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Dienstag 15.03.16

Kennzahlen für den Wandel: Aktuelle Bibliotheksleistungen müssen für Träger und Öffentlichkeit sichtbar sein

Pressemitteilung des dbv

Leipzig/Berlin: Unter dem Titel „Sind Medien noch das Maß? Nationaler Leistungsvergleich und Deutsche Bibliotheksstatistik in Zeiten sich verändernder Auftragsdefinition“ diskutierten auf dem 6. Leipziger Bibliothekskongress Bibliotheksexperten mit Vertretern der Bundesländer und der Kommunen über Leistungsindikatoren und die Vergleichbarkeit in Zeiten der Digitalisierung und sich diversifizierender Aufgaben von Bibliotheken.  
    
In der von Harald Asel, RBB, moderierten Diskussion wurde deutlich, dass Kennzahlen zwar keine Zukunftsvisionen liefern können, sie aber die Grundlage sind für die Analyse, ob die zur Verfügung gestellten Ressourcen zu den Aufgaben der Bibliotheken passen und ob die Mittel richtig eingesetzt werden, um diese Aufgaben zu erfüllen. Dr. Ronald Werner, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, äußerte hierzu:„Die hybride Bibliothek ist in Deutschland längst Realität. Der Wandel hin zum Umgang mit elektronischen Publikationen stellt eine enorme Herausforderung für Bibliotheken dar. Um diesen zu steuern, bedarf es valider Kennzahlen. Die Frage ist also nicht, ob wir Kennzahlen benötigen, sondern welche Kennzahlen in geeigneter Weise erhoben und transparent gemacht werden.“

Um sinnvolle Aussagen über die Entwicklung der Bibliotheken treffen zu können, muss sich der Wandel, in dem sich die Einrichtungen befinden, daher im Kennzahlenset wiederfinden: die digitale Nutzung muss abgebildet werden, um sichtbar zu machen, dass Bibliotheken in der digitalen Gesellschaft nichts von ihrer Bedeutung bei der Informationsbeschaffung verloren haben. Den großen Beitrag, den Öffentliche Bibliotheken zur kulturellen Teilhabe und zur Leseförderung leisten und die Bedeutung des Ortes Bibliothek als nichtkommerzieller kommunaler Raum, muss Trägern und der Öffentlichkeit deutlich werden. "Das Aufgabenspektrum der Bibliotheken hat sich in den letzten 20 Jahren massiv gewandelt. Die Bibliothek ist schon lange nicht mehr nur das "Haus des gedruckten Buches", neben die analogen Angebote treten zunehmend auch digitale Angebote. Hier liegen künftig große Aufgaben bei der Erfassung und Vermittlung der Angebote und Leistungen der Bibliotheken." sagte hierzu Dr. Frank Simon-Ritz, Vorsitzender des dbv


Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.100 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 65 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehören auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.

Kontakt:  Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Maiken Hagemeister, Pressesprecherin und Leitung Kommunikation, Tel.: 0 30/644 98 99 25
E-Mail: hagemeister@bibliotheksverband.de, www.bibliotheksverband.de, www.bibliotheksportal.de