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Dienstag 05.03.13

Zweites „Round-Table-Gespräch“ über Optionen und Konzepte zur Kooperation von Volkshochschulen und Bibliotheken am 4. März 2013 in der VHS Bingen

Pressemitteilung des LV Rheinland-Pfalz

Am 4. März 2013 fand in der VHS Bingen ein 2. „Round-Table-Gespräch“ mit Vertretern aus Volkshochschulen und Bibliotheken mit dem Thema „Gemeinsam Zukunft gestalten – Optionen und Konzepte der Kooperation“ statt. Eingeladen hatten der Landesverband Rheinland-Pfalz im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.

Die Veranstaltung in Bingen setzte das 1. „Round-Table-Gespräch“ vom Februar 2011 fort, bei dem Volkshochschulen und Bibliotheken erstmals über weitergehende Kooperationsmöglichkeiten diskutierten. Im Oktober 2011 hatten beide Verbände eine umfangreiche Umfrage unter ihren Mitgliedseinrichtungen durchgeführt, die eine gute Übersicht der Gegebenheiten vor Ort aufzeigte. Im Juni 2012 unterzeichneten sie eine „Kooperationsvereinbarung“, in der Leitlinien der Zusammenarbeit formuliert wurden. Das 2. Round-Table diente dem Zweck, die Kooperationsvereinbarung mit Leben zu erfüllen und Bibliotheken wie Volkshochschulen über Best-Practice-Beispiele zu informieren.

Jürgen Seefeldt, dbv-Landesverband, und Mareike Schams, Fachreferentin im Landesverband der Volkshochschulen, informierten zunächst rückblickend über die Umfrageergebnisse und die zentralen Punkte der vereinbarten Leitlinien. Prof. Dr. Richard Stang von der Hochschule der Medien, Stuttgart, zeigte in einem Einführungsreferat wichtige Trends und Forschungsergebnisse aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden auf. Er machte deutlich, dass das Zusammenwirken und vor allem das räumliche und organisatorische Zusammengehen von VHS und Bibliothek in immer mehr Städten als win-win-Situation gesehen wird und entsprechende Bau- und Angebots-Konzepte in zunehmendem Maße zur Realisierung kommen. Zahlreiche Neubauten, in denen Volkshochschule, Bibliotheken, Lernzentrum, Medienwerkstatt, Musikschule und ggf. Museum integriert werden, erweisen sich im additiven Sinne als Publikumsmagneten und Frequenzbringer für die Innenstädte. Gewünschte und notwendige Bildungsziele für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen lassen sich mit kombinierten Einrichtungen deutlich leichter erreichen.

Die abschließend vorgetragenen Beispiele aus Bingen, Speyer und Trier, in denen engste Kooperation bereits räumlich, organisatorisch und inhaltlich gelebt wird, sind als Good-Practice-Beispiele zur Nachahmung empfohlen. Da jede örtliche Situation anders ist, sind flexible Lösungen gefragt. Dbv-Landesvorsitzender Manfred Geis resümierte: „Wichtig für die Zukunft ist, dass sich althergebrachte Bilder von Bibliotheken und Volkshochschulen in den Köpfen der Politiker verändern und ihre Bereitschaft wächst, beide Einrichtungen als zentrale Kultur- und Bildungszentren zu stärken. Welche Chancen für eng kooperierende oder sogar fusionierte Weiterbildungszentren dieser Art bestehen, hat das heutige Fachgespräch aufgezeigt. Kulturelle Bildung, Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Lese- und Informationskompetenz und Bemühungen um Integration und Inklusion sind in zeitgemäß ausgestattete Bibliotheken und Volkshochschulen gut aufgehoben. Bibliotheken und Volkshochschulen werden so zu wichtigen Orten einer zeitgemäßen Stadtentwicklung.“

Die Landesverbände von VHS und Bibliotheken wollen den 2011 begonnenen Dialog miteinander und mit ihren jeweils rund 75 Mitgliedseinrichtungen in einem zweijährlichen Turnus fortsetzen.

Jürgen Seefeldt, dbv-Landesverband Rheinland-Pfalz

Dateien:
Pressemitteilung dbv-RLP Bingen VHS 01-2013 (34 kB)