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Corona-Pandemie und Bibliotheken

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Landesverband auf dieser Seite  spezifische Informationen für/über die Bibliotheken in Baden-Württemberg zusammengestellt.

Link zur aktuellen Verordnung

Update 05.06.2021:
Mit Beschluss vom 03.06.2021 hat die Landesregierung die Corona-Verordnung geändert. Die Änderungen treten größtenteils am 07.06.2021 in Kraft.

Aus dem MWK erreichten uns am 10.06.2021 folgende Klarstellungen zur Umsetzung (Danke an die Fachstelle Stuttgart!):

„Sehr geehrte Damen und Herren,

die seit 7. Juni 2021 gültige Fassung der Corona-Verordnung für den Kulturbereich hat nur wenige Änderungen mit sich gebracht, auf die ich Sie aufmerksam machen möchte. In der Zwischenzeit hat das MWK auch klarstellende Hinweise vom Sozialministerium für die Auslegung der Regelungen erhalten.

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass nach §§ 17 Absatz 1 Nr. 2, 11 Absatz 1 der Corona-Verordnung inzidenzunabhängig die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln (wie z. B. die Kontaktnachverfolgung, Personen- und Flächenbegrenzungen und Hygiene- und Abstandsmaßnahmen) immer zu beachten sind. In Abhängigkeit von der Inzidenz können auch tagesaktuelle Nachweise für Negativtestungen bzw. für Geimpfte und Genesene erforderlich sein, wobei bei Schülern und Schülerinnen der Test auch bis zu 60 Stunden alt sein kann.

1. Höhere Besucherzahl bei kulturellen Veranstaltungen bei Inzidenz unter 35

Bei Unterschreiten des Schwellenwertes von einer 7-Tages-Inzidenz von 35 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen sind nun kulturelle Veranstaltungen im Freien mit bis zu 750 Besuchern und Besucherinnen (§ 21 Abs. 5a Nr. 4 der Corona-Verordnung) möglich. Im Innenbereich verbleibt es bei der maximalen Besucherzahl von 250.

2. Schutzmaßnahmen in Bibliotheken, Archiven, Museen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten bei Inzidenz unter 50/ unter 35

In der Begründung zu den Änderungen der Corona-Verordnung hat das Sozialministerium den klarstellenden Hinweis aufgenommen, dass die Vorlage eines tagesaktuellen Test-, Genesenen- oder Impfnachweises in den Fällen des Absatz 5, also bei einer „allgemeinen“ Öffnung der Bibliotheken, Archiven, Museen Galerien und Gedenkstätten bei Unterschreiten des Schwellenwertes von 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, nicht mehr erforderlich ist. Gleiches gilt natürlich auch bei einer Inzidenz unter 35.

Weiterhin gelten die Schutzmaßnahmen wie die Kontaktnachverfolgung, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes sowie die allgemeinen Hygienemaßnahmen nach § 17 Abs. 1 Nr. 2 der Corona-Verordnung in Verbindung mit § 4 ff. und § 3 Abs. 2 Nr. 7 fort.

Zu beachten ist, dass bei Inzidenzen über 50 beim Ausleihbetrieb der Bibliotheken (Abholung vorbestellter Medien und deren Rückgabe) generell keine Pflicht zum Test-, Genesenen- oder Impfnachweis besteht, auch wenn diese in Innenräumen erfolgt.

3. Schutzmaßnahmen bei kulturellen Veranstaltungen bei Inzidenz unter 50

Für kulturelle Veranstaltungen (einschließlich der Proben im Bereich der Amateurmusik und des Amateurtheaters) besteht die Pflicht zur Vorlage eines Test-, Genesenen- oder Impfnachweises auch bei einer Inzidenz unter 50 fort. Erst bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 entfällt diese Pflicht, soweit Veranstaltungen ausschließlich im Freien stattfinden. Für die Proben im professionellen Bereich sind die jeweiligen Arbeitsschutzbestimmungen maßgeblich, eine zusätzliche Testpflicht besteht hier nicht, da sie inzidenzunabhängig immer zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes zulässig waren.

Die allgemeinen Schutzmaßnahmen wie die Kontaktnachverfolgung, die allgemeinen Hygienemaßnahmen und aus dem Arbeitsschutz ergeben sich hier inzidenzunabhängig aus §§ 11 Abs. 1 bzw. 17 Abs. 1 Nr. 2 der Corona-Verordnung in Verbindung mit § 4 ff. der Verordnung. In Kunst- und Kultureinrichtungen besteht jetzt nach der neuen Vorschrift des § 3 Abs. 2 Nr. 7 der Corona-Verordnung eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes. Dies gilt nicht beim Aufenthalt im Freien, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann (vgl. § 3 Abs. 3 Nr. 9 der Corona-Verordnung). Insbesondere bei fest zugewiesenen Sitzplätzen bei einer Open-Air-Veranstaltung kann daher die Maskenpflicht entfallen.

Sofern die Regelungen des § 21 Absätze 1 bis 3, 5a der Corona-Verordnung Personenobergrenzen vorsehen, sind Geimpfte und Genesene i.S.v. § 5 mitzuzählen.

4. Ausdrückliche Regelung für Museumsführungen

Die Zulässigkeit von Museumsführungen ist jetzt explizit in § 21 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 Nr. 3 der Corona-Verordnung geregelt. Bei Inzidenz unter 100 sind im Freien Führungen in Gruppen mit bis zu 20 Personen zulässig, in der zweiten Öffnungsstufe (stabile Inzidenz unter 100 nach weiteren 14 Tagen mit sinkender Tendenz) auch im Innenbereich. Die Begrenzung der Personenzahl auf 20 gilt auch bei einer Inzidenz unter 50 bzw. 35.

5. Bekanntgabe der jeweiligen Öffnungsstufen durch die Gesundheitsämter

Maßgeblich für die Öffnungsschritte sind die Inzidenzwerte auf Ebene der Stadt- und Landkreise. Die jeweilige Stufe wird vom zuständigen Gesundheitsamt bekanntgemacht, sobald dies aufgrund der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten 7-Tages-Inzidenz erkennbar wurde. In diesen Fällen treten die Rechtswirkungen am nächsten Tag nach der ortsüblichen Bekanntgabe ein.

Die sinkende Tendenz für die Öffnungsschritte 2 und 3 ist in § 21 Absatz 7 definiert und geregelt. Besteht in der Öffnungsstufe 2 und 3 in einem Stadt- oder Landkreis erneut eine steigende Tendenz, gelten jeweils am nächsten Tag nach der ortsüblichen Bekanntmachung gemäß Absatz 9 wieder die Regelungen der jeweils niedrigeren Öffnungsstufe.

Nach § 21 Absatz 5 Satz 3 gilt: Unterschreitet in einem Stadt- oder Landkreis an fünf aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50, tritt dort bereits am nächsten Tag nach der ortsüblichen Bekanntmachung unmittelbar die Öffnungsstufe 3 in Kraft, ohne dass die vorherigen Öffnungsstufen durchlaufen werden müssen. Auch der Eintritt in die Öffnungsstufe 3 der Corona-Verordnung ist also bereits bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen möglich, ohne dass die zuvor erforderliche Zeitspanne von 14 Tagen für jede weitere Öffnungsstufe durchlaufen werden muss.

Die Öffnungsschritte und die Schutzmaßnahmen sind ausführlich in den FAQs auf der Homepage des MWK dargestellt. Bitte beachten Sie, dass hier noch kleine Anpassungen nötig waren. Die aktuelle Fassung wird spätestens morgen auf der Homepage abrufbar sein. Beigefügt ist auch eine kurze Übersicht für die entsprechenden Bereiche.“



Update 02.06.2021:
Im Zuge der neuen Corona-Verordnung und der Einführung der Öffnungsschritte 1 bis 3 gab es Rückfragen zur Auslegung diverser unklar formulierter Regelungen. Die mit dem Sozialministerium abgestimmten Auslegungen für den Bibliotheksbereich wurden in die neuen FAQs eingearbeitet, die auch auf der Homepage des Ministeriums abrufbar sind.

Auf die beigefügte Anlage wird verwiesen.

Es ist vorgesehen, notwendige Anpassungen und Klarstellungen, die sich im Zuge der Einführung der Öffnungsstufen 1 bis 3 in § 21 CoronaVO ergeben haben, in eine geänderte Verordnung einzuarbeiten.

Update 14.05.2021:
Die Landesregierung hat am 13. Mai 2021 eine neue Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Die neuen Regelungen gelten ab dem 14. Mai 2021. Der Stufenplan zur schrittweisen Öffnung bestimmter Einrichtungen und Aktivitäten sieht bei einer Inzidenz unter 100 (an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen) u.a. folgende Möglichkeiten vor: Kulturveranstaltungen im Freien mit bis zu 100 Besucher*innen, Öffnung von Bibliotheken und Büchereien unter Auflagen (Test- und Hygienekonzept). Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Büchereien ohne Auflagen öffnen.

Update 26.04.2021:
Im Hinblick auf das verabschiedete Infektionsschutzgesetz des Bundes hat das MWK folgendes klargestellt: „Das Infektionsschutzgesetz des Bundes enthält keine zusätzlichen Einschränkungen für Bibliotheken und Archive, wenn die 7-Tages-Inzidenz 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner überschreitet. Es gelten die bekannten bisherigen Regelungen der Corona-Verordnung des Landes. Bibliotheken und Archive dürfen daher auch bei Überschreiten der Grenze für die Notbremse nach den Grundsätzen des sog. „click and meet“ und für Abhol- und Rückgabeangebote offenbleiben. Auch ein zusätzliches Erfordernis der Vorlage von Nachweisen zu negativen Schnelltests besteht nicht.“

Update 24.04.2021:
Die Corona-Verordnung wurde am 23.04.2021 geändert und tritt am 24.04.2021 in Kraft. Mit der aktuellen Änderung der Corona-Verordnung des Landes passt Baden-Württemberg die generellen Regelungen und die Notbremsen-Regelung an die bundeseinheitlichen Vorgaben des novellierten Infektionsschutzgesetzes des Bundes an. Link zur aktuellen Verordnung.Für Bibliotheken ergeben sich keine Änderungen. Der Besuch von Bibliotheken und Archiven ist mit vorheriger Terminbuchung und Dokumentation der Kontaktdaten möglich.

Zu den aktuellen Corona-Verordnungen für Baden-Württemberg 

Zu den Fragen und Antworten zur Corona-Verordnung

 

Auf der Homepage des Deutschen Bibliotheksverbandes wurden viele weitere allgemein gültige Informationen zu rechtlichen Fragen, Desinfektion, praktischen Tipps sowie Online-Angeboten von Bibliotheken zusammengestellt. 

Die aktuellen Pressemitteilungen des Deutschen Bibliotheksverbandes finden Sie hier.

Informationen der Behörden:

Informationen der Landesregierung, aktuelle Corona-Verordnungen.

Informationen des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Hier finden Sie auch Hinweise auf Förderprogramme des MWK.

Informationen des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Expertenkreis Aerosole der Landesregierung Baden-Württemberg gibt Empfehlungen zu Aerosolen in Fahrzeugen, Belüftungskonzepten in Kultureinrichtungen und Virusmutationen. Zum Bericht.

Hinweis auf die Austauschplattform "Netzwerk Kommunen" des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, auf der ein eigener Bereich zum Coronavirus eingerichtet wurde. Auf Antrag können dort Kommunalvertreter*innen Zugang erhalten.
Informationen zur Nutzung beim Deutschen Städtetag

Bitte beachten Sie: 

Hypertextlinks führen zu externen Webseiten. Obwohl alle Links vorher geprüft werden und keinerlei rechtswidriger Inhalt festgestellt wurde, übernehmen wir keine Haftung für den Inhalt der verlinkten Seiten.

Ihre Fragen und Anregungen:

Wie auch die vielen Mitarbeitenden in Bibliotheken, sind wir weiterhin telefonisch oder per Email erreichbar. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie sich gerne an uns wenden: geschaeftsstelle@bw.bibliotheksverband.de

Hinweise und Ergänzungsvorschläge für diese Seite nehmen wir über unsere Geschäftsstelle gerne entgegen.




Chronologie:

Update 20.04.2021:
Die Corona-Verordnung wurde am 17.04.2021 geändert. Die neue Regelungen treten am 19.04.2021 in Kraft. Nach Auskunft des MWK ergeben sich für Bibliotheken keine Änderungen. In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive ohne Einschränkungen öffnen. Der  Betrieb ist  nach § 20 Absatz 3 Satz 2 Nr. 2 Corona-Verordnung allgemein gestattet  (keine Verpflichtung zu Click+Meet nach § 13a Abs. 1).

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 50 gelten die Regelungen nach § 13 Abs. 1 Nr.  3 unverändert fort, d. h. Anwendung von § 13a Abs. 1 (vgl. auch § 20 Abs. § 20 Abs. 3 Satz 3 )
Gleiches gilt für eine 7-Tage-Inzidenz über 100: hier greift weiterhin  § 13 Abs. 1 Nr.  3, § 20 Abs. 5 trifft keine expliziten Regelungen für Archive und Bibliotheken.
§ 20 Abs. 6 betrifft nur den Einzelhandel bzw. Ladengeschäfte etc. als solche.  Es bleibt den Trägern unbenommen, bei hohen Inzidenzen Angebote wie z.B. Click+Meet auch einzuschränken, sollte es Probleme bei der Umsetzung von Hygieneauflagen etc. geben.

Update 29.03.2021:
Die neue Corona-Verordnung wurde am 27.03.2021 beschlossen. Die neue Regelungen gelten ab 29.03.2021.

Neu ist folgende Regelung:
In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen aber künftig (neben den Museen) auch Bibliotheken und Archive ohne vorherige Terminbuchung und ohne die Beschränkung auf 40 qm pro Benutzer oder Benutzerin (sog. Click+Meet) für den Publikumsverkehr öffnen, wenn die allgemeinen Hygiene- und Abstandsanforderungen eingehalten werden, ein Hygienekonzept vorliegt und die Kontaktnachverfolgung gesichert ist (§§ 20 Absatz 3 Satz 2 Nr. 2, 14 Absatz 1 Nr. 13 der Corona-Verordnung).

Der Einsatz von digitalen Kontaktverfolgungsmöglichkeiten (z. B. der Luca-App) wird jetzt in der Corona-Verordnung ausdrücklich zugelassen (vgl. § 6 Abs. 4).

Es bleiben folgende Regelungen bestehen:
Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 50 (und über 100) bleibt es für Bibliotheken und Archive wie bisher bei der Möglichkeit einer Öffnung mit vorheriger Anmeldung, festem Zeitfenster und der flächenmäßigen Beschränkung der Benutzer (ein Benutzer oder eine Benutzerin je 40 qm).

Die Durchführung von Kunst- und Kulturveranstaltungen mit Publikumsverkehr ist noch nicht möglich, es sei denn es handelt sich um Autokino-, Autotheater- und Autokonzertveranstaltungen. Im professionellen Bereich sind Proben weiter zulässig.

Update 22.02.2021:
Ab heute gelten in Baden-Württemberg Änderungen in der Corona-Verordnung, die Sie sicherlich der Presse entnommen haben und die wie immer hier zu finden sind:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

Bitte beachten Sie auch die FAQ des MWK zu den Hochschulbibliotheken "Sind die Bibliotheken offen?"

Ergänzend dazu hat uns das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst folgende Informationen zu den weiteren Öffnungsschritten im Kulturbereich zukommen lassen:
"Aufgrund der besorgniserregenden Inzidenzlage hat sich die Landesregierung dazu entschlossen, den von Bund und Ländern am 3. März beschlossenen vierten Öffnungsschritt, geplant frühestens ab dem 22. März, bis zur kommenden Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 22. März zurückzustellen. Dann wird es neue Erkenntnisse zum weiteren Vorgehen geben, auch in Bezug auf die möglichen weiteren Öffnungsschritte im Kulturbereich.
Darüber hinaus habe ich Sie bereits darüber informiert, dass Bibliotheken und Büchereien auch bei einer Inzidenz von über 100 Click+Meet (vorherige Terminbuchung und Dokumentation der Kontaktdaten) anbieten dürfen und weiterhin Click+Collect-Angebote zulässig sind."

Update 17.03.2021:
Click+Meet, Click+Collect laut Auskunft des MWK auch bei Inzidenz über 100 möglich. Klarheit gibt der Stufenplan, der am 12.03.2021 aktualisiert wurde: "Stufenplan in Baden-Württemberg ab 08.03.2021. Geschlossene/geöffnete Einrichtungen und Aktivitäten, Stand 12.03.2021". Laut MWK werden die FAQs entsprechend angepasst werden, diese haben momentan noch den Stand vom 08.03.2021.

Update 08.03.2021:
Ab 08.03.2021 gilt die Corona-Verordnung vom 07.03.2021. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat dazu in einer Nachricht vom 07.03.2021 Erläuterungen übermittelt, die wir hier in gekürzter Form weitergeben:

Archive und Bibliotheken können wieder geöffnet werden, unter folgenden Bedingungen:

  • Es müssen nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben werden; pro angefangene 40 Quadratmeter Nutzungsfläche ist eine Besucherin oder ein Besucher zulässig.
  • Bei den Einzelterminen sind fest begrenzte Zeiträume pro Kunde vorzusehen, und es gilt die Pflicht zur Datenverarbeitung nach § 6 der Corona-Verordnung. 
  • Im Rahmen dieser Vorgaben können auch mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen gleichzeitig nach den in § 9 der Corona-Verordnung festgelegten Regeln für Kontaktbeschränkungen zugelassen werden, wenn dies nach der Größe der Einrichtung verantwortbar ist.  
  • Für Bibliotheken können zur Abholung bestellter Medien und zur Rückgabe von Medien im Rahmen des jeweiligen Hygienekonzepts Abweichungen zugelassen werden.
  • Abhol- und Rückgabeangebote werden - auch wenn „Click & Meet“ zulässig ist - weiter möglich sein, auch als paralleles Angebot. Durch Regelungen in den Hygienekonzepten ist dabei sicherzustellen, dass Warteschlangen und Begegnungsverkehr weitestgehend ausgeschlossen sind.

Weitere Auszüge aus der Nachricht: 

In Folge der Bund-Länder-Beschlüsse vom 3. März 2021 wurde die Corona-Verordnung geändert. Aufgrund einer derzeit landesweiten 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner von deutlich unter 100 werden damit landesweit die im Bund-Länder-Beschluss vorgesehenen Öffnungsschritte 1 bis 3 umgesetzt.

Das beinhaltet die Öffnung von Bibliotheken, Archiven, Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten für Besucherinnen und Besucher mit vorheriger Terminbuchung und mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung. Außerdem kann eine weitere, ausschließlich regionale Öffnung für Regionen mit weniger als 35 bzw. 50 zu 100.000 Neuinfektionen erfolgen; dann ist auch der Betrieb von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen für Einzelunterricht und Gruppen von bis zu fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahren wieder erlaubt.

Vorrangiges Ziel ist und bleibt es weiterhin, die Anzahl der Kontakte soweit möglich zu reduzieren und die Regeln einzuhalten, um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen und einen Wiederanstieg aufgrund der Mutationen zu verhindern.

Die Corona-Verordnung wurde auch in Bezug auf die Mundschutzpflicht für alle geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit oder für den Publikumsverkehr bestimmt sind, geändert. Es besteht danach jetzt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Form einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes nach den Standards einer FFP2 Maske (oder vergleichbar).

Update 04.03.2021:
Der Buchhandel darf ab dem 8. März wieder Kunden empfangen. Sie können versichert sein, dass wir als dbv Landesverband mit aller Kraft an der Klärung der Öffnungsperspektive für die Bibliotheken arbeiten.

Sobald wir eine verlässliche Aussage haben, werden wir Sie umgehend informieren. Wir bitten um Verständnis, dass wir bis dahin keine Einzelfragen beantworten können.

Update 15.02.2021:
Die Corona-Verordnung in der vom 15.02.2021 gültigen Fassung untersagt den Betrieb von Archiven und Bibliotheken für den Publikumsverkehr (§1d Nr. 7).
Ein Abholservice ist nicht nur wissenschaftlichen, sondern auch öffentlichen Bibliotheken seit 11.01.2021 aufgrund der seit diesem Tag geltenden Fassung der CoronaVO erlaubt.

Diese Klärung kündigten wir Ihnen an, weil die CoronaVO nur für wissenschaftliche Biblio­theken eine ausdrückliche Regelung enthält. Mit folgender Nachricht an den Städtetag hat das für die CoronaVO federführende Sozialministerium am Abend des 12.01.2021 Klarheit geschaffen:

„Auch wenn § 1d Abs. 1 Nr. 6 CoronaVO nach dem Wortlaut nur bei wissenschaftlichen Bibliotheken und Archiven einen Abholdienst zulässt, so ist nach Auffassung des Sozialministeriums die damit bestehende Regelungslücke durch Auslegung so zu schließen, dass ein Abholservice für sämtliche Bibliotheken zur Verfügung steht.

Danach ist gerade in der Praxis nicht immer trennscharf zu differenzieren, ob ein Bedarf zum wissenschaftlichen Arbeiten besteht oder nur ein privates Lesevergnügen anzunehmen ist. Zudem besteht durch das Homeschooling eine vermehrte Notwendigkeit, dass Bibliotheken im Allgemeinen Abholdienste anbieten können.

Es besteht auch kein Wertungswiderspruch zu den übrigen Regelungen in der CoronaVO, da grundsätzlich das Anbieten eines Abholservices („Click and Collect“) in der CoronaVO erlaubt ist (vgl. 1d Abs. 2 CoronaVO).

Eine Klarstellung im Verordnungstext soll voraussichtlich bei der nächsten Änderung der CoronaVO erfolge.“

Update 12.01.2021, 13.00 Uhr: Click + Collect/Abholservices in Bibliotheken:
Die Erläuterungen des Landes zur neuen CoronaVO deklarieren teilweise die Zulässigkeit von Abholservices für alle Bibliotheken und begrenzen die Zulässigkeit solcher Services teilweise auf wissenschaftliche Bibliotheken. Eine eindeutige Klärung dieses Widerspruches ist noch nicht erreicht. Der dbv Landesverband setzt sich dafür ein, dass auch öffentliche Bibliotheken einen Abholservice anbieten dürfen. 

Information des Kultusministeriums, Stand 21.12.2020:
Die Schulen haben am 21.12.2020 vom Kultusministerium erste Hinweise zum Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien erhalten. Darin sind auch Informationen zu den Halbjahreszeugnissen, zur Anmeldung an weiterführenden Schulen sowie zum weiteren Umgang mit den für Bibliotheken wichtigen außerunterrichtlichen Veranstaltungen enthalten.
Die Durchführung außerunterrichtlicher Veranstaltungen ist nach den Vorgaben der CoronaVO Schule vollständig untersagt bis zum 01.02.2021.
Zu den Informationen des Kultusministeriums

Aktuelle Corona-Verordnung ab 16.12.2020:
Ab Mittwoch, 16.12.2020, gilt bundesweit ein "harter" Lockdown. Dieser umfasst unter anderem die Schließung von Einzelhandel und Ausgangsbeschränkungen. Die Regelungen der neuen Corona-Verordnung treten zum 16.12.2020 in Kraft und gelten befristet bis zum 10.01.2021. (Stand: 16.12.2020).

Laut der neuen Corona-Verordnung des Landes in der ab dem 16.12.2020 gültigen Fassung sind auch Archive und Bibliotheken von der Schließung betroffen. Diese Regelung gilt sowohl für die öffentlichen als auch für die akademischen Bibliotheken.
In der erläuternden Übersicht der zu schließenden Einrichtungen sind Bibliotheken und Archive explizit aufgeführt.

Die ab heute geltenden Regelungen für Archive und Bibliotheken zum Thema Abhol- und Lieferservices sind in den FAQs des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst niedergelegt. Demnach sind keine Abholservices für Nutzer*innen mehr möglich. Analog zum Einzelhandel können jedoch Lieferservices für vorbestellte Medien angeboten werden, sofern es zu keinem direkten Kundenkontakt kommt. Für die Rückgabe von Medien gilt, dass dies ebenfalls möglich ist, sofern der direkte Kontakt mit Nutzer*innen unterbleibt.


Wiedereröffnung von Bibliotheken in Baden-Württemberg:Am Mittwoch, den 15.04.2020 wurden von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder erste Lockerungen des Shutdowns beschlossen. Umstritten war im Anschluss, ob neben den Hochschulbibliotheken auch alle öffentlichen Bibliotheken ab dem 20.04.2020 wieder öffnen können, wenn strenge Auflagen erfüllt sind, da in der Mitteilung der Bundesregierung lediglich die Hochschulbibliotheken genannt wurden.

In der am 17.04.2020 5. Verordnung zur Änderung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wurde dies klargestellt: neben Archiven und Buchhandlungen dürfen alle Bibliotheken öffnen.
Zur 5. Änderung der Corona-Verordnung vom 17.04.2020
Zum Rundschreiben des Städtetags Baden-Württemberg vom 18.04.2020

Die aktuellen Corona-Verordnungen für Baden-Württemberg finden Sie unter diesem Link.Bezüglich der Hygienemaßnahmen und Auflagen gibt es für Bibliotheken in Baden-Württemberg derzeit (Stand 20.04.2020) keine spezifischen Vorgaben. Der Bibliotheks-Bundesverband hat allgemeine Informationen zum Arbeitsschutz etc. zusammengestellt sowie eine umfangreiche Liste mit Empfehlungen zur Wiederöffnung von Bibliotheken.


Spezielle Services von Bibliotheken in Baden-Württemberg:Auch mit der 5. Corona-Verordnung können Bibliotheken nur unter Einhaltung strenger Auflagen öffnen und bieten daher vielerorts weiterhin spezielle Services an. Vereinfachte Möglichkeiten zur Neuanmeldung als Nutzer*in der Bibliothek, Liefer- und Abholservices, ausgebaute digitalen Medienangebote, etc. Auch Workshops, Webinare oder Lesungen finden digital statt. Informieren Sie sich dazu direkt bei den Bibliotheken. 

#Bibliotheken SindDa #BibliothekVonZuhause #BibAtHome:
Linksammlung des Berufsverbandes BIB mit spezifischen Informationen für Bibliotheken. 
Hier finden Sie auch eine zentrale Informationsseite zu Online-Dienstleistungen für Bibliotheken 
auf Twitter: #BibliothekenSindDa #BibliothekVonZuhause #BibAtHome


Schließungen von Bibliotheken:Neben vielen weiteren Maßnahmen wurde im März 2020 unter anderem der Betrieb von Öffentlichen Bibliotheken, Museen, Theater und Volkhochschulen untersagt. Der Studienbetrieb an den Universitäten und Hochschulen wurde bis zum 19. April 2020 ausgesetzt. Bereits begonnener Studienbetrieb wurde bis zu diesem Zeitpunkt unterbrochen. Die Corona-Verordnung trat am Dienstag, 17. März, in Kraft, und galt bis zum 15. Juni 2020.

Eine Chronologie und Übersicht der geschlossenen Bibliotheken in Deutschland finden Sie hier: https://b-u-b.de/coronavirus-bibliotheken-schliessen/http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2020/03/11/corona-und-bibliotheken-auflistung/<//a>


 

Diese Klärung kündigten wir Ihnen an, weil die CoronaVO nur für wissenschaftliche Biblio­theken eine ausdrückliche Regelung enthält. Mit folgender Nachricht an den Städttag hat das für die CoronaVO federführende Sozialministerium am 12.01.2021 Klarheit geschaffen:

„Auch wenn § 1d Abs. 1 Nr. 6 CoronaVO nach dem Wortlaut nur bei wissenschaftlichen Bibliotheken und Archiven einen Abholdienst zulässt, so ist nach Auffassung des Sozialministeriums die damit bestehende Regelungslücke durch Auslegung so zu schließen, dass ein Abholservice für sämtliche Bibliotheken zur Verfügung steht.

Danach ist gerade in der Praxis nicht immer trennscharf zu differenzieren, ob ein Bedarf zum wissenschaftlichen Arbeiten besteht oder nur ein privates Lesevergnügen anzunehmen ist. Zudem besteht durch das Homeschooling eine vermehrte Notwendigkeit, dass Bibliotheken im Allgemeinen Abholdienste anbieten können.

Es besteht auch kein Wertungswiderspruch zu den übrigen Regelungen in der CoronaVO, da grundsätzlich das Anbieten eines Abholservices („Click and Collect“) in der CoronaVO erlaubt ist (vgl. 1d Abs. 2 CoronaVO).

Eine Klarstellung im Verordnungstext soll voraussichtlich bei der nächsten Änderung der CoronaVO erfolgen.“

Update 11.01.2021:Die ab 11.01.2021 geltende Fassung der Corona-Verordnung untersagt die Öffnung von Bibliotheken.