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Auf dem Weg in die digitale Zukunft

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erhält Bibliothekspreis der VGH-Stiftung

Pressemitteilung, 14.03.2018

Die VGH-Stiftung zeichnet die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel mit dem Bibliothekspreis 2017 aus. Der Preis würdigt die erfolgreiche und kontinuierliche Weiterentwicklung der altehrwürdigen Bibliotheca Augusta zu einer hybriden Forschungsbibliothek. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Dr. Sabine Schormann, Stiftungsdirektorin der VGH-Stiftung, den Preis an Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

„Die Herzog August Bibliothek ist ein Schatzhaus des Wissens und ein Magnet für Forscherinnen und Forscher aus aller Welt. Sie bewahrt kostbare und einzigartige Werke und ist gleichzeitig Pionier bei der Digitalisierung. Sie besitzt damit großes Entwicklungspotenzial und baut ihre Rolle als zentrale geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsbibliothek derzeit erfolgreich weiter aus. Damit hat die Herzog August Bibliothek wie keine andere Bibliothek einen Preis für die erfolgreiche Transformation von der Tradition in die Moderne verdient“, sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Die Herzog August Bibliothek gestaltet in vorbildlicher Weise den „digital turn“, den Transformationsprozess in den Geistes- und Kulturwissenschaften, und verleiht durch zahlreiche innovative Projekte zur Erschließung und Präsentation ihrer einzigartigen Bestände wie auch durch zukunftsweisende Kooperationen mit renommierten Institutionen des In- und Auslands der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Forschung zur europäischen Kultur- und Geistesgeschichte wichtige Impulse. Damit habe sie ihren Platz im Kreise der großen Forschungsbibliotheken behauptet, lautet das Fazit der Jury. Ausschlaggeben für die Entscheidung waren insbesondere die Nachhaltigkeit, Innovationskraft und die Internationalität, welche die Arbeit der Bibliothek prägen.

„Die Herzog August Bibliothek hat sich als eine außeruniversitäre Forschungsstätte profiliert, die nicht nur ihre Bestände in vorbildlicher Weise erschließt und dauerhaft zugänglich macht, sondern auch der gesamten frühzeitlichen Forschung wichtige Impulse verleiht. Sie gilt deshalb als Prototyp einer modernen Forschungsbibliothek, der die Synthese aus Tradition und Innovation überzeugend gelungen ist“, sagte Felicitas Hundhausen, Direktorin der Universitätsbibliothek Osnabrück und Mitglied der Jury in ihrer Laudatio.

Der Bibliothekspreis wird von der VGH-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Niedersachsen e.V. im Deutschen Bibliotheksverband e.V. jährlich vergeben. Die Preisträgerin wird auf Jury-Vorschlag benannt. Ausgezeichnet werden Spitzenleistungen in unterschiedlichen Bereichen der Bibliotheksarbeit. Damit soll die Bedeutung von Bibliotheken für die Gesellschaft hervorgehoben werden.

„Wir freuen uns, mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel einen Preisträger auszuzeichnen, der sowohl den klassischen Aufgaben einer Bibliothek – dem Aufbau, der Strukturierung und Vermittlung von Wissen – als auch den neuen Anforderungen des digitalen Zeitalters – der Bereitstellung moderner Infrastruktur für die Forschung – in vorbildlicher Weise gerecht wird“, sagte Dr. Sabine Schormann in ihrer Rede.

Der Bibliothekspreis der VGH-Stiftung ist mit 5.000 Euro dotiert, mit ihm sollen Projekte der Bibliothek unterstützt werden. Im Jahr 2015 wurde die Stadtbibliothek Osnabrück für ihr überzeugendes Konzept der Integration von Zuwanderern ausgezeichnet; 2016 erhielt die Gefangenen-Bibliothek Bremen den Preis.

Jurymitglieder 2017:
Günter Bassen, Geschäftsführer der Büchereizentrale Niedersachsen
Henning Bleyl, Journalist, taz nord
Felicitas Hundhausen, Direktorin der Universitätsbibliothek Osnabrück
Ellen van der Loos, Landesverband Niedersachsen e.V. im Deutschen Bibliotheksverband
Dr. Sabine Schormann, Stiftungsdirektorin der VGH-Stiftung