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Wege zum Wissen - ABC der Bibliotheken

Beitrag des Deutschen Bibliotheksverbandes zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007

Die Reihe der Wissenschaftsjahre wird in 2007 mit dem Jahr der Geisteswissenschaften fortgesetzt. Ziel der Wissenschaftsjahre ist es, Wissenschaft für alle zugänglich zu machen, das Interesse der Öffentlichkeit an Wissenschaft zu verstärken und junge Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Alle Bibliotheken haben die Möglichkeit, sich mit passenden Veranstaltungen an dem Jahr der Geisteswissenschaften zu beteiligen.

Ein Kalender zum Selbsteintragen von Veranstaltungen (Freischaltung nach Prüfungsverfahren) wurde auf der Website des Jahr der Geisteswissenschaften zur Verfügung gestellt unter www.abc-der-menschheit.de.

Der dbv beteiligt sich mit einer Darstellung von Bibliotheksprojekten, und zeigt alle vierzehn Tage aktuell ein spezielles Projekt aus der folgenden Liste auf seiner Website an.

A: Auskunft
Fragen Sie uns! Bibliotheken bieten Informationen an, Bibliothekarinnen und Bibliothekare geben darüber hinaus umfassend Auskunft, von der einfachen Wegbeschreibung bis hin zu komplizierten Fachauskünften. Sie können Ihre Fragen an das Bibliothekspersonal richten, zudem bestehen, je nach Ausstattung der Bibliothek, Auskunftsmöglichkeiten über das Telefon, per e-mail, per chat oder über spezielle Internetformulare, so z.B. bei question point, einem mehrsprachigen Auskunftsdienst, zu erreichen bei vielen Bibliotheken in Nord und Süd, etwa über die Bayerische Staatsbibliothek in München oder die Zentral- und Landesbibliothek Berlin:
http://www.bsb-muenchen.de/Online-Auskunft...
http://www.zlb.de/fragen_sie_uns

B: Bibliotheksportal
Sie suchen Informationen über Bibliotheken allgemein und Themen rund um die Bibliothek? Dann können Sie ein neues Angebot des Deutschen Bibliotheksverbandes und seiner Kooperationspartner nutzen: auf den Seiten des Bibliotheksportals werden umfangreiche aktuelle Information über Strukturen, Daten und Fakten zu Bibliotheken in Deutschland, Informationen zu Bibliotheken international, aktuelle Trends und Projekte im Bibliotheksbereich sowie Links zu vielen weiteren Themen präsentiert. Das Bibliotheksportal ist ein Modul des Wissenschaftsportals b2i (Virtuelle Fachbibliothek Bibliotheks-, Buch-, und Informationswissenschaften).
http://www.bibliotheksportal.de

C: Cottbus, IKMZ: Bibliothek des Jahres 2006
Der Titel "Bibliothek des Jahres" ist der nationale Bibliothekspreis in Deutschland und wird seit sieben Jahren vom Deutschen Bibliotheksverband und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verliehen. Die Auszeichnung 2006 ging an die Universitätsbibliothek der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) im Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ). Der mit 30.000 Euro dotierte Preis würdigt die außergewöhnliche Architektur des Neubaus, vor allem aber das nutzerfreundliche, zukunftsweisende Konzept zur Informationsversorgung der BTU und der Cottbuser Region. So hat sich die Zahl der nichtakademischen Besucher seit der Eröffnung des Neubaus verdreifacht.
http://www.bibliotheksverband.de/dbv/auszeichnungen/bibliothek-des-jahres/...

D: Digitale Bibliothek in Europa
In jedem europäischen Land werden die nationalen Publikationen gesammelt, verzeichnet und erschlossen sowie dauerhaft archiviert. Diese Aufgabe übernehmen die jeweiligen Nationalbibliotheken, in Deutschland die Deutsche Nationalbibliothek mit Sitz in Leipzig, Frankfurt a.M. und Berlin. Seit 2005 ermöglicht das Internetportal The European Library den einfachen und mehrsprachigen Zugang zu den Beständen von 45 Nationalbibliotheken unter einer Oberfläche. Es bietet eine kostenlose Suche in den Sammlungen und Katalogen der Bibliotheken, sowie Zugang zu digitalen Materialien, dieser ist allerdings zum Teil kostenpflichtig.
http://www.theeuropeanlibrary.org

E: Elektronische Zeitschriftenbibliothek
Die elektronische Zeitschriftenbibliothek bietet ihren Nutzern einen schnellen, strukturierten und einheitlichen Zugang zu wissenschaftlichen Volltextzeitschriften. Die zentrale Datenbank wird von zur Zeit 383 Bibliotheken kooperativ erstellt; für jede teilnehmende Einrichtung wird dann ein auf ihre lokalen Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot an elektronischen Zeitschriften erzeugt. Die elektronische Zeitschriftenbibliothek umfasst ca. 30.000 Titel zu allen Fachgebieten. Ein Teil der Fachzeitschriften ist im Volltext generell frei zugänglich, zusätzlich bieten die beteiligten Einrichtungen ihren Benutzern den Zugriff auf die Volltexte der von ihnen abonnierten E-Journals. Ein einfaches Ampelsystem zeigt dem Nutzer sofort an, auf welche Zeitschriften er in seiner Bibliothek freien bzw. nur eingeschränkten Zugriff hat.
http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/

F: Filmbibliotheken
Filme zum Ausleihen oder Vor-Ort-Anschauen werden von vielen Bibliotheken angeboten. Dagegen sind Filmbibliotheken spezialisiert auf die Sammlung von Büchern, Zeitschriften und anderen Medien rund um Film und Fernsehen, meist angeschlossen an Filmarchive oder -museen. Die deutschen Filmbibliotheken haben 1997 einen "Arbeitskreis Filmbibliotheken" an der Hochschulbibliothek der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen gegründet. Er versteht sich als loser Zusammenschluss interessierter Einrichtungen zur Verbesserung des Informationsaustauschs und der Koordination. Zur Online-Recherche nach Filmliteratur und Filmen wurde dort z.B. der Verbundkatalog Film entwickelt.
http://www.filmbibliotheken.de

G: Geisteswissenschaften
Geisteswissenschaften reflektieren die kulturellen Grundlagen der Menschheit. Sie definieren sich durch und über Sprache in ihren verschiedensten Ausdrucksformen. Bibliotheken und Geisteswissenschaften sind eng verbunden. Bibliotheken sind, neben Archiven und Museen, traditionell Orte der Aufbewahrung, Erschließung und Bereitstellung sprachlicher Dokumente der Menschheit - gedruckt und in elektronischer Form. Geisteswissenschaftler nutzen die reichen Bestände der Bibliotheken fürs Studium, für Lehre und Forschung. Historische Bibliotheksbestände sind selbst oft Gegenstand geisteswissenschaftlicher Forschung. Die zeitgemäße Verbindung traditioneller Bibliotheksbestände und moderner Online-Angebote erfolgt in Virtuellen Fachbibliotheken (ViFa), entwickelt von Fachwissenschaftlern und Bibliothekaren. Geisteswissenschaftler finden eine Übersicht geeigneter ViFa z.B. unter:
http://www.gbv.de/bibliotheken

H: Hörbücher für Blinde
Blinde und sehbehinderte Menschen können besondere Bibliotheksangebote nutzen. Für sie stellt die Deutsche Blinden-Bibliothek (DBB) Bücher in Blindenschrift, auf Hörkassette und DAISY-CD zur kostenlosen Ausleihe zur Verfügung. Die Deutsche Blinden-Hörbücherei (DBH) in der Deutschen Blindenstudienanstalt realisiert in vier eigenen Studios die Herstellung von Hörbüchern auf Grund von Hörerwünschen, aktuellem Marktangebot und ihrem Bestandsprofil. Der Zugang zu allen verfügbaren Hörbüchern wird durch den Zentralkatalog der Arbeitsgemeinschaft der Blindenhör-Büchereien e.V. gewährleistet. Auf Kassette stehen über 10.000 Titel bereit; auf DAISY-CD sind inzwischen über 3700 Titel ohne Wartelisten kurzfristig verfügbar. Über die ca. 1.000 Neuerwerbungen jährlich informieren der "Kopfhörer" und das "Bücherjournal" in regelmäßigen Abständen.
http://www.blista.de/dbb/

I: Inkunabeln
Inkunabeln oder auch Wiegendrucke werden die Druckwerke aus der Frühzeit des Buchdrucks genannt (etwa 1450 bis 1500). Sie weisen sich durch eine Reihe von Besonderheiten aus, z.B. durch die anfangs noch handgefertigten Initialen und Miniaturen sowie die von jeder der frühen Werkstätten noch selbst angefertigten Schrifttypen. Die berühmteste Inkunabel ist die 42-zeilige sogenannte "Gutenberg-Bibel". Inkunabeln sind ein Kulturgut ersten Ranges und dienen Forschern als unersetzliche Quellen. Sie werden von Bibliotheken gesammelt, erschlossen und sachgerecht aufbewahrt und damit für zukünftige Generationen erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sämtliche Drucke des 15.Jahrhunderts finden sich im Gesamtkatalog der Wiegendrucke. www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de Kommentierte Links zu Verzeichnissen und Registern von Inkunabeln, z.B. zum Inkunabelkatalog deutscher Bibliotheken (INKA), finden sich in dem altgermanistischen Internetportal mediaevum.de:
http://manuscripta.mediaevum.de/manuscr2.htm

J: Jahr der Geisteswissenschaften -die Veranstaltungen der Bibliotheken
Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufene Reihe der Wissenschaftsjahre wird 2007 mit dem Jahr der Geisteswissenschaften fortgesetzt. Ziel der Wissenschaftsjahre ist es, Wissenschaft für alle zugänglich zu machen, das Interesse der Öffentlichkeit an Wissenschaft zu verstärken und junge Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Bibliotheken als wichtige Partner der Geisteswissenschaften beteiligen sich mit vielfältigen und interessanten Veranstaltungen am Jahr der Geisteswissenschaften. Sie können eine Übersicht aller Veranstaltungen (wird laufend ergänzt) im Internet abrufen unter
http://www.abc-der-menschheit.de

K: Karlsruher Virtueller Katalog
Der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) ist einer der wichtigsten bibliographischen Nachweisinstrumente im deutschsprachigen Raum. Dieser Meta-Katalog ist frei verfügbar und weist mehr als 500 Millionen Bücher und Zeitschriften nicht nur in Bibliotheks-, sondern auch in Buchhandelskatalogen weltweit nach. Der KVK verfügt selbst über keine eigene Datenbank, die eingegebenen Suchanfragen werden daher an die vom Nutzer markierten Kataloge gleichzeitig weitergereicht und die jeweiligen Trefferlisten angezeigt. Von diesen Trefferlisten führen die Links zu den Original-Volltitelanzeigen der einzelnen Systeme. Diese werden vom KVK nicht weiter aufbereitet. Das System wurde an der Universitätsbibliothek Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik entwickelt und 1996 in Betrieb genommen.
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html

L: Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen
Informationen in digitaler Form, wie z.B. elektronische Publikationen, nachträglich digitalisierte Druckwerke, aber auch Primärdaten gewinnen stetig an Bedeutung. Bibliotheken, Archive und Museen haben die Aufgabe, diese digitalen Ressourcen auch langfristig zu bewahren und zur Verfügung zu stellen, was angesichts des rasanten Technologiewandels mit hohen Anforderungen verbunden ist. Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen ist eine komplexe Aufgabe von nationaler Bedeutung. Zur erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgabe wurde das Projekt Nestor gestartet (Network of Expertise in long-term STOrage and availability of digital Resources in Germany -Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Ressourcen in Deutschland). Die Website langzeitarchivierung.de bietet dazu eine umfangreiche Informations- und Kommunikationsplattform:
http://www.langzeitarchivierung.de

M: Musik in Bibliotheken
Musik auf verschiedenen Tonträgern bildet ein wichtiges Angebot jeder öffentlichen Bibliothek. Größere Bibliotheken haben darüber hinaus oft spezielle Musikaliensammlungen (Tonträger, Noten und Sekundärliteratur) und bieten z.B. Konzerte, Ausstellungen oder auch die Nutzung von Instrumenten für die interessierte Öffentlichkeit an. Musiker, Wissenschaftler und Studenten können außerdem die umfangreichen Bestände von Universitäts- und Musikhochschulbibliotheken nutzen. Für sie bietet seit 2005 die von der Bayerischen Staatsbibliothek zusammen mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin und der Gesellschaft für Musikforschung aufgebaute virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft einen umfassenden und schnellen Zugang zu verschiedenen Datenbanken sowie zu weiteren Fachinformationen und Internetressourcen:
http://www.vifamusik.de

N: Nachlässe
Nachlässe, d.h. die Werke und Lebensdokumente meist berühmter Persönlichkeiten, besitzen große zeitgeschichtliche Bedeutung. Die gedruckten Werke aus Nachlässen sind teilweise in Bibliothekskatalogen verzeichnet, während die Autographen, d.h. die eigenhändigen Niederschriften wie z.B. Briefe oder Notizen, in der Kalliope-Datenbank erfasst werden. Bereits 1966 als Zettelkartei gegründet, ist heute ein Grundbestand online recherchierbar. Insgesamt sind ca. 500 Bibliotheken, Archive und Museen aus Deutschland und verschiedenen anderen Ländern als besitzende Institutionen verzeichnet. Kalliope bietet eine offene Verbundstruktur, die es den beteiligten Bibliotheken, Archiven und Museen ermöglicht, in unterschiedlicher Form vorliegende Nachlass- und Autographenbestände in einem Nachweisinstrument selbst zu erfassen bzw. elektronisch zusammenzuführen.
http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de

O: Online-Auskunft bei der Deutschen Internetbibliothek
Bibliotheken sind ein kompetenter Partner auf der Suche nach Informationen - auch im Internet. Das Wissensportal der Deutschen Internetbibliothek (DIB) internetbibliothek.de bietet einfach und gezielt Zugang zu den besten Websites in deutscher Sprache. Der ausgesuchte und kommentierte Linkkatalog wird von Fachleuten erstellt und ständig aktualisiert. internetbibliothek.de versteht sich als Alternative zu kommerziellen Suchmaschinen und wird von mehr als 90 Bibliotheken gemeinsam betreut. Führt die eigene Suche nicht zum Erfolg, können Sie die kostenlose E-Mail-Auskunft nutzen - zu jedem gewünschten Wissensgebiet. Innerhalb eines Werktages erhalten Sie eine erste Antwort.
http://www.internetbibliothek.de

P: Papierzerfall
Papierzerfall, hervorgerufen durch die Verwendung von "saurem" Papier beim Druck von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, bedroht einen großen Teil der Bestände von Bibliotheken und Archiven. Der Themenkomplex der langfristigen Bestandserhaltung ist daher inzwischen zu einem wichtigen Arbeitsfeld von Archiven und Bibliotheken geworden und wird national und international immer aufmerksamer verfolgt. Mit allen Aspekten der Bestandserhaltung in Deutschland beschäftigt sich das Internetportal forum-bestandserhaltung.de. Dort werden schnell und umfassend Adressen, Kontaktstellen, Projekte, neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Übersichten über Entwicklungen und Tendenzen bereitgestellt. Das Forum dient als Kommunikationsinstrument für alle Beteiligten und gibt auch der Öffentlichkeit Einblicke und verlässliche Informationen zu diesem Thema.
http://www.forum-bestandserhaltung.de

Q: Qualität
Bibliotheken bieten qualifizierte Informationen und Auskünfte an, die durch die Ausbildung und Fachkenntnis des Bibliothekspersonals gewährleistet werden. Aber auch andere Faktoren, wie z.B. die Ausstattung der Räume, die Aktualität der Bestände oder die Erreichbarkeit, machen für Bibliothekskunden die Qualität ihrer Bibliothek aus. Solche Faktoren werden im BIX-Bibliotheksindex gemessen. Der BIX zeigt die Leistungen der teilnehmenden Bibliotheken (244 im Jahr 2006), und zwar bundesweit und im direkten Vergleich eines Rankings. Das Ranking beruht auf einer Punktevergabe in den vier Disziplinen Ausstattung/Angebote, Nutzerorientierung, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeiterorientierung/Entwicklungspotential. Bibliotheken können sich vergleichen, an ihren "Besten" orientieren und weiterentwickeln - zum Nutzen aller.
http://www.bix-bibliotheksindex.de

R: Regionalkunde
Landes- bzw. Regionalbibliographien verzeichnen Literatur zum jeweiligen Gebiet, seinen Orten und Regionen sowie den damit verbundenen Persönlichkeiten. Das Themenspektrum ist breit gefächert und umfasst alle Lebensbereiche und Sachgebiete in Geschichte und Gegenwart. Anders als in vielen Bibliothekskatalogen finden Sie hier nicht nur Bücher, sondern auch Aufsätze und Artikel aus Zeitschriften, Jahrbüchern und sonstigen Sammelwerken - diese machen fast zwei Drittel des Datenbestandes aus! Auch die sogenannte graue Literatur sowie audiovisuelle und elektronische Medien werden berücksichtigt. Der Meta-Katalog Virtuelle Deutsche Landesbibliographie bietet Nachweise landeskundlicher Literatur in ganz Deutschland.
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/landesbibliographie/

S: Schulmediothek
Schulen sind Lehr- und Lernorte, verstehen sich aber auch als Kommunikations- und Sozialisationsorte. Gedruckte und elektronische Medien werden im Unterricht, beim Einüben und selbständigen Lernen genutzt. In einer Schulbibliothek/Schulmediothek können die Schüler den Umgang mit Medien und ihren sinnvollen Einsatz lernen. Partner der Schulen und Schulmediotheken sind die Öffentlichen Bibliotheken: in Sachen Leseförderung, Vermittlung von Informations-Know-how und Medienkompetenz und als Lernort. Für Lehrer, Bibliothekare, Schüler, Eltern und alle anderen Interessierten bietet das Internetportal schulmediothek.de Informationen zu allen Fragen des Aufbaus, des Betriebs und der Nutzung von Schulbibliotheken/Schulmediotheken. Unter einer Oberfläche sind Informationen, Materialien, Themendatenbanken und ausgewählte Internetquellen vereint.
http://www.schulmediothek.de

T: Tageszeitungen
Bibliotheken stellen für alle Interessierten aktuelle Tageszeitungen bereit und bieten auch Zugriff auf ältere Exemplare, z.B. als Original im Lesesaal oder in verfilmter bzw. digitalisierter Form. Die Staatsbibliothek zu Berlin stellt darüber hinaus das Times Digital Archive (TDA) 1785-1900 zur Verfügung: diese Datenbank bietet eine konkurrenzlose Möglichkeit, den Inhalt der bekanntesten und am häufigsten zitierten Tageszeitung überhaupt zu erforschen - und zwar online und im jeweiligen Kontext der Originalausgabe. Benutzer können jede Ausgabe u.a. nach Stichwörtern durchsuchen. Im Anschluss daran lässt sich problemlos und schnell der Artikel als Volltext bzw. die gesamte Seite, auf der ein gesuchter Beitrag erscheint, komplett auf dem Bildschirm einsehen. Außerdem ist es möglich, sich eine bestimmte Ausgabe der Zeitung von einem bestimmten Tag anzusehen und "durchzublättern". Einzelpersonen können sich persönlich bei der Staatsbibliothek zu Berlin für einen kostenlosen Zugriff registrieren lassen.
http://staatsbibliothek-berlin.de/.../zeitungen/
http://staatsbibliothek-berlin.de/zeitungsabteilung

U: UNESCO-Weltdokumentenerbe
Das UNESCO-Weltregister "Memory of the World" ist ein weltumspannendes digitales Netzwerk mit 120 ausgewählten herausragenden Dokumenten: wertvolle Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente. Diese dokumentarischen Zeugnisse in Archiven, Bibliotheken und Museen sollen gesichert und auf neuen informationstechnischen Wegen zugänglich gemacht werden. Der Eintrag in das UNESCO-Weltregister wird als internationale Auszeichnung verstanden; die Herkunftsländer verpflichten sich, für die Erhaltung und Verfügbarkeit des jeweiligen dokumentarischen Erbes zu sorgen. Deutschland ist zurzeit mit zehn Einträgen im Memory of the World-Register vertreten, darunter aus Bibliotheksbeständen z.B. die Gutenberg-Bibel (Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) und Beethovens 9. Sinfonie (Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz) sowie neu seit Juni 2007 der Leibniz-Briefwechsel (Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek, Hannover).
http://www.unesco.de/mow-deutschland.html

V: VASCODA
Entdecke Information! vascoda.de ist ein Internetportal für alle, die wissenschaftliche Information suchen. Es bietet einen komfortablen Zugang zu verlässlichen Informationen und Volltexten aus unterschiedlichsten Fachbereichen. Unter einer einheitlichen Oberfläche kann wahlweise fachspezifisch oder interdisziplinär gesucht werden. Eine einfache Navigation führt zu hochwertigen spezialisierten Fachportalen. vascoda.de und die integrierten Fachangebote werden von wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung aufgebaut und gepflegt. vascoda.de kann deshalb auf Ressourcen zugreifen, die für Internet-Suchmaschinen unsichtbar sind. In vielen Fällen ist ein direkter Zugriff auf elektronische Zeitschriftenartikel möglich. Daneben ist vascoda.de mit lokalen Nachweissystemen und Dokumentenlieferdiensten verknüpft, so dass die Literatursuche und -beschaffung einfach und schnell ist.
http://www.vascoda.de

W: WEBIS
Viele große wissenschaftliche Bibliotheken Deutschlands haben als Sonderaufgabe die möglichst vollständige Sammlung von Spezialliteratur zu einem bestimmten Fach oder einer Region übernommen - die so genannten Sondersammelgebiete (SSG) oder Sammelschwerpunkte. Um ihre Internetangebote zu bündeln und diese Sondersammelgebiete bundesweit besser zugänglich zu machen, haben sich die beteiligten Bibliotheken im Projekt WEBIS (gebildet aus WEB und BibliotheksInformationsSystem) zusammengeschlossen. Sie finden in WEBIS also Portale für einzelne Fächer und Regionen, die von den beteiligten Bibliotheken betreut werden. Das Angebot ist umfassend und reicht von der Katalogrecherche in einzelnen teilnehmenden Bibliotheken bis hin zu Sammlungen von Internetquellen oder der Dokumentenschnelllieferung.
http://webis.sub.uni-hamburg.de

X: Xbox
Bibliotheken bieten ein vielseitiges, aktuelles, auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe abgestimmtes Angebot an: nicht nur Literatur, sondern auch CD-ROMs, CDs, Kassetten, Comics, Videos, DVDs, Gesellschafts- und Lernspiele, Zeitschriften, Video- und Konsolenspiele. Dazu gehört auch die Xbox. Die Xbox ist eine von Microsoft entwickelte Spielkonsole, die zur selben Konsolengeneration wie die PlayStation 2, der Nintendo GameCube und der Sega Dreamcast gehört. Ein vom Internetunternehmen AOL ausgezeichnetes Spieleangebot, die MultiMediaSpielwiese, findet sich z.B. in der Stadtbibliothek Bremen:
http://www.stadtbibliothek-bremen.de/...

Y: Yahoo, Google und Bibliotheken
Heute ist eine unüberschaubare Vielzahl von Informationen verfügbar - treffend Informationsflut genannt. Suchmaschinen wie Yahoo und Google sind wichtig, aber sie liefern unzählige Verweise und lassen den Suchenden damit allein. Die richtigen Informationen zu finden, ihre Aktualität und Qualität bewerten zu können - das setzt Fachwissen voraus. Das Schlüsselwort, die Schlüsselqualifikation heißt Informationskompetenz. Bibliothekare verfügen über diese Kompetenz, und sie können sie auch vermitteln. Informationskompetenz ist ein zentrales Thema in Bibliotheken aller Art, angefangen von der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen bis hin zur Schulung von Studenten und Wissenschaftlern. Bibliothekare müssen selbst auf dem neuesten Stand bleiben, wenn sie Informationskompetenz glaubwürdig vermitteln wollen. Zur Vermittlung von Informationskompetenz dient z.B. das bibliothekarische Gemeinschaftsprojekt und zentrale Internetportal
http://www.informationskompetenz.de

Z: Zugang zum Wissen
Bibliotheken gewährleisten den freien Zugang zu Informationen und Wissen. Im UNESCO-Manifest für Öffentliche Bibliotheken wird klar feststellt: "Sammlungen und Dienstleistungen dürfen keiner Form von ideologischer, politischer oder religiöser Zensur oder kommerziellem Druck unterliegen." In der Realität ist dieser freie Zugang oft bedroht, sei es durch Zensur, durch einschränkende Gesetzgebung oder auch nur durch fehlende finanzielle Mittel zur Einrichtung und Aufrechterhaltung von Bibliotheken mit ihren vielfältigen Angeboten. Bibliotheken und ihre Verbände machen sich stark für dieses Anliegen. Auf internationaler Ebene hat z.B. die IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) mit FAIFE, dem Büro für Freien Zugang zu Informationen und Meinungsfreiheit, eine eigene Aktivität begründet, die darauf abzielt, das Kernthema der geistigen Freiheit zu fördern und sich um Fälle zu kümmern, in denen dies nicht respektiert wird.
http://www.ifla-deutschland.de

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