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Freundeskreis des Jahres 2014

© Frauke Wichmann

Auf dem 3. Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im dbv (29. März 2014, Stadtbibliothek Augsburg) wurden die im Rahmen der Ausschreibung "Freundeskreis des Jahres 2014" gewürdigten Vereinigungen bekanntgegeben.

Aufgrund der zahlreichen exzellenten und engagierten Bewerbungen hat sich die Jury dazu entschlossen, neben dem eigentlichen Preisträger auch zwei weitere Freundeskreise bzw. Fördervereine mit "Ehrenvollen Nennungen" auszuzeichnen.

Preisträger des Jahres 2014 ist der Verein "Freunde der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund e.V."

Ehrenvolle Nennungen gingen an den "Förderverein der Stadtbücherei Bad Oeynhausen e.V." sowie an "Literamus e.V. - Förderverein der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen" in Köln.

Die Pressemittleilung des dbv zur Preisverleihung unter: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse.html

Aus den Begründungen der Jury:

1913 gegründet, zählen die „Freunde der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund“ zu den ältesten und wirkungsvollsten Fördervereinen für öffentliche Bibliotheken in Deutschland. Mehr als 500 Mitglieder, ein reges und ambitioniertes Vereinsleben mit jährlichen Bibliotheks-Exkursionen, eine enge Einbindung der Mitglieder in die zahlreichen Veranstaltungen sowie vielfältige und kreative Aktivitäten sind ursächlich für beeindruckende Erfolge bei der Mitgliederwerbung. Der Verein hat sich über die letzten Jahrzehnte hinweg als zuverlässiger und hilfreicher Partner der Bibliothek  erwiesen. Ein besonders qualifizierter Vorstand sorgt für dauerhafte Kontakte in die Stadtpolitik. Die intensive Ansprache von Banken, Firmen und Stiftungen führt jährlich zur Bereitstellung erheblicher Sponsorenmittel, die in den vergangenen Jahren dem Ausbau der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund hin zu einer modernen, zeitgemäßen, in der Bürgerschaft verwurzelten Kultur- und Bildungsinstitution nachhaltig zugute kamen. Hervorzuheben ist auch die professionelle publizistische Arbeit des Vereins, die sich in zahlreichen attraktiv gestalteten Werbemitteln und Broschüren niederschlägt.

In Bad Oeynhausen, einer Kurstadt mit knapp 50.000 Einwohnern, wird die Stadtbücherei von einem Förderverein mit mehr als 300 Mitgliedern unterstützt. Die Zahl macht deutlich, dass hier ein aktiver Freundeskreis zugange ist, dem es in beispielhafter Weise gelingt, Bürger für die Anliegen der Bibliothek zu begeistern. Nicht nur Mitgliedern steht allmonatlich eine beeindruckende Palette von Veranstaltungsangeboten des Vereins offen: Exkursionen, Theater- und Showbesuche, Elternabende und Lesungen. Diverse Ver­anstal­tungsreihen, wie die „SpätLese“, der „SommerLeseClub“ und ein jährlich stattfindendes sommerliches Büchereifest werden vom Verein maßgeblich getragen bzw. unterstützt. Flankiert wird dies durch eine rege Pressearbeit, die die Bücherei und den Verein öffentlichkeitswirksam darstellt. Der Förderverein betreibt zudem für Bürger, die aus gesundheitlichen Gründen die Stadtbücherei nicht aufsuchen können, einen kostenlosen Service – das „Bücher-Mobil“ bringt gewünschte Medien ins Haus.

Als vor 11 Jahren aufgrund akuter Sparmaßnahmen in Köln die Schließung der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen ernsthaft diskutiert wurde, schlossen sich engagierte Bürger unter Beteiligung der Bibliotheksleitung zu einem Förderverein zusammen. Ihr leidenschaftlicher Einsatz hat sich gelohnt. Heute steht dank der stetigen und aktiven Präsenz des Fördervereins  die Stadtteilbibliothek besser da denn je. Aktuell 370 Mitglieder, ein mutiges und kreatives Veranstaltungsprogramm, das aus dem Kulturleben des Stadtteils nicht mehr wegzudenken ist, eine Geschichtswerkstatt, die sich der Historie des Stadtteils widmet, ein wöchentlich stattfindendes Projekt, das Sprachförderung von Frauen mit Migrationshintergrund betreibt – „Literamus“ fördert beispielhaft Literatur, Inklusion und gesellschaftliches Miteinander. Gleichzeitig sorgt der Verein dafür, dass die Stadtteilbibliothek zahlreiche Ansprechpartner in Politik und Stadtgesellschaft findet. Die Beteiligung des Vereins an einem interkulturellen, literarischen Blog wie auch der laufend aktualisierte Webauftritt beweisen, dass „Literamus“ auch gegenüber den neuen Medien aufgeschlossen ist.