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Leseclubs im Sommer - Erweiterung


Das Projekt "Erweiterung von Leseclubs im Sommer" wurde in 2010 abgeschlossen. Eine laufend aktualisierte Liste der Bibliotheken, die Sommerleseclubs organisieren sowie weitere Informationen bieten wir auf unserem Bibliotheksportal unter: http://www.bibliotheksportal.de/bibliotheken/projekte/leseclubs-im-sommer.html


Projektgelder für die Neueinrichtung von Leseclubs im Sommer 2010

(Aus den Erlösen des Benefizkonzert des Bundespräsidenten, Mai 2009)

Statistik 2010

Statistik zu Leseclubs im Sommer 2010
Datei-Format: pdf, Datei-Größe: 60 KB

Kurzbeschreibung Leseclubs im Sommer

Die aus Amerika stammende Idee des Leseclubs im Sommer wird seit Sommer 2002 in Deutschland durchgeführt:

  • Beteiligung von 492 Städten
  • 65.403 jugendliche Teilnehmer
  • 50.000 neue Medien in den Bibliotheken
  • 150.000 gelesene Bücher
  • 11.435 neue Kunden in den Bibliotheken

"Ich habe von so vielen Ideen und Projekten erfahren, wie Bibliotheksarbeit mit Leben gefüllt wird. Ich will hier nur den Sommerleseclub erwähnen… diese Zusammenarbeit ist vorbildlich. So etwas ist großartig."
Bundespräsident Horst Köhler bei der Wiedereröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar am 24.10.07

Alle Schüler und Schülerinnen ab der 5. Klasse können mitmachen, besonders jene, deren Lesekompetenz immer weiter abnimmt. Einzelne Gruppen sind besonders gefährdet auf Grund ihrer mangelhaften Lesefähigkeit den Anschluß in unserer Gesellschaft zu verlieren. Jungen lesen weniger als Mädchen, Kinder ab 12 Jahren verlieren zunehmend die Lust an der Lektüre und damit den Zugang zur Informationsgesellschaft.

Bibliotheken bewerben die Leseclubs im Sommer gezielt an den Schulen. Jugendliche ab der 5. Klasse melden sich vor den Ferien in ihrer Stadtbibliothek zum Leseclub im Sommer an. Mit Clubkarte und Leselogbuch ausgestattet lesen sie während der Sommerferien mindestens drei Lieblingsbücher aus einer speziellen Auswahl. Die Lektüre der zurückgebrachten Bücher wird vom Bibliothekspersonal geprüft und im Leselogbuch bestätigt. Am Ende der Sommerferien erhalten die Jugendlichen auf einer großen Abschlussparty ein Zertifikat. Die Teilnehmer legen nach den Ferien das Zertifikat ihren Deutschlehrern vor und können sich die erfolgreiche Teilnahme im Zeugnis eintragen lassen und/oder die gelesenen Bücher im Unterricht den Klassenkameraden vorstellen. Die Lehrer haben die Möglichkeit, die Erfahrungen der Schüler aus dem Leseclub im Sommer in den Unterricht zu integrieren.

Besonders förderungswürdige Schüler und Schülerinnen werden gezielt in dieses Projekt einbezogen, um die Lesefähigkeit und Lesemotivation dieser gefährdeten Gruppen zu verbessern.

"Eine optimale Verbindung von Leseförderung, Spaß und Aktion gewährleistet für alle Teilnehmenden eine gelungene Durchführung. Durch die Vergabe von Zertifikaten ergibt sich eine sinnvolle Verknüpfung von gelesener Lektüre in den Sommerferien und Einbindung der Leseerfahrungen in den Unterricht. Die Eintragung des Zertifikats in das Schulzeugnis motiviert die Schüler und Schülerinnen zusätzlich und stärkt ihre Position für das zukünftige Berufsleben. Die Nachhaltigkeit des Projekts wird durch die jährliche Wiederholung mit den nachwachsenden Schülern und Schülerinnen gewährleistet."
(FerienLeseClub 2009 in Schleswig-Holstein, s.u.)

Das Projekt holt den jungen Leser in seinem Alltag ab: in der Schule, mit Starterparty und Zertifikatsausgabe-Event, mit Online-Anmeldung und Forum für „Literaturkritik“. Ergänzt wird die Buchauswahl um empfohlene Neuerscheinungen. Das Angebot im Jugendbereich der Bibliotheken wird so bereichert und attraktiver.

Anmerkung: Diese Kurzbeschreibung wurde erstellt unter Nutzung von:

  • FerienLeseClub 2009 in Schleswig-Holstein: Lehrerinformation für den Unterricht.
    Arbeitsstelle Bibliothek und Schule der Büchereizentrale Schleswig-Holstein
    http://www.ferienleseclub.de/.../BZ_3325_Lehrerbroschuere_final.pdf
  • SommerLeseclub. Vortrag von Ute Hachmann am 03.06.2008 beim 97. Deutschen Bibliothekartag 2008, Mannheim (nicht veröffentlicht)

Der Erlös des Benefizkonzertes wird von den beteiligten Bibliotheken in erster Linie für die Anschaffung von neuer Jugendliteratur verwendet. Bibliothekseinrichtungen (d.h. Fachstellen bzw. Großstadtbibliothekssystem), die neu in 2010 die Leseclubs im Sommer für ihre Region (d.h. Bundesland oder Großstadt) organisieren, konnten sich beim Deutschen Bibliotheksverband um finanzielle Mittel für beteiligte Bibliotheken bewerben. Die Bücher werden als Spende aus dem Benefizkonzert gekennzeichnet.

Bewerbungsschluss war der 15. Januar 2010. Ein unabhängiges Gremium bestehend aus einem dbv-Vorstandsmitglied und zwei Mitgliedern der dbv-Kommission Kinder- und Jugendbibliotheken hat die Unterlagen geprüft.

  • Baden-Württemberg: Fachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen in Stuttgart
  • Baden-Württemberg: Fachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen in Tübingen
  • Bayern: Sankt Michaelsbund, Landesverband Bayern, Landesfachstelle in München
  • Brandenburg: Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken im Brandenburgischen in Potsdam
  • Niedersachsen: Stadtbibliothek Hannover
  • NRW: Stadtbibliothek Essen
  • NRW: Landeskirchliche Büchereifachstelle der Ev. Kirche im Rheinland in Düsseldorf
  • NRW: Büchereifachstelle der Ev. Kirche von Westfalen in Bielefeld
  • Sachsen: Landesfachstelle für Bibliotheken im Freistaat Sachsen in Chemnitz
  • Sachsen: Leipziger Städtische Bibliotheken
  • Sachsen-Anhalt: Referat Kultur, Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, Landesverwaltungsamt

Ihnen allen einen herzlichen Glückwunsch und gutes Gelingen.

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Weitere Informationen
Studie aus den USA
"Public Library Summer Reading Programs - Close the Reading Gap" (pdf, 1.4 MB)