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Mittwoch 06.11.13

Der Landesverband Thüringen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. fordert die Wiederaufhebung der Bibliotheksschließung in Gera

Pressemitteilung des LV Thüringen

Der Landesverband Thüringen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. betrachtet die kritische Situation in Gera mit großer Sorge. Hier hat Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Viola Hahn, am Abend des 05.11.2013 einen sofortigen Ausgabenstopp der Stadt verfügt. Betroffen davon sind alle sogenannten freiwilligen Leistungen, zu denen die Stadt nicht gesetzlich bzw. vertraglich gebunden ist, darunter auch die Stadt- und Regionalbibliothek Gera, welche vorerst geschlossen bleibt.

Der Landesverband Thüringen versteht das Vorgehen von Frau Dr. Hahn als bewusstes Zeichen für die Mitglieder des Stadtrates, in der anberaumten Sondersitzung am kommenden Freitag sich des Ernstes der Lage mehr als bisher bewusst zu sein und das schon fraktionsübergreifend geschnürte Sparmaßnahmenpaket nun tatsächlich auch zu verabschieden und damit auf den Weg der Umsetzung zu bringen.

Sollte die Kommunalpolitik über dieses Zeichen hinaus eine Schließung der Stadt- und Regionalbibliothek tatsächlich in Kauf nehmen, wäre der Schaden für Gera nachhaltig. Bei der Schließung von Bildungseinrichtungen ist der Einspareffekt marginal, wie jeder weiß. Die negativen Folgen der Schließung von Bildungseinrichtungen hingegen sind gravierend: Bildung ist Kapital, ist Grundlage für jede Prosperität und Attraktivität einer Kommune, ihrer Einwohner und potentieller Investoren - ganz zu schweigen vom weit tragenden und bleischwer lastenden Negativ-Image.

In einer Stadt wie Gera, immerhin die drittgrößte Kommune Thüringens, Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken aufs Spiel zu setzen bedeutet, die Stadt, ihre Bedeutung und ihr Gewicht, aufs Spiel zu setzen. Und das kann und darf nicht sein - im Interesse der Stadt Gera, so Dr. Eberhard Kusber, der Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen.