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Dienstag 19.10.10

Deutschlands Bibliotheken ziehen Bilanz

Vorstellung des "Berichts zur Lage der Bibliotheken in Deutschland" am 21. Oktober in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Sechs Jahre nach dem verheerenden Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und drei Jahre nach ihrer Wiedereröffnung wird dort am 21. Oktober 2010 erstmals der „Bericht zur Lage der Bibliotheken in Deutschland“ vorgestellt. Während einer der schönsten Bibliothekssäle wiederhergestellt werden konnte – verbrannte Bücher und Kunstwerke bleiben unersetzbar – drohen in Deutschland Verluste anderer Art. Die aktuelle Sparpolitik sowie strukturelle Defizite in Dichte und Ausstattung der Bibliotheken machen sich jetzt massiv bemerkbar. Die schleichende Aushöhlung der Bibliotheksangebote gibt Anlass zur Sorge, einige Standorte wurden bereits geschlossen.

Im Vorfeld des Tages der Bibliotheken, der am 24. Oktober gefeiert wird und den Start der bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ markiert, bringt der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) Chancen und Potentiale aber auch Fehlentwicklungen des Bibliothekswesens in Deutschland zur Sprache.

Die kontinuierlich steigende Nutzung der Bibliotheken in Zeiten des Internets, ihr Beitrag zur Überwindung der digitalen Spaltung, zur frühkindlichen Sprachförderung und zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund weisen den richtigen Weg und zeigen an, warum sich Bibliotheken in den letzten Jahren verstärkt als Bildungseinrichtungen positionieren konnten. Bibliotheken sind mit ihren vielfältigen Angeboten zum lebenslangen Lernen wichtiger Bestandteil der Bildungsinfrastruktur von Städten und Gemeinden. Sie kooperieren mit Schulen und Kindergärten, stellen Online-Informationen für alle Bürger bereit, bieten die Chance auf informelles Lernen ohne Schul- oder Kursbindung und sind an den Hochschulen das Rückgrat für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Bibliotheken sind geheime Fenster, durch sie kann man in andere Länder, Kulturen und Herzen schauen“, sagt der Schriftsteller Rafik Schami, der einer der Aktionspaten von „Treffpunkt Bibliothek“ ist. Weitere Unterstützer sind Iris Berben, Marietta Slomka, Marcel Reich-Ranicki, Tim Mälzer, Wladimir Kaminer und viele mehr. Sie alle werben für Bibliotheken, die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland:

  • Damit Bibliotheken offene und öffentliche Orte bleiben, deren Angebot vor Ort jeder kostenlos und ohne Leistungsdruck nutzen kann – ohne Eintrittsgeld, Anmeldung oder Abschlussprüfung.
  • Damit neben elektronischer Forschungsliteratur und wissenschaftlichen Datenbanken auch niederschwellige Angebote bereit gestellt werden können, von der türkischen Tageszeitung über Musik-CDs oder Reiselektüre bis hin zum aktuellen politischen Sachbuch oder Programmierkurs.
  • Damit Bibliotheken geschützte Bildungsorte bleiben, die selbstständig und auch ohne institutionelle Anbindung genutzt werden können.
  • Damit Kinder und Jugendliche Bibliotheken als Orte kennen lernen, die ihnen einen Zugang eröffnen zur Welt der Sprache und Literatur, Kultur, Information und Unterhaltung.
  • Damit der Lernort Bibliothek weiterhin nicht nur gezieltes Lernen ermöglicht, sondern auch Orientierung im gesamten Wissensspektrum.

Bibliotheken sind Orte des kulturellen Erbes, bieten Platz für die Lust am Denken und Diskutieren, für den intellektuellen Austausch und Kreativität. Sie verdienen Unterstützung.

(Der Bericht wird ab dem 21.10.2010 um 12.00 Uhr auf der Website des dbv erhältlich sein.)