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Donnerstag 13.12.07

10 Punkte für die Berliner Bibliotheken

Pressemitteilung des LV Berlin

„Bei den Mitteln für die Bibliotheken hat der soeben beschlossene Berliner Doppelhaushalt leider keine Akzente gesetzt“, meint Alfred-Mario Molter, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin im Deutschen Bibliotheksverband (dbv). Die Gelder für die Zentral- und Landesbibliothek seien einfach nur fortgeschrieben worden und es bleibe bei der so genannten Abschichtung, wonach die einzelnen Bezirke für die Öffentlichen Bibliotheken zuständig seien. „Das ist nicht das, was wir unter einer offensiven Bildungspolitik verstehen“,
so der ehemalige Abgeordnete und Kulturpolitiker.

Der Vorstand des Landesverbandes Berlin im dbv lege deshalb ein Zehn-Punkte-Programm für die Berliner Bibliotheken vor. Ziel sei die Verbesserung der Versorgung mit Medien für Berlinerinnen und Berliner.
Auch die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Berlin hängt von einer exzellenten Literaturversorgung ab: „im Programm ‚Wissen schafft’ Berlins Zukunft suche man Wissenschaftliche Bibliotheken allerdings vergeblich“, bemängelt der Geschäftsführer Dr. Klaus Ulrich Werner, Bibliothekar an der Freien Universität.

„Wir müssen auch mehr für unsere Kinder und Jugendlichen tun“, fordert Jörg Arndt vom Bibliotheks- und Kulturamt in Mitte. Er bemängelt vor allem, dass es auf Landesebene noch immer nicht zu einer Kooperationsvereinbarung mit der Schulverwaltung gekommen ist.

Dabei seien gerade die Öffentlichen Bibliotheken mit ihren dezentralen und interkulturellen Angeboten besonders geeignet, die Integration zu fördern.
„Bibliotheken gehören in die Mitte“, heißt es deshalb auch bei Punkt Nummer 10. Damit meine man nicht nur den Einzug der Zentral- und Landesbibliothek in den Neubau des Berliner Schlosses, so der Interessenverband. „Wenn, wie bei der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar, nur eine verbrannte Bibliothek eine interessante Bibliothek ist, dann haben wir in unserer Bildungsgesellschaft etwas falsch gemacht“, so der Vorsitzende Molter abschließend.

Der Landesverband Berlin im dbv vertritt die Interessen der Berliner Bibliotheken. Ihm gehören derzeit 65 Bibliotheken unterschiedlichster Art an. Das vollständige Zehn-Punkte-Programm als Anlage.

Kontakt:
Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband e.V.
Alfred-Mario Molter, Vorsitzender
Dr. Klaus Ulrich Werner, Geschäftsführender Vorsitzender,
Tel.: (0 30) 838 588 01
E-Mail: klaus.werner@fu-berlin.de

Dateien:
PM-Berlin-13122007 (65 kB)