besten Casino

online casino Deutschland

Online Casinos fur Germanium

 Kontakt | Impressum | Sitemap | RSS | English
Montag 08.03.10

"Die dezentrale Kulturarbeit geht unter": Finanzexperte Harald Pilzer (Bielefeld)

Zweite Pressemitteilung der BID zum Leipziger Kongress 2010

  • "Freiwillige Leistung":
    Rotstift geht kommunalen Bibliotheken an die Substanz
  • Verbandspräsidentin Barbara Lison:
    "Wenige Einrichtungen arbeiten effizienter als Bibliotheken"
  • Vor der Buchmesse: 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek vom 15. bis 18. März

Haben Sie die Einladung zu unserer Pressekonferenz am Montag, 15. März 2010, 10.30 Uhr, Leipziger Messe GmbH in Leipzig erhalten?Falls nicht, senden wir Ihnen diese gerne zu. Schreiben Sie uns einfach eine eMail an bid525@tower-media.de oder rufen Sie uns an: Telefon 01805 – 77 222 55*.

Leipzig – "Freiwillige Leistung" steht auf dem Etikett, das haushaltsrechtlich auf den kommunalen Bibliotheken klebt. "Kann man zusammenstreichen" heißt das übersetzt für viele Stadtkämmerer vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise. Das Ziel "Kultur für alle" sieht der Bielefelder Stadtbibliotheksdirektor Harald Pilzer deutlich gefährdet. Er ist einer der Experten, die zum Thema "Finanzkrise und Bibliotheken", einem der Themen beim 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek, sprechen. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto "Menschen wollen Wissen! – Bibliotheken im 21. Jahrhundert: international, interkulturell, interaktiv." 3.000 Fachleute treffen sich direkt vor der Buchmesse vom 15. bis 18. März im Congress Center Leipzig.

Wer am Bibliothekswesen den Rotstift ansetzt, macht sich an Kernbereichen der Gesellschaftskultur zu schaffen, denn Bibliotheken sind seit Jahren keine bloßen "Buchausleih-Stationen" mehr. Bibliotheken tragen Entscheidendes zur gesellschaftlichen Integration bei: Überproportional viele Menschen mit Mitgrationshintergrund nutzen die Bibliotheken in Deutschland. Bibliotheken stehen für die "ganz alltägliche Informationsfreiheit" – nur diese ermöglicht Meinungsvielfalt und daraus resultierend Demokratie. Und Bibliotheken sind neutral, ihr Angebot ist nicht dem Konsum verpflichtet.

So mancher Finanzpolitiker sieht in der kommunalen Bibliothekslandschaft allerdings ein opulentes Luxusgut. "Nur wenige öffentliche Einrichtungen arbeiten effektiver und kosteneffizienter als Bibliotheken," findet Barbara Lison, Präsidentin des Bundesverbandes Bibliothek und Information Deutschland. Sie ist Leiterin der Stadtbibliothek Bremen und erläutert, wie Dienstleistungen, die früher von jeder Bibliothek separat bezogen wurden, jetzt kostengünstig einheitlich eingekauft werden: "Nur ein Beispiel: Das Schreiben von Katalogkarten findet praktisch überhaupt nicht mehr statt, die Katalogdaten werden zentral eingekauft. Von 20.000 Titeln, die wir beispielsweise bei uns in Bremen jährlich erwerben, katalogisieren wir nur noch zehn Prozent. Wir haben im deutschen Bibliothekswesen ein sehr hoch entwickeltes Kooperationsnetz, um Dienstleistungen kostengünstig einzukaufen. Wer hier den Rotstift ansetzt, geht den Bibliotheken an die Substanz."

Finanzexperte Pilzer kennt das aus Nordrhein-Westfalen: "Eine Umfrage unter 28 Großstadt-Bibliotheken in unserem Bundesland hat ergeben, dass es vielerorts keine verabschiedeten Haushalte gibt, sondern im Rahmen so genannter Nothaushalte gewirtschaftet wird. Danach dürfen nur sachlich und zeitlich unabweisbare Ausgaben getätigt werden. Haushaltskonsolidierung bedeutet für die sogenannten "freiwilligen Ausgaben", und darauf läuft es im Endeffekt häufig genug hinaus, dass Filialen geschlossen werden und die Sachkosten bis zu einem Fünftel und mehr reduziert werden. Personal wird abgebaut, Stellen werden nicht wieder besetzt und andererseits werden die Gebühren erhöht. Das, was unter der Losung der ‹‹dezentralen, örtlichen Kulturarbeit›› in den Bezirken der Städte aufgebaut worden ist, droht jetzt unterzugehen!"

"Dies ist umso ärgerlicher und bildungspolitisch verheerend, da die Nutzerinnen und Nutzer unter 18 Jahren bis zur Hälfte er Nutzerschaft ausmachen", erläutert Harald Pilzer. "Die Öffentliche Bibliothek bietet eine Vielzahl und Vielfalt von Medien, aber eben auch eine ‹‹Flatrate für’s Lesen››."

Zum Kongress "Menschen wollen Wissen! – Bibliotheken im 21. Jahrhundert: international, interkulturell, interaktiv" vom 15. bis 18. März werden im Congress Center Leipzig weit über 3.000 Fachbesucher zu mehr als 250 Vorträgen erwartet. Veranstalter ist "Bibliothek und Information Deutschland (BID), die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen.

  • Bibliothek und Information Deutschland, die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V. (BID), veranstaltet vom 15. bis 18. März 2010 zum vierten Mal den Leipziger Kongress für Information und Bibliothek. Der Kongress hat das Motto: "Menschen wollen Wissen! – Bibliotheken im 21. Jahrhundert: international, interkulturell, interaktiv." Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen.  Schwerpunktthemen des Kongresses sind: "Wissen und Wissensgenerierung", "Kultur in der Krise? – Bibliotheken inder Krise?", "Bibliotheken als Partner für Medien- und Informationskompetenz", "Bibliotheken für die Menschen" und "Wissen gewinnen und Wissen bewahren: Bibliotheken für Schule und Studium, Forschung, Beruf und Freizeit". Das Gastland des diesjährigen Kongresses ist Spanien.
    Weitere Informationen erhalten Sie bei tower media.

Haben Sie die Einladung zu unserer Pressekonferenz am Montag, 15. März 2010, 10.30 Uhr, Leipziger Messe GmbH in Leipzig erhalten?
Falls nicht, senden wir Ihnen diese gerne zu. Schreiben Sie uns einfach eine eMail an
bid525@tower-media.de oder rufen Sie uns an: Telefon 01805 – 77 222 55*.


Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e. V.
www.BIDeutschland.de

Präsidentin
Barbara Lison
Telefon: +49 (0)421 361-4046
Telefax: +49 (0)421 361-6903
eMail: sekretariat@stadtbibliothek.bremen.de

Geschäftsstelle
Straße des 17. Juni 114
10623 Berlin
Telefon: +49 (030) 644 98 99-20
Telefax: +49 (030) 644 98 99-29
eMail: bid@bideutschland.de

BID-Mitglieder

  • Bertelsmann Stiftung
  • BIB Berufsverband Information Bibliothek e. V.
  • dbv Deutscher Bibliotheksverband e. V.
  • DGI Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e. V.
  • ekz.bibliotheksservice GmbH
  • Goethe-Institut
  • VDB Verein Deutscher Bibliothekare e. V.

Einrichtung der BID
BII Bibliothek & Information International
www.bi-international.de

Pressekontakt
tower media GmbH
Ketscher Landstraße 2
D-68723 Schwetzingen
Tel. 01805 – 7722255*

Dateien:
100308 Teaser 2 BID 2010 A09481609 tm (144 kB)