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Newsletter Nr. 325 |
Editorial
Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Öffentliche Bibliotheken sonntags mit Personal öffnen und werden damit den wissenschaftlichen Bibliotheken, Museen und Theatern gleichgestellt. Diese Entscheidung hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung in der vergangenen Woche getroffen. Der Gesetzentwurf geht nun in die Ressortabstimmung. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat in seiner Pressemitteilung erklärt, dass Öffentliche Bibliotheken durch das neue Gesetz als lebendige Kultur- und Bildungsorte gestärkt werden und bundesweit größere Spielräume entstehen sollen, damit sie ihre Angebote noch stärker an den Bedürfnissen ihrer Besucher*innen ausrichten können. Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßt diese Entscheidung, macht aber zwei Punkte ganz deutlich: Bei der Gesetzesänderung geht es für die Öffentlichen Bibliotheken um eine Möglichkeit und keine Pflicht, sonntags zu öffnen. Zugleich gilt es, die Rahmenbedingungen für Öffentliche Bibliotheken zu verbessern, damit sie – sofern sie es wollen und können – den Sonntag für die Nutzer*innen auch angemessen ausgestalten können.
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Inhalt1. Aus dem dbv
2. Aus Bildung, Wissenschaft und Kultur
3. Förderung
4. Internationales
5. Termine
6. Presse
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Parlamentarisches Frühstück zur Fortsetzung von „Kultur macht stark“ | Die 27 Programmpartner von „Kultur macht stark“ informierten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages am 09.07.2026 über die Bedeutung des Bundesprogramms für Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen. Der Entwurf der Bundesregierung zum Haushalt 2027 lässt zentrale Fragen zur Zukunft von „Kultur macht stark“ offen. Für eine nahtlose Fortführung ab 2028 braucht es jetzt eine verbindliche Zusage zur Weiterförderung und bedarfsgerechten Finanzierung des Programms. Nur so können Projekte lokaler Bündnisse für Bildung weiter unterstützt werden. Der dbv fördert in dem Programm seit 2013 Maßnahmen der digitalen Leseförderung und Medienkompetenzstärkung.
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Stellungnahme zur EU-Urheberrechtsrichtlinie (DSM-RL) | Der dbv hat sich an einer öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission beteiligt. Die eingereichten Stellungnahmen sollen in die Überprüfung der EU-Urheberrechtsrichtlinie (DSM-RL) einfließen und künftige Reformen zu Künstlicher Intelligenz (KI), Forschung und Innovation unterstützen. Der dbv setzt sich dabei sowohl für den Schutz von Urheberrechten als auch für einen guten Zugang zu Wissen ein. Bibliotheken sollen Werke rechtssicher bereitstellen können, um Bildung und Forschung zu fördern.
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Weitere Informationen aus dem dbv finden Sie auf unserer Webseite.
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| 2 | Aus Bildung, Wissenschaft und Kultur
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Gemeinsames Konzept zur digitalen Langzeitarchivierung | In der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag haben am 24.6.2026 die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), das Bundesarchiv und das Literaturarchiv Marbach ein gemeinsames Konzept zur digitalen Langzeitarchivierung vorgestellt. Darin fordern sie ein auf Dauer angelegtes digitales Langzeitarchiv, das vom Bund finanziert werden soll. In dem Archiv sollen Digitalisate von Texten, Bildern, Ton- und Notendokumente archiviert werden, die von besonderer kultureller Bedeutung sind.
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Feedback zum Demokratie-Guide für Bibliotheken gefragt | Gemeinsam mit Partner*innen wie dem dbv entwickelt die Initiative Faktor D aktuell einen digitalen Demokratie-Guide für Bibliotheken. Die Publikation bündelt konkrete Formate, Methoden und Angebote für die demokratiefördernde Bibliotheksarbeit und soll im Herbst 2026 veröffentlicht werden. Nun werden noch Expert*innen gesucht, die Feedback zum aktuellen Stand geben möchten. Außerdem läuft aktuell eine Umfrage, welche Begleitangebote sich Bibliotheken zum Demokratie-Guide wünschen.
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Deutscher Gemeinsamkeitspreis 2026 | In diesem Jahr vergibt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zum ersten Mal den Deutschen Gemeinsamkeitspreis. Der Preis würdigt Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen. Er wird in den vier Kategorien „Kommunen und öffentliche Einrichtungen“, „Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement“, „Wirtschaft und Arbeitswelt“ sowie „Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen“ vergeben. Eine Bewerbung ist bis zum 16.08.2026 möglich.
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Start2Act-Arbeitshilfe „Partizipation und Prävention ‒ Gemeinsam Kinderschutz stärken“ | Im Rahmen des Programms „Start2Act" der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) wurde eine Arbeitshilfe herausgegeben, die zeigt, wie Kinder und Jugendliche in Projekten zur Gewaltprävention einbezogen werden können. Neben konkreten Projetbeispielen, Interviews mit Fachkräften aus der Kulturellen Bildung und Expert*innen der Prävention (sexualisierter) Gewalt finden sich in der Arbeitshilfe fachliche Beiträge und konkrete Methoden. Die Broschüre kann kostenfrei heruntergeladen werden.
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„Nachgefragt: DDR“ - Veranstaltungsformat für Bibliotheken | Mit „Nachgefragt: DDR“ stellt die Bundesstiftung Aufarbeitung ein bundesweit buchbares Veranstaltungsformat für Einrichtungen mit geeigneter Infrastruktur bereit, darunter auch Bibliotheken. Vorgesehen sind Podiumsgespräche zu „Jungsein in Demokratie & Diktatur“ sowie „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft“. Das Paket umfasst die Vermittlung von Referent*innen, Werbematerialien sowie einen Zuschuss von 1.000 Euro brutto, solange Mittel verfügbar sind.
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Netzwerk Zero: Tagungen in Rostock und Dresden | Unter dem Titel „Netzwerk Zero“ veranstaltet die Kulturstiftung des Bundes (KSB) eine bundesweite Reihe von Tagungen mit regionalen Partnern, um Wissen im Bereich Nachhaltigkeit zu teilen. Die Veranstaltungen greifen dabei auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Förderprogramm „Zero – Klimaneutrale Kunst und Kulturprojekte" sowie aus dem Pilotprojekt „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen" zurück. Mit zwei Tagungen für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Verwaltung wird die Reihe der regionalen Netzwerktreffen in diesem Jahr am 24.09.2026 in Rostock und am 16. und 17.11.2026 in Dresden abgeschlossen.
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Open-Access-Tage in Linz | Die diesjährigen Open-Access-Tage finden vom 28. bis zum 30.09.2026 im österreichischen Linz statt. Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler*innen, Mitarbeiter*innen von Bibliotheken und anderen Einrichtungen der Wissenschaftsinfrastruktur sowie Mitglieder der Wissenschaftsadministration und Verlage. Ziel ist es Möglichkeiten, Bedingungen und Perspektiven des wissenschaftlichen Publizierens zu diskutieren.
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Ausschreibungen der „Kultur macht stark“- Programmpartner*innen | Neben Fördermitteln aus dem dbv-Projekt „Gemeinsam Digital“, können Bibliotheken auch Fördermittel bei anderen „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“-Programmpartnern beantragen. Unterstützt werden außerschulische Projekte der kulturellen Bildung mit lokalen Partnern, die Kindern und Jugendlichen mit erschwertem Bildungszugang niedrigschwellige Kulturangebote eröffnen.
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DFG-Förderung für Forschung und Informationsinfrastruktur | Die Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) eröffnet mit „Kombination Forschung und Infrastruktur“ eine neue Option, Sachbeihilfe- und LIS-Anträge koordiniert einzureichen. Unterstützt werden Vorhaben, die fachwissenschaftliche Erkenntnisinteressen mit digitalen Informationssystemen, Dateninfrastrukturen, Sammlungserschließung oder Forschungssoftware verbinden. Antragsberechtigt sind Personen und Einrichtungen nach den Regularien der jeweiligen DFG-Programme. Eine Einreichung ist jederzeit möglich; empfohlen wird die vorherige Abstimmung mit der DFG-Geschäftsstelle.
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Weitere Termine und Nachrichten zum Thema Fördermittel finden Sie auf dem Bibliotheksportal.
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Europaweite Umfrage zu politischer Einflussnahme auf Bibliotheken | Der Europäische Bibliotheksverband (EBLIDA) führt im Rahmen seines ELAN-Projekts eine internationale Umfrage durch. Sie zielt darauf ab zu verstehen, wie politische Rahmenbedingungen die tägliche Arbeit, die Entscheidungsfindung und die langfristige Entwicklung von Bibliotheken in ganz Europa beeinflussen. Bibliotheksmitarbeitende sind eingeladen, bis zum 31.07.2026 an der Umfrage teilzunehmen.
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Europäischer Tag der Public Domain | Jedes Jahr am 1. Januar erlischt das Urheberrecht an bestimmten Werken und geht in die sogenannte Public Domain (Gemeinfreiheit) über. Am 21.01.2027 wird in der belgischen Royal Library der Europäische Tag der Public Domain begangen. Für das inhaltliche Programm können bis zum 30.09.2026 Vorschläge für Lightning Talks, Vorträge und Workshops eingereicht werden.
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Weitere Termine und Nachrichten aus dem Bereich Internationales finden Sie auf dem Bibliotheksportal
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