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Bibliotheken – Orte der Demokratie

Großer Zulauf zum Niedersächsischen Bibliothekstag 2016

Pressemitteilung, 07.11.2016

Unter dem Motto „Bibliotheken –Orte der Demokratie“ fand am 7. November 2016 in Hannover der Niedersächsische Bibliothekstag 2016 statt. Mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung in den Räumender VGHVersicherungen bereits
weit vor dem offiziellen Anmeldeschluss völlig ausgebucht. „Wir als Veranstalter und unsere Kooperationspartner freuen uns natürlich sehr über das große Interesse“, sagte Frank Priebe, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen
Bibliotheksverband in seiner Begrüßungsansprache. „Unser Anliegen ist, die hohe Relevanz von Bibliotheken für unsere demokratische Gesellschaft aufzuzeigen.
Unsere Bibliotheken in Niedersachsen garantieren den Bürgerinnen und Bürgern jederzeit und uneingeschränkt den freien Zugang zu Information. Sie sind überall die meistgenutzten öffentlichen Kultur-und Bildungseinrichtungen. Sie sind wichtige
Akteure im Prozess des digitalen Wandels und bei der kulturellen Integration verschiedenster Bevölkerungsgruppen. Es ist höchste Zeit, dass Bibliotheken auch
stärker in die digitalen Strategien und in die Integrationspläne des Bundes, der Länder und der Kommunen einbezogen werden“, betonte Priebe.

Entsprechend dem Motto des Tages war der Montagvormittag ganz dem politischen Thema „Bibliotheken und Demokratie“gewidmet. Als „zivilisierte Räume auch in unzivilisierten Zeiten" bezeichnete dieJournalistin Dr. Franziska Augstein (München) Bibliotheken in ihrer engagierten Festrede. Doris Schröder-Köpf, MdL, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, betonte das Potential besonders der öffentlichen Bibliotheken für die Integration von Flüchtlingen und Mensch
en mit Migrationshintergrund. Unter der Überschrift "Bibliotheken -Orte der Demokratie. Was müssen sieuns wert sein?" diskutierten anschließend die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen des Niedersächsischen Landtags, Dr. Silke Lesemann(SPD), Volker Bajus (Bündnis 90/Die Grünen), Jörg Hillmer (CDU) und Almuth von Below-Neufeldt (FDP),sowie Susanne McDowell (Stadt Celle) mit der Vorsitzenden des Deutschen Bibliotheksverbandes Barbara Lison auch über die
vielerorts kritische finanzielle Situation der Bibliotheken in Niedersachsen.
Als Bespiel für ihren besonderen Beitrag zur Demokratie wurde zum Abschluss des
Vormittags die Preisträgerin 2016 des Bibliothekspreises der VGH-Stiftung, die Bibliothek der JVA Bremen, von dem Bremer Journalisten Henning Bleylvorgestellt.

Der Niedersächsische Bibliothekstag verband das politische Programm am Vormittag mit einer reichhaltigen bibliothekarischen Fortbildungsveranstaltung am Nachmittag.
Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken ganz Niedersachsens und der umliegenden Bundesländer nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle fachliche Entwicklungen zu informieren. Das Spektrum der Workshops reichte dabei von Datenschutz und Urheberrecht über Lernstrate
gien und die Vermittlung von Informationskompetenz bis hin zu Bibliotheksangeboten für Flüchtlinge.

Der Niedersächsische Bibliothekstag 2016 ist eine Veranstaltung des
Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. in
Kooperation mit der Büchereizentrale Niedersachsen, dem Berufsverband Information und Bibliothek e.V. und dem Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare und wird gefördert von den VGH Versicherungen.