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Freitag 25.03.11

Bürgerschaftliches Engagement in Bibliotheken braucht Anerkennung und klare Rahmenbedingungen

Pressemitteilung des Deutschen Bibliotheksverbands e.V.

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. hat gemeinsam mit den drei kirchlichen Verbänden Borromäusverein e.V., dem Evangelischen Literaturportal e.V. – Verband für Büchereiarbeit und Leseförderung und dem Sankt Michaelsbund, Landesverband Bayern e.V. seinen Standort zum Bürgerschaftlichen Engagement in Bibliotheken neu bestimmt. Unterstützt durch eine repräsentative Bibliotheksumfrage hat eine Arbeitsgruppe aus Verbandsvertretern die unterschiedlichen Funktionen von Ehrenamtlichen definiert und notwendige Anforderungen formuliert. Die Verbände rufen Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und der freien Träger dazu auf, ehrenamtliches Engagement anzuerkennen, nicht als Lückenbüßer zu mißbrauchen und klare Rahmenbedingungen zu setzen.

Bibliotheken gehören mit mehr als 200 Millionen Besuchen pro Jahr zu den am häufigsten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland. Bibliotheken benötigen als Dienstleistungseinrichtungen in angemessenem Umfang hauptamtliches und fachlich qualifiziertes Personal. Auch eine angemessene Sachfinanzierung ist zwingend notwendig. Daher fordern die Verbände bibliotheksgesetzliche Regelungen, die die Einrichtung und den Unterhalt leistungsstarker und moderner Bibliotheken vorsieht. Freundeskreise, Sponsoren, Spender, Ehrenamtliche, Fördervereine und freiwillig Tätige unterstützen Bibliotheken in Kommunen, Kirchengemeinden, Ländern, Universitäten, Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements bereits seit Jahrzehnten. Es ist an der Zeit, bürgerschaftliches Engagement in Bibliotheken differenzierter zu betrachten und anzuerkennen. Die bibliothekarischen Verbände fordern für das Bürgerschaftliche Engagement:

  • klare Definitionen der Ressourcen, Standards und Handlungsfelder im Bibliotheksalltag
  • qualifizierte und quantitativ angemessene Begleitung durch hauptamtlich Beschäftigte
  • kontinuierliche Schulungen und Fortbildungen
  • Verbindlichkeit durch Rechtssicherheit
  • angemessene und spürbare Wertschätzung und Anerkennung


Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 60 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehört auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information, sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.
Die ausführliche Standortbestimmung „Bibliotheken und Bürgerschaftliches Engagement“ und eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse sind auf der Website unter: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/publikationen.html nachzulesen.

Kontakt: Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin, Tel.: 0 30/644 98 99 12
E-Mail: dbv@bibliotheksverband.de, http://www.bibliotheksverband.de, http://www.bibliotheksportal.de