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Fördernewsletter 04. Oktober 2025 |
Editorial
Liebe Abonnent*innen der Fördermittelliste,
die Einwerbung privater Mittel eröffnet Bibliotheken die Möglichkeit zur Umsetzung von Projekten jenseits des Haushaltsbudgets, stärkt die Profilbildung und unterstützt ihre finanzielle Resilienz. Die gerade zu Ende gehende Webinar-Reihe „Private Fördermittel für Bibliotheken: Grundlagen, Strategien, Beispiele“ machte anschaulich, wie vielfältig die entsprechenden Akquiseinstrumente sind – und wie Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken gleichermaßen Fundraising bereits erfolgreich umsetzen (Aufzeichnungen der einzelnen Veranstaltungen u.a. hier).
Gleichzeitig verändert sich auch die andere Seite der Partnerschaft: Stiftungen selbst z.B. denken verstärkt über ihre Förderangebote nach und erproben neue Wege der Zusammenarbeit. Der FörderMonitor von #VertrauenMachtWirkung sammelt derzeit die Erfahrungen gemeinnütziger Organisationen, um Einblicke zu gewinnen, die Praxis weiterzuentwickeln. Vielleicht wurden auch Sie in der Vergangenheit durch private Stiftungen unterstützt oder werden es aktuell und möchten Ihre Erfahrungen dazu bis zum 14. Oktober 2025 teilen?
Wie unterschiedlich Stiftungen ihre Arbeit ausgestalten können, zeigt exemplarisch die Crespo Foundation, die in der Vergangenheit auch bibliotheksnahe Projekte unterstützt hat. Sie ist als Verbrauchsstiftung organisiert – ein Stiftungstyp, bei dem das Vermögen nicht dauerhaft erhalten bleibt, sondern planmäßig bis zu einem festgelegten Zeitpunkt (hier 2040) vollständig im Sinne des Stiftungszwecks aufgebraucht wird. Damit verbindet sich der Anspruch, die vorhandenen Mittel gezielt und wirkungsorientiert im Hier und Jetzt einzusetzen.
Sollten Sie Rückfragen oder Beratungsbedarf zu geplanten Fördermittelvorhaben besitzen kontaktieren Sie uns gern.
Ihre EU- und Drittmittelberatung
Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb)
Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv)
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Inhalt1. Förderung der Soziokultur in Niedersachsen 2. DSEE: Mikroförderung für gemeinnützige Organisationen 3. Förderung partizipativer Kulturprojekte 4. Förderung deutsch-britischer Kulturkooperationen 5. BMFTR –Förderaufruf: Interdisziplinäre Forschung zu Kulturerbe 6. DSEE: Wandel gestalten – Zivilgesellschaft stärken 7. „Dabei sein!“ – Projektförderung zum Tag der Bibliotheken 2025 8. Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 9. Young Civil Societies for Democracy 10. Weichenstellung für Europas Forschungsinfrastrukturen 11. Report Bürgerstiftungen 2025 12. Fördermöglichkeiten für Bibliotheken und Archive 13. Mit vereinten Kräften mehr erreichen: Online-Seminar des BdB 14. Fortbildungsreihe: KI verstehen und nutzen 15. Digitale Transformation des Kulturerbes – Konferenz von digiS 2025 |
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| Förderung der Soziokultur in Niedersachsen | Der Landesverband Soziokultur Niedersachsen schreibt zwei Mal jährlich eine Strukturförderung für Vereine und Initiativen mit Sitz in Niedersachsen aus. Gefördert werden größere Entwicklungsvorhaben ab 10 000 Euro ebenso wie kleinere Einrichtungen im ländlichen Raum mit Basisbedarfen bis 10 000 Euro. Antragsberechtigt sind ausschließlich niedersächsische Träger, die Kulturarbeit im gesellschaftlichen Kontext leisten und Teilhabe, Bildung sowie demokratische Diskurse fördern. Anträge können jeweils vom 15. März bis 30. April bzw. 01. September bis 15. Oktober eingereicht werden.
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| DSEE: Mikroförderung für gemeinnützige Organisationen | Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) unterstützt mit ihrem Mikroförderprogramm gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Gefördert werden gemeinnützige Einrichtungen - d.h. auch ehrenamtlich geführte Bibliotheken bzw. Bibliotheksfördervereine - , die freiwilliges Engagement stärken, ihre organisatorischen Grundlagen weiterentwickeln oder den gesellschaftlichen Beitrag des Ehrenamts sichtbar machen möchten. Der Zuschuss beträgt bis zu 1 500 Euro und deckt maximal 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Anträge können fortlaufend gestellt werden; die Frist für das Förderjahr 2025 endet am 15. Oktober.
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| Förderung partizipativer Kulturprojekte | Im Rahmen seiner "Allgemeinen Projektförderung" unterstützt der Fonds Soziokultur zeitlich befristete, partizipativ angelegte Vorhaben, die gesellschaftspolitische oder soziale Themen mit kulturellen Methoden bearbeiten, Menschen vor Ort aktiv einbeziehen und durch innovative Ansätze Modellcharakter entwickeln. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Organisationen. Die Fördersumme liegt zwischen 5 000 und 30 000 Euro, deckt jedoch höchstens 80 Prozent des Gesamtbudgets. Digitale Infoveranstaltungen finden am 6., 17. sowie 22. Oktober 2025 statt. Frist für die Antragstellung ist der 02. November 2025.
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| Förderung deutsch-britischer Kulturkooperationen | Das Programm Cultural Bridge, getragen unter anderem vom Fonds Soziokultur, dem Goethe-Institut und dem British Council unterstützt deutsch-britische Partnerschaften von Kunst- und Kulturorganisationen, die mit sozialer Kunstpraxis arbeiten und Gemeinschaften aktiv einbeziehen. Zwei Förderlinien stehen in diesem Kontext offen: bis zu rund 11 500 Euro für den Aufbau neuer Kooperationen sowie bis zu rund 34 500 Euro für die Weiterentwicklung bestehender Partnerschaften. Besondere Priorität gilt kleineren Organisationen, Projekten in ländlichen Räumen und Vorhaben, die Teilhabe, Diversität und Inklusion stärken. Antragsberechtigt sind Organisationen mit Sitz in Deutschland oder im Vereinigten Königreich. Die Einreichfrist für entsprechende Förderanträge endet am 12. November 2025.
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| BMFTR –Förderaufruf: Interdisziplinäre Forschung zu Kulturerbe | Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Programm „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ Forschungsprojekte zum Thema „Kulturerbe als Ressource für eine zukunftsfähige Gesellschaft“. Im Mittelpunkt stehen inter- und transdisziplinäre Vorhaben zu Nachhaltigkeit, Resilienz und politischer Instrumentalisierung von Kulturerbe; vereinzelt sind projektbezogen Digitalisierungsvorhaben förderfähig. Antragsberechtigt sind geistes- und sozialwissenschaftliche Einrichtungen, während Bibliotheken als Praxispartner in Konsortien mitwirken können. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt; in der ersten Phase sind Projektskizzen bis spätestens 30. November 2025 einzureichen.
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| DSEE: Wandel gestalten – Zivilgesellschaft stärken | Mit dem Programm transform_D unterstützt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gemeinnützige Organisationen dabei, den digitalen, ökologischen und gesellschaftlichen Wandel aktiv zu gestalten. Antragsberechtigt sind gemeinnützige juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts; hierzu zählen auch ehrenamtlich geführte Bibliotheken und ihre Fördervereine. Das Verfahren ist zweistufig: Zunächst sind Projektskizzen bis zum 30. November 2025 einzureichen; anschließend werden förderwürdig bewertete Vorhaben zur formellen Antragstellung aufgefordert.
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| „Dabei sein!“ – Projektförderung zum Tag der Bibliotheken 2025 | Der Landesverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband unterstützt im Rahmen der Ausschreibung „Dabei sein“ bis zu zehn Veranstaltungen zum Tag der Bibliotheken 2025 mit jeweils maximal 250 Euro. Gefördert werden Projekte, die Kooperationen mit Bildungsträger*innen, Kulturakteur*innen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen stärken bzw. ausgewählte Zielgruppen durch fokussierte Öffentlichkeitsarbeit ansprechen. Anträge sind per E-Mail (buero@hessischer-bibliotheksverband.de) an die Geschäftsstelle zu richten; die Förderung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs.
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| Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis | Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) schreibt den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2026 – Hermine Albers-Preis – aus. Ausgezeichnet werden Praxisprojekte zur Demokratiebildung, wissenschaftliche Arbeiten sowie journalistische Beiträge zur Lebenswelt junger Menschen. Bewerben können sich Fachkräfte, Träger, Forschende und Medienschaffende – und unter bestimmten Voraussetzungen auch Bibliotheken mit entsprechenden Demokratieangeboten. Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2025.
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| Young Civil Societies for Democracy | Die Stiftung EVZ lobt den Wettbewerb „Young Civil Societies for Democracy“ aus. Gefördert werden internationale Jugendbildungsprojekte, die junge Menschen aus Deutschland, Georgien, Polen, Tschechien, der Ukraine und belarussischen Exilstrukturen dazu befähigen, ihre Stimme in der Zivilgesellschaft zu erheben und demokratische Werte aktiv zu gestalten. Im Zentrum stehen Formate, die Partizipation eröffnen, Peer-Learning fördern und eigene Mikroprojekte ermöglichen. Gemeinnützige Organisationen können Förderungen zwischen 20 000 und 65 000 Euro beantragen. Einreichfrist ist der 15. Oktober 2025.
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| Weichenstellung für Europas Forschungsinfrastrukturen | Die EU-Kommission hat eine neue Strategie für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen vorgestellt. Ziel ist es, Europas Rolle in Wissenschaft und Innovation zu stärken und Zugang zu modernen Einrichtungen, hochwertigen Daten und Services sicherzustellen. Fünf Schwerpunkte stehen dabei im Zentrum: Ausbau des Infrastruktur-Ökosystems, bessere Zugänglichkeit, Talentförderung („Choose Europe“), verbesserte Governance und stärkere internationale Ausrichtung – auch für künftige Rahmenprogramme relevant.
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| Report Bürgerstiftungen 2025 | Der Report Bürgerstiftungen 2025 verdeutlicht die wachsende Bedeutung dieser Mitmach-Stiftungen: Inzwischen engagieren sich an 435 Orten rund 400 000 Menschen. Seit 1996 wurden mehr als eine Milliarde Euro für das Gemeinwohl mobilisiert – darunter 684 Mio. Euro Stiftungskapital, 264 Mio. Euro Spenden und 338 Mio. Euro Fördermittel; zudem wurden über 1 000 Stiftungsfonds gegründet. Bürgerstiftungen sind lokal verankert, unabhängig und reagieren flexibel auf aktuelle Herausforderungen.
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| Fördermöglichkeiten für Bibliotheken und Archive | Am 14. Oktober 2025 von 9:30 bis 13:30 Uhr laden das Kompetenzzentrum Bestandserhaltung (kbe) sowie die Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken Brandenburg der Fachhochschule Potsdam zu einer Online-Veranstaltung über Fördermöglichkeiten in der Bestandserhaltung ein. Expert*innen von dbv, KEK, Brandenburg-digital und digiS geben einen Überblick über aktuelle Programme und beraten zu bestehenden Projektideen. Ziel ist es, Bibliotheken und Archiven Wege zu konkreten Förderanträgen aufzuzeigen, sie bei einer möglichen Antragstellung zu unterstützen.
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| Mit vereinten Kräften mehr erreichen: Online-Seminar des BdB | Am 21. Oktober 2025, um 11:00 Uhr lädt der Bundesverband der deutschen Bibliotheks-Freundeskreise e.V. (BdB) zu einem kostenlosen Online-Webinar via Zoom ein. In 90 Minuten erfahren Teilnehmende, warum Bibliotheken Freundeskreise brauchen, wie deren Gründung praktisch gelingt und welche rechtlichen sowie finanziellen Aspekte zu beachten sind. Praxisberichte runden das Programm ab. Um Vorabanmeldung per E-Mail wird gebeten (uwe.janssen@bibliotheks-freundeskreise.de).
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| Fortbildungsreihe: KI verstehen und nutzen | Der Landesverband Soziokultur Niedersachsen bietet eine mehrteiligen Online-Reihe „Künstliche Intelligenz verstehen“ an. Die Module sind einzeln buchbar und vermitteln Grundlagen generativer KI, praktische Tools sowie ethische Leitlinien. Am 28. Oktober 2025 führt Modul 1 „KI-Basics“ in Funktionsweisen und Basisanwendungen ein. Am 30. Oktober 2025 folgt Modul 2 „Kunst des Promptens“ mit Techniken für zielgerichtete Eingaben und kreative Nutzung von KI-Tools. Der Teilnahmebeitrag ist gestaffelt und beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro und für Mitglieder 15 Euro.
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| Digitale Transformation des Kulturerbes – Konferenz von digiS 2025 | Am 13. November 2025, 10:00 bis ca. 15:30 Uhr, lädt digiS, das am Zuse-Institut Berlin (ZIB) angesiedelte Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung, zu seiner Jahreskonferenz ein. Unter dem Leitmotiv „Datenkultur(en): Kooperation macht den Unterschied“ stehen Chancen und Herausforderungen digitaler Zusammenarbeit im Kulturerbe im Mittelpunkt. Diskutiert werden virtuelle Teams, FAIR-Data, Mensch-Maschine-Kooperationen und nachhaltige Dateninfrastrukturen. Ergänzend präsentieren die digiS-Projekte 2025 ihre Ergebnisse in Kurzvorträgen und Postern.
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