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Freitag 19.05.17

Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) fordert energisch ein zeitgemäßes Urheberrecht für Bildung und Forschung

Pressemitteilung des dbv

19.05.2017

Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) fordert energisch ein zeitgemäßes Urheberrecht für Bildung und Forschung
    
Angesichts der aktuell kritischen Phase im Gesetzgebungsprozess wiederholt der Deutsche
Bibliotheksverband e.V. (dbv) heute energisch seine Forderungen nach der im Koalitionsvertrag versprochenen Reform des Urheberrechts. Der Verband bekräftigt und wiederholt damit nochmals seine volle Unterstützung für den aktuell diskutierten Gesetzesvorschlag der Bundesregierung.

Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen sind die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens und den sich daraus ergebenden innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen technische Bedingungen.

Es droht die Gefahr, dass Deutschland ohne entsprechende Reformen zu Gunsten von Bildung, Forschung, Lehre und Unterricht ins Hintertreffen gerät.  Eine weitere Blockierung dieser wichtigen Gesetzesreform würde Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb schwächen.

Der dbv beobachtet zurzeit mit großer Sorge, dass die Diskussion um den Vorschlag der Bundesregierung selbst in Teilen der seriösen Presse (FAZ vom 12. und 18. Mai) vielfach von polemischen und grob verzerrenden Argumenten geführt wird.

Die Bibliotheken stehen für eine faire Entlohnung der Autoren und Verlage für jede Nutzung ihrer Werke. Sie sind allerdings der Auffassung, dass diese Entlohnungen die Praxis von Wissenschaft und Lehre nicht durch überbordende Prüf- und Meldepflichten behindern dürfen. Genau dies setzt der Gesetzesentwurf der Bundesregierung in der derzeitigen Fassung um. Der Vorrang eines Verlagsangebotes oder die  Pflicht zur Einzelmeldung jeder  Nutzung eines fremden Werkes in digitalen Semesterapparaten dagegen wären große Hindernisse für die Praxis. Sie sollten unbedingt verhindert werden.

Um zu gewährleisten, dass die zugunsten der Lehre und Wissenschaft eingeführten Ausnahmeregeln auch in der Welt der digitalen Medien Bestand haben, müssen sie gegenüber Lizenzbedingungen durchsetzungsstark sein. Daher unterstützt der dbv den Regierungsentwurf auch in dieser Hinsicht.

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.100 Mitgliedern bundesweit rund 10.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Mio Nutzerinnen und Nutzern.  Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürgerinnen und Bürgern freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger.
Kontakt:  Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Maiken Hagemeister, Pressesprecherin und Leitung Kommunikation, Tel.: 0 30/644 98 99 25
E-Mail: hagemeister@bibliotheksverband.de, www.bibliotheksverband.de, www.bibliotheksportal.de