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Bibliothek des Jahres

Die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres" ist der einzige nationale Bibliothekspreis in Deutschland und wird gemeinsam vom Deutschen Bibliotheksverband und Deutsche Telekom Stiftung vergeben.

Mit dieser Auszeichnung soll ein Beitrag zum Image der Bibliotheken in der digitalen Welt geleistet werden. Die Auszeichnung würdigt Bibliotheken aller Sparten und Größen.

  • Ausgezeichnet wird vorbildliche und innovative Bibliotheksarbeit unter Nutzung von digitalen Angeboten und Services, auch in Teilbereichen.  
  • Die Auszeichnung soll Bibliotheken im Wettbewerb um Qualität und Innovation motivieren.
  • Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Ein Teil des Preisgeldes soll für eine Veranstaltung zum Themenbereich „Digitalisierung“ eingesetzt werden.
  • Vorschlagsberechtigt sind die Sektionen, Landesverbände und Kommissionen des dbv sowie die Jurymitglieder. Eine Eigenbewerbung ist ebenfalls möglich. Bewerbungen können wiederholt eingereicht werden.

Für die Auszeichnung der Bibliothek sind maßgebend:

  • die Qualität und Innovation der bibliothekarischen Arbeit
  • ihr kreativer Einsatz von digitalen Möglichkeiten
  • ihre Zukunftsorientierung
  • ihre nachhaltige Wirkung
  • ihre attraktiven Serviceleistungen
  • ihre medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit
  • ihr überregionales/internationales Engagement  
  • ihre (lokale, regionale, internationale) Vernetzung
  • die Qualität der Bewerbungsunterlagen

Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen

Erstmals wird 2020 auch die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen“ für vorbildliche und innovative Bereiche einer Bibliothek verliehen.

Mit dieser Auszeichnung soll ein Beitrag zum Image der Bibliotheken in den kleinen Kommunen und Regionen geleistet werden. Die Auszeichnung würdigt Bibliotheken aller Sparten in Städte und Gemeinden mit bis zu 50.000 Einwohnern.

  • Ausgezeichnet wird vorbildliche und innovative Bibliotheksarbeit auch in Teilbereichen (z.B. Veranstaltungsarbeit, Bibliothek und Bildung, Integration, Informationskompetenz u.a.).
  • Die Auszeichnung soll Motivation der Bibliotheken im Wettbewerb um Qualität und Innovation sein.
  • Der Preis ist mit 7.000 Euro dotiert.

Bisherige Preisträger sprechen über ihre Erfahrungen

  • „Mit den seit der Preisgewinnung verflossenen Jahren wähnt man Patina auf der gut im Innenraum sichtbaren Plakette zur ‚Bibliothek des Jahres‘. Das ist ein Irrtum, es findet ungebrochen seine Erwähnung vor Gästen und Neuankömmlingen an der Hochschule. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist der gewonnene Teamspirit zu Veränderungen, ganz dem Bonmot Gustav Heinemann folgend (1969-74 Bundespräsident): ‚Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.‘“
    Frank Seeliger, Hochschulbibliothek der TH Wildau (Preisträger 2012)

  • „Die Auszeichnung als „Bibliothek des Jahres 2016“ war eine große Überraschung für die Verwaltungsspitze und die Öffentlichkeit. Nicht nur anlässlich der Preisverleihung rückten wir in den Fokus der Aufmerksamkeit, sondern auch noch lange danach. Das die vergleichsweise kleine Stadtbücherei Hilden neben deutlich größeren Bibliotheken diese Auszeichnung erhalten hat, führte zu einer Aufwertung der Einrichtung in der Stadt und auch deutlich darüber hinaus.“
    Silke Liesenkloß, Stadtbücherei Hilden (Preisträger 2016)

  • „Die Bewerbung um den Preis zur ‚Bibliothek des Jahres‘ war von einer intensiven Auseinandersetzung mit unserem Profil und unseren Wirkungsfeldern begleitet. So ist schon die Entscheidung für die Bewerbung gewinnbringend für das Selbstverständnis eines Hauses. Neben der Freude über die Auszeichnung hatten wir ein bemerkenswertes, langanhaltendes Presseecho. Noch Monate nach der Verleihung wurden wir von Fachpresse wie dem Deutschen Schulportal oder den Mitteilungen des Deutschen Städtetags um Porträts der Stadtbücherei angefragt.“
    Dr. Sabine Homilius, Stadtbücherei Frankfurt am Main (Preisträger 2018)

  • „Die Auszeichnung als „Bibliothek des Jahres“ brachte der Stadtbibliothek Köln große Aufmerksamkeit in der Stadtgesellschaft und motivierte die politischen Entscheidungsträger, verstärkt in die Bibliothek zu investieren. Dieser positive Effekt ist auch nach mehreren Jahren noch zu spüren und beflügelt auch weiterhin unser Team. Ich habe dies sowohl in Würzburg, als auch in Köln erlebt und halte deshalb solche Auszeichnungen im bibliothekspolitischen Kontext für äußerst wichtig und unterstützend.“
    Dr. Hannelore Vogt, Stadtbibliothek Köln (Preisträger 2015 und Preisträger 2003 mit der Stadtbibliothek Würzburg)

  • "Das Preisgeld hat uns den Start des Projekts 'Netzwerk Lesen Biberach' ermöglicht, in dem alle 55 lokalen Bildungseinrichtungen mit dem Ziel der Förderung der Lese-, Medien- und Informationskompetenz zusammen geschlossen sind. Und das wiederum wurde 2017 mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet. Sowohl bei Kunden als auch in der Lokalpolitik hat die Auszeichnung als 'Bibliothek des Jahres 2009' einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auch nach 10 Jahren gelten wir als 'Ausgezeichnete Bibliothek'."
    Frank Raumel, Stadtbücherei Biberach an der Riß (Preisträger 2009)

  • „Die Bücherei ist ein Teil des Gefängnisses als Ganzem und spiegelt als Parspro-toto vieles von der Anstalt wider – so auch die ehemalige „Bibliothek des Jahres 2007“ von der gut 160jährigen Geschichte der denkmalgeschützten JVA Münster. Die Bewerbung um den Deutschen Bibliothekspreis 2007 war seit 2006 Teil des jährlichen Entwicklungskonzepts, welches zwischen der Anstaltsleitung und dem Bibliothekar der Fachstelle Bibliotheksarbeit im Justizvollzug Westfalen-Lippe in der JVA Münster geschlossen wurde und basierte u.a. auf der räumlichen und konzeptionellen Erneuerung der Bücherei 2005 unter Beteiligung nahezu aller Betriebe der Anstalt, der Gründung des bundesweit ausgerichteten Fördervereins Gefangenenbüchereien 2006 und langjähriger Integration in die bibliothekarische Fachöffentlichkeit. Die Resonanz auf den Bibliothekspreis war riesig und hält an. Das Preisgeld wurde über mehrere Jahre in verschiedenen Projekten angelegt, die teilweise mit Landesmitteln und durch den Förderverein Gefangenenbüchereien e.V. zusätzlich unterstützt wurden: z.B. 2008 eine Lesung von Erich Loest, 2013 internationales Fachtreffen, Herausgabe des Fachbuchs „Bücher öffnen Welten: Medienangebote für Menschen in Haft in Deutschland und international“ bei de Gruyter, die Ausstellung „Alphabetisierung als Menschenreicht“ und Einrichtung eines Entspannungsraums nach dem Model einer Q-Thek.“
    Gerhard Peschers, Fachstelle Bibliothekswesen im Justizvollzug Münster (Preisträger 2007)