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Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen

 

Das bundesweite frühkindliche Leseförderprogramm

Seit dem 15.11.2013 ist das frühkindliche Leseförderprogramm „Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen“, das von der Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt wird, bundesweit in den Bibliotheken.

Die bibliothekarischen Verbände, der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv), der Borromäusverein e.V., das Evangelische Literaturportal e. V., der Sankt Michaelsbund sowie die Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen unterstützen „Lesestart“ aus voller Überzeugung für das gemeinsame Ziel, Kinder frühzeitig an das Lesen heranzuführen.

Die Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland sind die idealen Partner für eine gelingende Umsetzung. Sie ermöglichen mit ihren Angeboten eine flächendeckende Verteilung und gewährleisten, dass das Programm nachhaltig und sozial wirksam wird.

Bislang beteiligen über 4.500 Bibliotheken an „Lesestart“. Interessierte Bibliotheken  finden Informationen unter: http://www.lesestart.de/bibliotheken.html

 

Pressemitteilung
Montag 18. November 2013
Lesestart – Start der zweiten Phase
Leseförderprogramm in Deutschlands Bibliotheken hat begonnen

Filme der Stiftung Lesen zu Lesestart auf You tube:
Film "Lesestart. Drei Meilensteine für das Lesen"

Film zum Start von "Lesestart" in Bibliotheken

 

Das Programm

„Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ begleitet Kinder und Eltern in den entscheidenden frühen Jahren bis zum Eintritt in die Schule. Insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets für Kinder verschiedenen Alters werden in den kommenden Jahren übergeben. Jedes Set umfasst ein altersgerechtes Buch sowie Tipps und Informationsmaterial für die Eltern – die Hinweise, wie sie das Lesen fördern können und welche Angebote es vor Ort gibt, sind zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch enthalten.

  • Lesestart I richtet sich an einjährige Kinder und ihre Eltern. Zu diesem Zeitpunkt werden die Eltern dafür sensibilisiert, wie wichtig Bücher und Vorlesen für die Entwicklung des Kindes sind. Im Rahmen der sechsten Vorsorgeuntersuchung („U6“) übergibt ihnen der behandelnde Kinder- und Jugendarzt respektive die Ärztin ein Lesestart-Set. Darin befinden sich ein Buch, Lesetipps für Eltern in mehreren Sprachen und Hinweise auf Hilfen und Initiativen vor Ort.

  • Lesestart II richtet sich an Kinder im Alter von drei Jahren und ihre Eltern. Erneut erhalten Eltern und Kinder ein Lesestart-Set, diesmal allerdings in den örtlichen Bibliotheken, die dazu eng mit kommunalen und sozialen Einrichtungen, wie Kitas zusammenarbeiten. Kinder und Eltern lernen damit einen zentralen Ort des Lesens und Vorlesens kennen.

  • Lesestart III richtet sich an Kinder im Moment des Eintritts in die Schule und an ihre Eltern. Das dritte Lesestart-Set wird in der Schule überreicht und trägt dazu bei, die Kinder zum Selber-Lesen zu motivieren und die Eltern dafür zu sensibilisieren, dass die Kinder in dieser Schlüsselphase des Lernens in besonderem Maße auf ihre Unterstützung angewiesen sind. 

„Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ ist auf acht Jahre angelegt. Es wird mit insgesamt 24,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und von der Stiftung Lesen als nationaler Plattform für die Leseförderung in Deutschland durchgeführt. Das Konzept hat in vielen Ländern bereits große Wirkung gezeigt. Auch Pilotprojekte in Deutschland waren erfolgreich. Es richtet sich insbesondere an Kinder, die in einem bildungsbenachteiligten Umfeld aufwachsen oder denen wenig vorgelesen wird.

Eine unabhängige wissenschaftliche Begleitung überprüft während der gesamten Dauer des Programms, ob „Lesestart-Kinder“ tatsächlich besser Lesen lernen, inwiefern die Eltern mehr vorlesen und inwiefern sie ihre Kinder beim Lesen lernen unterstützen. Die Berliner InterVal GmbH führt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die wissenschaftliche Begleitung in Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität Köln und der AG Kinder- und Jugendpsychiatrische Epidemiologie und Evaluation am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch.