderprofilen bündelt der Bundesverband Deutscher Stiftungen zentrale Kennzahlen und strukturelle Entwicklungen der deutschen Stiftungslandschaft; nun liegen die aktualisierten Faktenblätter für 2025 vor. Bibliotheken erhalten damit eine fundierte Grundlage, um private Stiftungen gezielter als Förderpartner anzusprechen und damit ihr Netzwerk strategisch zu erweitern.
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| Arbeitsergebnisse des DFG-Projekts „OA Datenpraxis“ | Das DFG-Projekt „OA Datenpraxis“ hat die Dokumentation seines Workshops zum Monitoring von Publikationskosten veröffentlicht. Die Präsentationsfolien vermitteln Einblicke in Tools und Workflows mit FOLIO, CODA, ALMA, DSpace, Output, EPrints und MyCoRe. Davon getrennt stehen auch die vollständigen Aufzeichnungen der Vorträge online bereit. Bibliotheken und Forschungseinrichtungen erhalten damit sowohl kompakte Arbeitsmaterialien als auch vertiefende audiovisuelle Beiträge zur Erfassung und Auswertung von Open-Access-Kosten.
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| Culture Moves Europe: Rekordnachfrage | Die Förderlinie für individuelle Mobilität von Culture Moves Europe stieß mit 7.831 Anträgen auf eine Rekordnachfrage. Bewilligt wurden 1.596 Vorhaben, durch die 2.542 Kunst- und Kulturschaffende insgesamt rund 5,5 Millionen Euro erhielten. 76 Prozent der Bewerbenden hatten zuvor keine Erfahrung mit europäischen Förderprogrammen. Die bewilligten Zuschüsse liegen im Durchschnitt rund 20 Prozent über dem Niveau der Programmrunde 2022 bis 2025; zugleich profitieren mehr Geförderte von Inklusionsleistungen, Barrierefreiheit und Zuschüssen für klimafreundliche Reisen.
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| Erasmus+: 250 Millionen Euro für Hochschulmobilität | Über die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD stellt die Europäische Union deutschen Hochschulen erneut rund 250 Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitieren auch Beschäftigte von Hochschulbibliotheken, etwa durch geförderte Lehr-, Weiterbildungs- und Austauschaufenthalte im Ausland. Insgesamt sind rund 61 500 Mobilitäten sowie 6 800 Aufenthalte internationaler Gäste in Deutschland vorgesehen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Internationalisierung, Inklusion, Diversität und Nachhaltigkeit.
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| EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation 2028–2034 | Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf eine vorläufige Position zum 10. Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ für 2028 bis 2034 verständigt. FP10 soll gesellschaftliche Herausforderungen adressieren, Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken und eng mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds verzahnt werden. Offen bleiben vor allem Finanzierungsfragen. Die Beschlüsse bilden nun die Grundlage für Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament; dessen Positionen werden im Herbst 2026 erwartet.
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| Speed-Info digital: Fördermöglichkeiten in der Bestandserhaltung | Am 10. September 2026 lädt das Kompetenzzentrum Bestandserhaltung von 10:00 bis 11.30 Uhr zu einer digitalen Speed-Info ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fördermöglichkeiten für den Erhalt schriftlichen Kulturguts, geeignete Zugänge zu einschlägigen Programmen sowie zentrale Anforderungen an eine erfolgreiche Antragstellung. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Beschäftigte aus Archiven und Bibliotheken. Anmeldeschluss ist der 09. September 2026.
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| Open-Access-Publizieren mit peDOCS | Am 12. August 2026 von 10.30 bis 12 Uhr laden open-access.network und der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung zu einem kostenfreien Online-Workshop ein. Vorgestellt werden Grundlagen des Open Access, der Publikationsserver peDOCS, konsortiale Finanzierungsmodelle sowie OpenJournals@Fachportal-Pädagogik. Das Angebot richtet sich an Forschende, Herausgebende und Interessierte aus Erziehungswissenschaft, Bildungsforschung und Fachdidaktik. Der Webex-Link wird nach der Anmeldung per E-Mail versandt.
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