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Freitag 26.02.16

Bibliotheken sind starke Partner zur Überwindung der digitalen Spaltung

Pressemitteilung des dbv

26. Februar 2016
    
Bibliotheken sind starke Partner zur Überwindung der digitalen Spaltung
Deutscher Bibliotheksverband fordert Unterstützung bei der Vermittlung von digitaler Bildung
    
Berlin - Anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bibliotheken: Starke Partner zur Überwindung der digitalen Spaltung“, zu der der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) am 25. Februar in die Schiller-Bibliothek in Berlin eingeladen hatte, forderte der Verbandsvorsitzende Dr. Frank Simon-Ritz stärkere Unterstützung und eine bessere Einbindung von Bibliotheken in die „Digitale Agenda“ der Bundesregierung.

Hintergrund dieser Forderung ist das Vorhaben der Bundesregierung im Rahmen der „Digitalen Agenda“ gemeinsam mit den Bundesländern und Akteuren des Bildungssystems eine Strategie „Digitales Lernen“ zu entwickeln.  Die Bibliotheksvertreter betonten in der Diskussion, dass Bibliotheken als meistgenutzte Bildungs- und Kultureinrichtungen mit ihrem breiten Bildungsauftrag die gesellschaftliche Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger absichern und in der Vermittlung von digitaler Bildung ein wesentliches Ziel formulieren. Insofern verstehen sie sich als notwendiger Partner in der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Strategie „Digitales Lernen“.

Moderiert  von Stephanie von Oppen, Deutschlandradio Kultur, diskutierten Vertreter des Bundes, der Länder, der kommunalen Spitzenverbände und der Bibliotheken die Möglichkeiten der Vermittlung digitaler Bildung in den Städten und Gemeinden.

„Die Bereitstellung von Technik allein löst nicht das Problem der digitalen Spaltung. Entscheidend ist die Vermittlung der nötigen Kompetenzen im Umgang mit den Medien. Das breite Spektrum an Medien und Informationen, das Bibliotheken  verfügbar machen und dessen Nutzung Bibliotheksfachleute professionell vermitteln und begleiten, bietet dafür wichtiges Potenzial“  so Dr. Frank Simon-Ritz, Vorsitzender des dbv.

Auch Tankred Schipanski, Bundestagsabgeordneter, Obmann im Ausschuss Digitale Agenda und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung erklärte: „Das klassische Buch wird an Bedeutung verlieren. Eine Umstellung auf digitale Inhalte ist daher erforderlich. Es wird aber nicht reichen, wenn die Bibliotheken einfach nur auf digitale Medien umstellen. Die Bibliotheken stehen vor der Aufgabe Zugang in digitale Wissenswelten zu schaffen und so die digitale Spaltung zu verringern. Sie müssen neben Inhalten auch die Vermittlung von Methodenkompetenz anbieten. Die Bibliotheken stehen vor der Aufgabe Wege zu finden, wie sie als Ort des Wissens und der Orientierung für Wissbegierige attraktiv bleiben können.“

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.100 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 65 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehören auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.

Kontakt:  Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Maiken Hagemeister, Pressesprecherin und Leitung Kommunikation, Tel.: 0 30/644 98 99 25
E-Mail: hagemeister@bibliotheksverband.de, www.bibliotheksverband.de, www.bibliotheksportal.de