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Donnerstag 09.05.19

Berlin braucht leistungsstarke Bibliotheken - Positionspapier für eine vernetzte Bibliothekslandschaft an den Kultursenator übergeben

Pressemitteilung des Landesverbandes Berlin

Der Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband e.V. hat am 29. April 2019 an den Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs ein Positionspapier für eine vernetzte Bibliothekslandschaft für Berlin übergeben.

Der Berliner Bibliotheksverband reagiert damit auf die Planung des Berliner Senats, innerhalb der Legislaturperiode 2016-2021 einen gesamtstädtischen Bibliotheksentwicklungsplan erarbeiten zu wollen. In dem 22-seitigen Papier wird neben Forderungen zur Entwicklung der Öffentlichen und der Wissenschaftlichen Bibliotheken beschrieben, warum ein auf Kooperation ausgerichtetes Bibliotheksnetzwerk für die wachsende Hauptstadt von Bedeutung ist und welche Maßnahmen und Projekte benötigt werden, um Bibliotheken aller Sparten so aufzustellen und auszustatten, dass sie die an sie gerichteten Herausforderungen in der Zukunft erfolgreich meistern können.

Neben einer adäquaten Personal- und Finanzausstattung für die über 80 Öffentlichen Bibliotheken, für die rund 260 Schulbibliotheken sowie für die 13 staatlichen Universitäts- und Hochschulbibliotheken und über 100 Spezial- und Forschungsbibliotheken in staatlicher Trägerschaft werden in dem Positionspapier auch Qualitäts- und Leistungsstandards sowie Maßnahmen zur Digitalisierung und zur Verbesserung der Tarifstruktur für die in Bibliotheken Beschäftigten gefordert. Als vernetzende Klammer schlägt der Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv Berlin) u.a. vor, für alle landesfinanzierten Bibliothekseinrichtungen einen gemeinsamen Leseausweis zu entwickeln. Diesen gibt es bisher nur für die bezirklichen Stadtbibliotheken und für die Zentral- und Landesbibliothek Berlin im Verbund der Berliner Öffentlichen Bibliotheken (VÖBB). Warum solch ein spartenübergreifendes Denken wichtig ist, wird anhand von Bibliotheksgeschichten aufgezeigt, die im Jahr 2025 spielen, wie z.B. die der 17-jährigen Charleene, die für Ausbildung und Hobby sowohl Schul-, Stadt- als auch Universitätsbibliotheken nutzt.

„Bibliotheken liefern Wissen und Informationen, garantieren Bildung und fördern kreative Köpfe. Als grundsätzlich öffentlich zugängliche Orte für die Bürger*innen Berlins fördern sie – nicht zuletzt in sozialer Hinsicht – Integration und Vielfalt in der Stadtgesellschaft“ betont Christiane Hoff, Vorsitzende des Landesverbands Berlin im
Deutschen Bibliotheksverband e.V. Neben einem Dank an den Kultursenator, dass es gelungen ist, für die Öffentlichen Bibliotheken der Stadt in den nächsten Jahren 33 Mio. Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds“ (SIWANA) zu erhalten, richteten die Vorstandsmitglieder aber auch einen Appell an alle für den Betrieb der Bibliotheken zuständigen Träger wie z.B. die Bezirke und die Universitäten. Es reiche nicht, betonten sie, einmalig Investitionsmittel bereitzustellen, sondern nach Jahren der Einsparung in Bibliotheken müssen jetzt auch die Träger ihrer Verantwortung für den Erhalt und Ausbau ihrer Bibliotheken gerecht werden. Frau Hoff: „Nun liegt es auch an den Bezirksverantwortlichen und an den Hochschulen, ob und wie sich die kommenden Haushalte und damit die Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken langfristig entwickeln.“

Das Positionspapier finden Sie im OpenAccess

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V.
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 60 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken
in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehören auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlagen für Wissenschaft und Information sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.

Kontakt:
Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband e.V.
Christiane Hoff, Vorsitzende
Tel.: 030 - 449 2103
E-Mail: geschaeftsstelle@be.bibliotheksverband.de
Mehr Informationen: www.bibliotheksverband.de/landesverbaende/berlin.html

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