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Preisträger Publizistenpreis 2000

Dr. Thomas Steinfeld und Dr. Heinrich Wefing


Preisträger 2000  Preisverleihung

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Dr. Thomas Steinfeld

Dr. Thomas Steinfeld

geboren 1954. Studium Germanistik und Musikwissenschaft in Marburg und Berlin. M.A. 1979, Dr. phil 1983 mit einer Arbeit über die Bedeutung der Literatur für Hegels Philosophie der Kunst. Deutschlehrer an der Volksuniversität in Schweden, Übersetzer und Werbetexter. Von 1984 bis 1986 Lektor an der University of Calgary in Kanada, von 1986 bis 1990 Gastprofessor an der Universite de Montreal (deutsche Literatur and Zeitgeschichte). Von 1990 bis 1993 Lektor im Verlag Klett-Cotta, Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart. Seit Januar1994 Redakteur im Literaturblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit Februar 1997 Leiter des Ressorts Literatur und literarisches Leben. Buchveröffentlichungen u.a. "Der grobe Ton. Kleine Logik des gelehrten Anstands" (Athenäum 1991), "Weimar" (Klett-Cotta 1998), "Riff. Tonspuren des Lebens" (DuMont 2000).

 

Aus der Begründung zur Preisverleihung:

Über viele Jahre hat Dr. Thomas Steinfeld, verantwortlich für Literatur und Literarisches Leben in der Redaktion der FAZ, die Rolle der Bibliotheken als Bewahrer und Vermittler von Literatur beobachtet. Sein besonderes Augenmerk galt der Stiftung Weimarer Klassik und ihren Bibliotheken mit unersetzlichen, aber vom Verfall der Gebäude bedrohten Kulturgütern. Der Literaturwissenschaftler Steinfeld verwandelte sich zum Kulturpolitiker: Er alarmierte die Öffentlichkeit über den Zustand der Bausubstanz, forderte rasche Sanierung, prangerte die Tatenlosigkeit der Verantwortlichen an und gewann den Verlag der FAZ für einen ganzseitigen kostenlosen Spendenaufruf. Seine von der Redaktion unterstützte Lobbyarbeit, die mehr als 11 Millionen DM Spenden zugunsten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek erbrachte, ist ein herausragendes Beispiel für sachkundiges und effizientes journalistisches Engagement.


Dr. Heinrich Wefing

Dr. Heinrich Wefing

geboren 1965 in Darmstadt, aufgewachsen in Hamburg, studierte die Rechte in Bonn und Freiburg. 1994 Promotion mit einer Arbeit über "Parlamentsarchitektur. Zur Selbstdarstellung der Demokratie in ihren Bauwerken". Nach dem zweiten Staatsexamen im Oktober 1995 führten zwei Hospitanzen, eine im politischen Ressort der ZEIT, eine im Feuilleton der FAZ, in den Journalismus. Im September 1996 Eintritt in die Feuilletonredaktion dieser Zeitung, seit 1. März 1997 Kulturkorrespondent in Berlin. 1998 Kritikerpreis der Bundesarchitektenkammer. 1998 erschien "Der Neue Potsdamer Platz. Ein Kunststück Stadt", 1999 "Dem Deutschen Volke. Der Bundestag im Berliner Reichstagsgebäude".

 

Aus der Begründung zur Preisverleihung:

Die kulturpolitische Bedeutung der Bibliotheken bildet einen Schwerpunkt auch in der kontinuierlichen Berichterstattung des Berliner Korrespondenten im FAZ-Feuilleton Dr. Heinrich Wefing. Bibliothekarische Aspekte der Hauptstadtkultur - vor allem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatsbibliothek - werden von ihm kenntnisreich und kritisch, wohlinformiert auch über geschichtliche und bibliotheksfachliche Hintergründe, beobachtet und in elegantem, mit Ironie gewürztem Stil der Öffentlichkeit vermittelt. Dies gilt ebenso für seine architekturkritischen Beiträge, etwa über die neue Fachhochschulbibliothek Eberswalde, wie für seine fundierte Darstellung des politisch und rechtlich heiklen Falles "Depositum Danzig" in der Universitätsbibliothek Bremen.

Beide Journalisten haben mit ihrer aufklärerischen Berichterstattung die Bibliotheken und ihren Auftrag als Institutionen des kulturellen Gedächtnisses wesentlich unterstützt. Verbunden mit der Anerkennung der Preisträger spricht der dbv seinen Dank auch der FAZ dafür aus, dass sie ihren Journalisten ein Forum bietet, die Öffentlichkeit über wichtige Ereignisse des Bibliothekswesens von nationaler Bedeutung zu unterrichten.

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