Auch 2026 verwandelt sich im Rahmen der Literaturaktion "Berlin liest ein Buch" wieder einmal die ganze Stadt in einen großen Lesekreis. Das Buch, das in diesem Jahr zum Stadtgespräch werden soll, ist "Lügen über meine Mutter" von Daniela Dröscher. Ihr Roman widmet sich in besonderem Maße der Beziehung zwischen Mutter und Tochter – als ein Schlüssel zu vielen Phänomenen unserer Gegenwart. Organisiert wird die Aktion "Berlin liest ein Buch" vom Landesverband Berlin des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) gemeinsam mit den Radiowellen radioeins und radio3 vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). 

Wie bereits in den Vorjahren wurde das Buch auf Vorschlag der Besucher und Besucherinnen der Berliner Bibliotheken ausgewählt. Unter dem Motto "Berlin sucht ein Buch" war das Publikum aufgefordert, ein geeignetes Werk für die Aktion vorzuschlagen. Es kamen über 600 Vorschläge zusammen. Die Wahl fiel schließlich auf den Roman "Lügen über meine Mutter" (Kiepenheuer & Witsch), der in seinem Erscheinungsjahr 2022 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis stand.  

In "Lügen über meine Mutter" erzählt Daniela Dröscher von einer Kindheit im Hunsrück der 1980er Jahre: Ihr kindliches Alter Ego muss miterleben, wie der Vater das Übergewicht der Mutter für alles verantwortlich macht, was ihm versagt bleibt. Er treibt diese Lüge so weit, zu behaupten, die Leibesfülle seiner Frau behindere seine Karriere. Aber was ist damals wirklich passiert? In Daniela Dröschers "Kammerspiel namens Familie" spiegeln sich Themen wie Feminismus, Patriarchat, Sorgearbeit, gesellschaftlicher Aufstieg und die Aufopferung der Mütter in zugleich bewegender wie kunstvoller Weise.  

Alle Literaturinteressierten sind ab sofort zur Lektüre eingeladen, um dann im Aktionszeitraum vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 an zahlreichen Veranstaltungen in Berlin teilzunehmen. Zum Auftakt der Aktionswoche ist Daniela Dröscher am 24. Mai 2026 um 18.00 Uhr zu Gast in der Sendung "Die Literaturagenten" auf radioeins und radio3. 

Auf der Homepage www.berlinliesteinbuch.de werden nach und nach alle Informationen zu der Aktion sowie zur Eröffnungsveranstaltung, zu Lesungen und anderen Formaten verfügbar sein. Dort gibt es außerdem ab sofort die Möglichkeit, selbst eine Veranstaltung anzumelden.