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Wiedereröffnungen

Empfehlungen des dbv

Empfehlungen des dbv für die Wiedereröffnung von Bibliotheken
(Stand: 24.04.2020)

Bibliotheken können nach dem gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss am 15.04.2020 unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Wahrung des Abstands von 1,5 bis 2 m wieder geöffnet werden. Welche Bibliothekssparte zu welchem Zeitpunkt öffnen kann, ist in den einzelnen Verordnungen der Bundesländer (siehe unten) festgelegt.

Darüber hinaus sind viele Detailfragen mit dem Träger vor Ort zu klären, die z.B. bauliche, räumliche, finanzielle oder nachfragebezogene Rahmenbedingungen betreffen. Voraussetzung für die Wiedereröffnung ist die strikte Umsetzung von Maßnahmen zur Einhaltung von Hygienestandards, Kontaktbeschränkungen, Zugangsbeschränkungen und damit Angebotsbeschränkungen.

Die aufgelisteten Punkte sollen als Anregung verstanden, individuell überprüft und in einem lokalen Konzept bzw. Hygieneplan bedarfsgerecht festgelegt werden. Für weitere Hinweise sind wir dankbar: dbv@bibliotheksverband.de

Bei einer Wiedereröffnung der Bibliothek ist der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 16. April 2020 veröffentlichte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard zu beachten. Die dort genannten Maßnahmen „verfolgen das Ziel, durch die Unterbrechung der Infektionsketten die Bevölkerung zu schützen, die Gesundheit von Beschäftigten zusichern, die wirtschaftliche Aktivität wiederherzustellen und zugleich einen mittelfristig andauernden Zustand flacher Infektionskurven herzustellen.“ Die Bundesregierung empfiehlt daher den neuen Arbeitsschutzstandard SARS-CoV-2


Bund-Länder-Beschluss

In dem gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss zu den „Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID19-Epidemie“ vom 15.04.2020 heißt es: „Bibliotheken und Archive können unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.“ Dies bleibt auch nach dem Bund-Länder Beschluss vom 6. Mai 2020 gültig. Die gemeinsamen Bund-Länder-Beschlüsse werden durch Verordnungen auf Bundeslandebene konkretisiert.

Im Folgenden haben wir die vorliegenden Verordnungen der Bundesländer zusammengetragen. Diese Liste wird fortlaufend aktualisiert.
 

Verordnungen der Bundesländer (Stand: 11. Mai 2020)



Baden-Württemberg

Corona-Verordnung in der ab 11. Mai 2020 gültigen Fassung
In Baden-Württemberg sind Bibliotheken, auch an Hochschulen, und Archive, von der Einschränkung des Betriebs von Einrichtungen ausgenommen. Die Verordnung gilt bis zum 15. Juni 2020.

Bayern

Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (4. BayIfSMV) vom 5. Mai 2020 geändert durch die Verordnung zur Änderung der Dritten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 7. Mai 2020

In Bayern darf in öffentlichen Bibliotheken einschließlich Leih- und Hochschulbibliotheken sowie staatlichen Archiven nicht mehr als ein Besucher je 20 m2 zugänglicher Bibliotheks- oder Archivfläche zugelassen werden. Die Verordnung gilt bis zum 17. Mai 2020.

Berlin

Sechste Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 07. Mai 2020

In Berlin dürfen Öffentliche Bibliotheken unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Einhaltung von Hygieneregeln für den Leihbetrieb geöffnet werden. Archive dürfen ihre Lesesäle unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Einhaltung von Hygieneregeln nach ab dem 11. Mai 2020 öffnen. Zur Steuerung des Zutritts und Sicherung des Mindestabstandes gilt ein Richtwert von einer Person pro 10 qm der reinen Ausstellungsfläche. Die Verordnung gilt bis zum 5. Juni.

Brandenburg

Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung - SARS-CoV-2-EindV) vom 8. Mai 2020

In Brandenburg ist die Nutzung von Bibliotheken und Archiven vom Verbot von Veranstaltungen, Versammlungen, Ansammlungen, Zusammenkünfte ausgenommen. Die Verordnung gilt bis zum 5. Juni 2020.

Bremen 

Zweite Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Zweite Coronaverordnung) vom 6. Mai 2020
 
In Bremen sind Bibliotheken und Archive für den Publikumsverkehr zugelassen. Die Verordnung gilt bis zum 20. Mai 2020.

Hamburg

Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung - HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO) Vom 2. April 2020 (gültig ab 6. Mai 2020)

In Hamburg können Bibliotheken und Archive für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Die anwesenden Personen müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. Die Betreiber der Einrichtung müssen das Infektionsrisiko der anwesenden Personen durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen reduzieren. Die Verordnung gilt, mit einigen Ausnahmen, bis zum 31. Mai 2020.

Hessen

Zehnte Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona­Virus vom 7. Mai 2020

In Hessen können Bibliotheken und Archive seit dem 20. April 2020 wieder öffnen. Die Verordnung gilt bis zum 5. Juni 2020. Das Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat Infektionsschutzempfehlungen für Hessische Bibliotheken veröffentlicht, die hier nachzulesen sind.

Mecklenburg-Vorpommern

Verordnung der Landesregierung MV zum Übergang nach den Corona-Schutz-Maßnahmen (Corona-Übergangs-LVO MV) vom 8. Mai 2020

In Mecklenburg-Vorpommern sind Bibliotheken und Archive von der Schließung für den Publikumsverkehr ausgenommen. Die Verordnung gilt bis zum 10. Juni 2020.

Niedersachsen

Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai 2020

In Niedersachsen können Bibliotheken seit dem 20. April 2020 wieder öffnen. Die Verordnung gilt bis zum 27. Mai 2020.

Nordrhein-Westfalen

Vierte Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV vom 8. Mai 2020
 
In Nordrhein-Westfalen haben Bibliotheken, einschließlich Hochschulbibliotheken und Archive den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und dürfen den Zugang nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 1,5 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) gestatten. Die Verordnung gilt bis zum 25. Mai 2020.

Am 23. April 2020 hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen eine Allgemeinverfügung zur Durchführung von Lehr- und Praxisveranstaltungen sowie Prüfungen an den Hochschulen im Land veröffentlicht, das für die wissenschaftliche Bibliotheken in NRW relevant ist und hier abgerufen werden kann.

Rheinland-Pfalz

Sechste Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (6. CoBeLVO) vom 8. Mai 2020

In Rheinland-Pfalz dürfen Büchereien, Bibliotheken und Archive unter Beachtung von Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen öffnen. Die Verordnung gilt bis zum 24. Mai 2020.

Saarland 

Neufassung der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 02. Mai 2020 (am 04. Mai 2020 in Kraft)

Das Aufsuchen von Bibliotheken und Archiven ist im Saarland in der neuen Verordnung nicht mehr untersagt. Die Verordnung gilt bis zum 17. Mai 2020.

Sachsen

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 (Sächsische Corona-Schutz-Verordnung – SächsCoronaSchVO) vom 30. April 2020

In Sachsen ist die Öffnung von Fachbibliotheken, Bibliotheken ausschließlich zur Medienausleihe und Archiven erlaubt. Die Verordnung gilt bis zum 20. Mai 2020. Das Kabinett soll am 12. Mai über eine neue Verordnung abstimmen.
 

Sachsen-Anhalt

Fünfte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt vom 2. Mai 2020

In Sachsen-Anhalt dürfen Öffentliche Bibliotheken und Archive nur für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn sichergestellt wird, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie Zugangsbegrenzungen eingehalten werden. Zur teilweisen Öffnung der Hochschulen wird das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Digitalisierung ermächtigt, erforderliche Regelungen zu treffen. Dies umfasst auch Regelungen zu weiteren notwendigen Einrichtungen, wie zum Beispiel Bibliotheken und Archive. Die Verordnung gilt bis zum 27. Mai 2020.

Schleswig-Holstein 

Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 1. Mai 2020 (in der ab 09. Mai 2020 geltenden Fassung)

In Schleswig-Holstein dürfen öffentliche Bibliotheken und Archive unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen geöffnet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch vorbestellte und reservierte Waren von Besucherinnen und Besuchern abgeholt werden, sofern ein direkter Kontakt zum Bibliothekspersonal vermieden wird und eine angemessene Vereinzelung der Wartenden gewährleistet ist. Darüber hinaus müssen Besucherinnen und Besucher mit Kontaktdaten registriert werden. Für Hochschulbibliotheken können die Hochschulen Ausnahmen für Studierende zum Zweck des Selbststudiums und zum Fertigstellen von Abschlussarbeiten sowie für Forschende und für Lehrpersonal zulassen, soweit es zur Vorbereitung der Lehre im Sommersemester 2020 erforderlich ist. Die Verordnung gilt bis zum 17. Mai 2020.

Thüringen

Zweite Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 2. Mai 2020

In Thüringen dürfen Bibliotheken unter Beachtung und Einhaltung der Hygienevorschriften geöffnet werden. Die Verordnung gilt bis zum 25. Mai 2020.