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Studie: Ursachen und Gründe zur Nichtnutzung von Bibliotheken in Deutschland

Detailanalyse 14- bis 19-Jährige
Detailanalyse junge Berufstätige ohne Kinder
Detailanalyse über 60-Jährige
Detailanalyse regional


Stellungnahme des dbv und der Stiftung Lesen zur Kritik an der Nichtnutzungsstudie
Datei-Format: pdf, 100 KB


Pressemitteilung
Bibliotheksnutzung im Kindesalter prägt
Studie zu Gründen der Nichtnutzung von Bibliotheken vorgestellt - Potenzial liegt in starken Kooperationen, erweiterten Öffnungszeiten und dem Ausbau des digitalen Angebots
Datei-Format: pdf, 48 KB

Pressekonferenz am 26. April 2012

Öffentliche Bibliotheken ermöglichen den Zugang zu Bildung und Kultur für Menschen aller Generationen und jeder Herkunft. Sie haben ein breites Dienstleistungsspektrum und reagieren zeitnah auf alle neuen Entwicklungen auf dem Medien- und Informationsmarkt.

Neben den physischen und digitalen Medienbeständen bieten Bibliotheken auch spezielle Programme und Veranstaltungen an, die der Verbesserung relevanter Fähigkeiten und Kompetenzen, wie der Lese- und Medienkompetenz, dienen.

Nahezu jeder Dritte ab 14 Jahren hat im vergangenen Jahr das Angebot Öffentlicher Bibliotheken genutzt. Das ergab eine repräsentative Befragung von 1.300 Personen zwischen 14 und 75 Jahren, die vom Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und dem Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen mit Förderung vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durchgeführt wurde.

Warum bleiben viele Bürgerinnen und Bürger den Bibliotheken fern?

Erstmals wurde darin untersucht, warum viele Jugendliche und Erwachsene keine öffentliche Stadt- oder Gemeindebibliothek (mehr) nutzen und welche Möglichkeiten es gibt, sie (zurück-) zugewinnen.

Ziel war es, detaillierte, empirisch fundierte und flächendeckende Erkenntnisse über die Gruppe der Nichtnutzer und deren Gründe für die Nichtnutzung zu gewinnen. Die Rückschlüsse und Empfehlungen können  Bibliotheken bei der Entwicklung individueller Ansprachen und Angebote für die verschiedenen Zielgruppen unterstützen, um Nichtnutzer und ehemaligen Nutzer gezielter zu erreichen und sie (wieder) in die Bibliotheken zu locken.

In einer computerunterstützten Telefonumfrage durch das Feldinstitut IFAK (Taunusstein) wurden 1.300 Bürger zwischen 14 und 75 Jahren befragt. In die repräsentative Umfrage wurden sowohl Nutzer als auch Nichtnutzer von Öffentlichen Bibliotheken eingebunden, um einen direkten Vergleich zwischen diesen beiden Gruppen zu ermöglichen.

Und wie können Bibliotheken Nichtnutzer (wieder) von ihrem Angebot überzeugen?

Die Nicht- bzw. Nicht-Mehr-Nutzer wünschen erweiterte Öffnungszeiten, ansprechendere Räumlichkeiten und ein interessanteres Veranstaltungs- und Medienangebot. Am eindrücklichsten ist jedoch, dass sich der frühe Bibliotheksbesuch auszahlt: 62 Prozent der heutigen Bibliothekskunden haben in ihrer Kindheit mit ihren Eltern eine Bibliothek besucht, bei den Nicht- oder Nicht-Mehr-Nutzern sind dies nur 42 Prozent.

Die Ergebnisse dieser Studie sind im Folgenden zusammengefasst und nachlesbar.

Studie: Ursachen und Gründe zur Nichtnutzung von Bibliotheken in Deutschland (Zusammenfassung)

Studie: Ursachen und Gründe zur Nichtnutzung von Bibliotheken in Deutschland (Langfassung)

Nichtnutzungsstudie: Anhang

Handlungsempfehlungen

Wer in der Kindheit eine Bibliothek besucht hat, bleibt auch in seinem späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit Bibliothekskunde. Kinder müssen Bibliotheken also schon früh als selbstverständlichen Treffpunkt erfahren. Es wird daher empfohlen, verbindliche Kooperationsvereinbarungen zwischen Bibliotheken und Schulen sowie Kindergärten zügig weiter auszubauen, damit auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern erreicht werden, für die ein Bibliotheksbesuch nicht zum Alltag gehört. Hier ist das Engagement der Länder und Kommunen gefordert. Auch Eltern sollen vermehrt mit niedrigschwelligen Angeboten sensibilisiert und aktiviert werden, die sie in die Bibliothek führen und mit den Bibliotheksangeboten in Kontakt bringen.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass in den digitalen Angeboten ein großes Potenzial liegt, weitere Besucher zu gewinnen. Gezielte Investitionen, die eine stärkere Aktualität der Medien sowie eine größere Auswahl an DVDs, CDs und digitalen Medien gestatten sowie eine höhere Anzahl an Internetarbeitsplätzen sind nur einige von vielen konkreten Maßnahmen, mit denen Bibliotheken ihre Attraktivität gerade für junge Menschen steigern können. Hierin liegt sicherlich auch Potenzial, die 14- bis 19-Jährigen auch über die Schulzeit hinaus an Bibliotheken zu binden.

Eine große Chance Bibliotheksbesucher (zurück-)zu gewinnen liegt auch in längeren Öffnungszeiten am Abend und in der Sonntagsöffnung, was eine aktuelle Bundesratsinitiative zur bundesweiten Sonntagsöffnung von Bibliotheken unterstützt. Auch Räumlichkeiten mit mehr Licht und hellen Farben sowie ein interessanteres Veranstaltungs- und Medienangebot mit ungewöhnlichen Anreizen und Events, das neugierig auf die Bibliothek macht, stehen auf der Wunschliste ganz oben. Gut besuchte Veranstaltungen sorgen für mehr Interesse und positive Mundpropaganda.

Die Einrichtung einer Cafeteria gibt der Bibliothek einen weiteren Anziehungspunkt und macht sie zum Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Bei Nichtnutzern, die durch dieses Angebot angelockt werden, kann so ein neues oder wiedergefundenes Interesse geweckt werden. 

Image-Defizite in spezifischen Gruppen ernst nehmen: Bibliotheken sollten versuchen, die Realsituation zu verbessern (wo notwendig) und parallel dazu regionale / lokale Imagekampagnen durchzuführen. Hilfreich ist auch eine „Professionalisierung" der Außenauftritte (Flyer, Website, Plakate usw.) – dadurch erfolgt eine Aufwertung des Angebots auch nach außen.

Neue Distributionswege von Medien für bestimmte Zielgruppen, wie Lieferungen nach Hause (z. B. Senioren) oder an Packstationen (z.B. für junge Berufstätige) könnten in Pilotprojekten getestet werden.

     

Gefördert vom "Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages".

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