Ein Online-Seminar der EU- und Drittmittelberatung von knb und dbv

Termin: 17. September 2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Plattform: Edudip
Referentin: Carina Böttcher, Referentin für EU- und Drittmittelberatung von knb und dbv

Lesen gehört zu den grundlegenden Kulturtechniken moderner Gesellschaften, durch die Wissen erschlossen, eigenständige Urteilsbildung ermöglicht und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eröffnet wird. Dass diese Voraussetzung keineswegs für alle Kinder gleichermaßen gegeben ist, belegt die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung 2021 (IGLU 2021, vgl. S. 15 ff.). Demnach erreicht rund jedes vierte Kind in Deutschland am Ende der Grundschule den international definierten Mindeststandard im Lesen nicht.

Für die Einzelnen kann unzureichende Lesekompetenz Bildungs- und Berufswege begrenzen, die selbstständige Orientierung in einer komplexen Informationswelt erschweren. Gesellschaftlich trägt sie dazu bei, bestehende Ungleichheiten zu verfestigen, Teilhabechancen zu beschneiden und die Grundlage einer informierten Öffentlichkeit zu schwächen. Öffentliche Bibliotheken können hier mit niedrigschwelligen Angeboten gezielt ansetzen und Kindern und Jugendlichen erweiterte Zugänge zum Lesen eröffnen.

Das Online-Seminar hat an diese Befunde angeknüpft und anhand ausgewählter Praxisbeispiele gezeigt, wie Öffentliche Bibliotheken mit gezielten Projekten zur Leseförderung beitragen und welche Fördermöglichkeiten hierfür zur Verfügung stehen. Ziel war es, Fördermöglichkeiten fundiert einzuordnen und geeignete Programme für eigene Projektideen gezielt auswählen zu können.

Im Mittelpunkt standen:

  • aktuelle Befunde zur Lesekompetenz
  • Praxisbeispiele aus Öffentlichen Bibliotheken
  • Merkmale förderfähiger Projektvorhaben
  • typische Kosten und Finanzierungsbausteine
  • Förderprogramme für Leseförderung und ihre Einsatzmöglichkeiten