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Freitag 12.02.10

Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2010 geht an Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung

Pressemitteilung des Deutschen Bibliotheksverbands e.V.

Der mit 5.000 Euro dotierte Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken (Helmut-Sontag-Preis) geht in diesem Jahr an Dr. Johan Schloemann, Redakteur im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“. Der Deutsche Bibliotheksverband und die Wissenschaftliche Buchgesellschaft verleihen den Publizistenpreis am 15. März 2010 im Rahmen der Eröffnungsfeier des 4. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek. Die Laudatio hält Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig und Außerplanmäßiger Professor für Philosophie am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.

Dr. Johan Schloemann wurde von einer unabhängigen Jury aus zehn hervorragenden Nominierungen und Bewerbungen ausgewählt. In der Begründung derJury heißt es: „Dr. Johan Schloemann verfolgt aufmerksam und kontinuierlich bibliotheksrelevante Themen. Neben Berichten über aktuelle bibliotheksspezifische Ereignisse in seinem Umfeld schreibt er ausführliche Hintergrundartikel mit differenzierter Argumentation zu zentralen und kontroversen Fragen wie Digitalisierung, E-Books oder Open Access, ohne dabei einseitig zu informieren. Seine überregional interessanten Artikel sind sehr gut recherchiert und von vorbildlichem journalistischen Niveau.

Bei der Bekanntgabe sagte Dr. Johan Schloemann: "Bibliothek und Archiv sind eine Urform menschlichen Wissens seit der Erfindung der Schrift - und die Ordnung des Wissensspeichers bleibt immer relevant, ganz gleich, in welche Medien sie überführt wird. Solche Vorgänge des Medienwandels interessieren mich, einmal abgesehen davon, dass es einfach schön ist, die Schätze unserer Bibliotheken vor Augen zu bekommen. Um so mehr freut es mich, für dieses Interesse, für meine Überlegungen und Berichte über Analoges und Digitales, diesen ehrenvollen Preis zu bekommen. Er soll ein Ansporn sein, dieses reichhaltige und zunehmend auch umkämpfte Gebiet für unsere Leser weiterhin im Blick zu behalten.

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv)
Im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) sind ca. 2.000 Bibliotheken aller Sparten und Größenklassen Deutschlands zusammengeschlossen. Der gemeinnützige Verein dient seit mehr als 60 Jahren der Förderung des Bibliothekswesens und der Kooperation aller Bibliotheken. Sein Anliegen ist es, die Wirkung der Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken. Zu den Aufgaben des dbv gehört auch die Förderung des Buches und des Lesens als unentbehrliche Grundlage für Wissenschaft und Information, sowie die Förderung des Einsatzes zeitgemäßer Informationstechnologien.

Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Die WBG als einzigartige Gesellschaft bietet ihren Mitgliedern ein umfangreiches Buchprogramm mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt. Das 3.500 Titel umfassende Buchprogramm reicht von Forschungs- und Studienliteratur bis zu Klassiker-Editionen, von Textausgaben über Nachschlagewerke bis zu Ausstellungskatalogen. Seit ihrer Gründung vor 60 Jahren fördert die WBG gemäß ihrer Satzung als wirtschaftlicher Verein Wissenschaft, Bildung und Kultur. Dank der weltweit 140.000 Mitglieder, die diese Arbeit mittragen, unterstützt die WBG Doktoranden, wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken. Weitere Informationen:
http://www.wbg-wissenverbindet.de

Der Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken
Der Preis würdigt Publizisten, die das Bibliothekswesen durch herausragende Einzelbeiträge oder durch die Kontinuität sachgerechter Berichterstattung wirkungsvoll gefördert haben. Er wird seit 1987 jährlich verliehen. Die Initiative zur Preisverleihung geht auf die Anregung des ehemaligen dbv-Vorsitzenden Helmut Sontag (1934-1988) zurück. Seit 2010 wird der Preis in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft verliehen. In der Jury sind alle bibliothekarischen Verbände vertreten. Weitere Informationen zum Preisträger 2010 finden Sie hier.
http://www.bibliotheksverband.de/dbv/auszeichnungen/publizistenpreis/preistraeger/2010.html

Bewerbung für den Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2011
Bibliothekare, Leser und Publizisten können Vorschläge für geeignete Kandidaten an den dbv einreichen. Journalisten können sich auch selbst bewerben.
Weitere Informationen unter: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/auszeichnungen/publizistenpreis.html  

Kontakt: Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin, Tel.: 0 30/644 98 99-12, 
E-Mail: dbv@bibliotheksverband.de

 

Dateien:
Pressemitteilung Publizistenpreis 2010 endg (46 kB)