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Freitag 26.06.20

EU-Ratspräsidentschaft: dbv fordert, Bibliotheken stärker in EU-Initiativen einzubinden

Pressemitteilung des dbv

Am 1. Juli 2020 beginnt die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Schwerpunkt wird die gemeinsame Bewältigung der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sein. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf wirtschaftlicher Erholung, sondern auch auf der Stärkung des Zusammenhalts und der Förderung der Digitalisierung. Hier leisten Bibliotheken einen wichtigen Beitrag. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) fordert die Bundesregierung im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft daher dazu auf, Bibliotheken in entsprechende EU-Programme und -Initiativen explizit aufzunehmen und mitzudenken.

Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes: „Bibliotheken sind wichtige Ankerinstitutionen für unsere Gesellschaft: Sie bieten niederschwellig Zugang zu Wissen und Information und sind generationsübergreifende Treffpunkte, Veranstaltungsorte für den gesellschaftlichen Diskurs, Lern- und Erfahrungsräume. Gerade in Krisenzeiten, in denen viele Menschen von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen sind, oder Schüler*innen und Studierende Schulen oder Hochschulen nur eingeschränkt besuchen können, bieten Bibliotheken Zugang zu Bildung und Information und die Möglichkeit, niederschwellig am kulturellen Leben teilzuhaben. Bei Initiativen und Programmen, die den Zusammenhalt und die digitale Teilhabe in Europa fördern, müssen Bibliotheken deshalb unbedingt einbezogen werden.“

Insbesondere im Bereich der Digitalisierung übernehmen Bibliotheken eine wichtige Rolle: Sie verleihen digitale Medien wie E-Books oder bieten Filmstreamings an, sie vermitteln den Umgang mit digitalen Medien an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und organisieren digitale Veranstaltungen wie Webinare, Lesungen oder Diskussionsrunden. Gerade während der Corona-Zeit haben viele Bibliotheken ihr digitales Angebot erweitert und so dazu beigetragen, die Menschen digital miteinander zu verbinden.

Bei der Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben sind für Bibliotheken EU-Programme wie das Kulturförderprogramm „Kreatives Europa“, das Forschungsprogramm „Horizont 2020“ (bzw. das zukünftige Programm „Horizont Europa“) oder die Investitions- und Strukturfonds sehr wichtig. Damit Bibliotheken gemeinsam auf europäischem Niveau zu lebenslangem Lernen und sozialer Teilhabe beitragen können, müssen sie in Zukunft in der Entwicklung von EU-Initiativen stärker mitgedacht werden.

Der Deutsche Bibliotheksverband

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.100 Mitgliedern bundesweit rund 10.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Mio. Nutzer*innen. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürger*innen freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürger*innen.
www.bibliotheksverband.de


Pressekontakt

Kristin Bäßler
Leitung Kommunikation / Pressesprecherin
baessler@bibliotheksverband.de
T + 49 (0)30 644 98 99 25