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Dienstag 12.12.17

Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßt das neue Förderprogramm für Stadtbibliotheken der Kulturstiftung des Bundes

Pressemitteilung

12. Dezember 2017   
    
Berlin. Die Kulturstiftung des Bundes legt mit ihrem neuen Programm Stadtbibliotheken – Raum für Veränderung erstmals ein Programm auf, das Transformationsprozesse in deutschen Stadtbibliotheken fördern soll. Für dieses Programm stellt die Kulturstiftung von 2018 bis 2022 insgesamt 5,6 Mio. Euro für Projekte an etwa fünfzig Orten zur Verfügung. Damit will die Stiftung die Rolle von Bibliotheken als „Drittem Ort“ für die moderne Stadtgesellschaft stärken und ihnen ermöglichen, mit neuen Angeboten und in Zusammenarbeit mit Partnern aus Kunst, Kultur, Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft auf den digitalen Wandel und die demographische Entwicklung hin zu reagieren. Die Fördergrundsätze für die öffentliche Ausschreibung werden im Februar 2018 veröffentlicht.

Barbara Lison, Bundesvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, sagt: „Ich freue mich außerordentlich über die Entscheidung der Kulturstiftung des Bundes, zukünftig Stadtbibliotheken dabei zu unterstützen, ihre wichtige Funktion als nichtkommerzielle öffentliche Orte der Begegnung, Wissens- und Kulturvermittlung und ihre Öffnung in die Stadt weiter auszubauen. Hiervon können alle Bürgerinnen und Bürger profitieren, denn ihnen werden die Bibliotheken weitere Nutzungsmöglichkeiten und noch mehr innovative Services anbieten. Gerade in Zeiten der Digitalisierung spielen öffentliche Räume eine entscheidende Rolle für die gesellschaftliche und kulturelle Integration. Bibliotheken sind offen für alle und tragen damit entscheidend zu Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit bei.“

Auch im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes waren in der ersten Förderrunde fünf Bibliotheken erfolgreich: Neben sechs Museen, fünf Theatern und einer Musikschule werden die Stadtbibliothek Köln, die Stadtbibliothek Bremen, die Öffentlichen Bücherhallen Hamburg, die Stadtbibliothek Heilbronn und die Stadtbibliothek Pankow zukünftig von sogenannten Agent/innen bei der engeren Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen unterstützt. Dabei sollen neue Konzepte der Teilhabe vielfältiger Bevölkerungsgruppen an der Ausgestaltung von Kulturangeboten und für Ansätze zur interkulturellen Organisationsentwicklung erarbeitet werden. Die Kultureinrichtungen erhalten im vierjährigen Projektzeitraum je bis zu 360.000 Euro. Herzlichen Glückwunsch!


Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.100 Mitgliedern bundesweit rund 10.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Mio Nutzerinnen und Nutzern. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürgerinnen und Bürgern freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken, insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger.

Kontakt:  Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Maiken Hagemeister, Pressesprecherin und Leitung Kommunikation, Tel.: 0 30/644 98 99 25
E-Mail: hagemeister@bibliotheksverband.de, www.bibliotheksverband.de, www.bibliotheksportal.de