dbv-Newsletter Nr. 40 2015 (02. März)

Editorial

Was für eine tolle Idee! Immer mehr Bibliotheken aus den USA zeigen Präsenz an lokalen Flughäfen. Fluggäste können zum Beispiel auf die digitalen Angebote der San Antonio Public Library zugreifen (E-Books, Hörbücher und Musik-Alben). Nach Angaben der Bibliothek stieg die Zahl der E-Book-Ausleihen im Jahr 2014 um 36 Prozent, u.a. auch durch das neue Angebot. Weitere Informationen: http://www.lesen.net/...
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Inhaltsübersicht

1. Deutscher Bibliotheksverband fordert rechtliche Sicherung der E-Book-Ausleihe für Öffentliche Bibliotheken
2. Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband begrüßt Neuausrichtung des ZLB-Bestandsmanagements
3. dbv-Vorstandsmitglied Barbara Lison bei Fachgespräch zu E-Books im Bundestag
4. Bibliotheksverband unterstützt Welttag der Poesie am 21. März
5. Leseförderung beim Rosenmontagszug

6. Digitalisierung vergriffener Werke: Rahmenvereinbarung unterzeichnet, Clearingstelle im Aufbau
7. Ausschreibung verlängert: E-Learning bei Vermittlung von Informationskompetenz
8. England: Aufbau einer nationalen digitalen Plattform für Öffentliche Bibliotheken
9. Spanien: In Katalonien ist 2015 das Jahr der Bibliotheken

10. Frankreich: Zweitgrößte Bibliothek des Landes in Straßburg wiedereröffnet
11. "Zwischen Bilderbuch und Touchscreen": Dokumentation zur Tagung erschienen

12. Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Anträge auf Förderung von Provenienzforschung bis 1. April 2015


1. Deutscher Bibliotheksverband fordert rechtliche Sicherung der E-Book-Ausleihe für Öffentliche Bibliotheken
Im Rahmen einer Veranstaltung mit Mitgliedern des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien am 25. Februar in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) hat der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) seine Position zum Verleih von E-Books  in Öffentlichen Bibliotheken bekräftigt. Der Verband erinnert daran, dass dieses drängende Thema mit dem Koalitionsvertrag im Jahr 2013 auf die bundespolitische Agenda gesetzt wurde. Der dbv fordert die Bundesregierung auf, jetzt eine eindeutige Regelung für ein faires Lizenzmodell und eine entsprechende Aktualisierung des Urheberrechts vorzunehmen, um Bibliotheken das prinzipielle Recht zu gewähren, aus allen am Markt verfügbaren E-Books eine professionelle Auswahl zu treffen und für den Verleih zu lizenzieren.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/...

2. Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband begrüßt Neuausrichtung des ZLB-Bestandsmanagements
Der Landesverband Berlin im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) begrüßt die Neuausrichtung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), wie sie mit großer Mehrheit ihres Stiftungsrates als Rahmensetzung für ihr zukünftiges Bestandsmanagement beschlossen wurde.
Bereits seit 1976 haben sich auf Initiative der bibliothekarischen Berufs- und Institutionenverbände bundesweit bibliothekarische Fachleute in der „Lektoratskooperation“ zusammengeschlossen,  um  den Buchmarkt unter bibliothekarischen Aspekten arbeitsteilig zu sichten und eine für öffentliche Bibliotheken qualifizierte Auswahl der in einem Breiteninteresse meistgefragten Titel zu treffen, die dann über die ekz bezogen werden können.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/...

3. dbv-Vorstandsmitglied Barbara Lison bei Fachgespräch zu E-Books im Bundestag
Tabea Rößner MdB, Sprecherin für Medienpolitik und Kreativwirtschaft, und Renate Künast MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz, laden zu einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema: Ein Buch ist ein Buch ist ein E-Book? Recht reformieren?
Das Fachgespräch findet am 23.03.2015 von 16 bis 20 Uhr im Deutschen Bundestag, Saal E.400 statt. Barbara Lison, Stadtbibliothek Bremen und dbv-Vorstandsmitglied wird die Sicht der Bibliotheken vertreten. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist für den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages aus Sicherheitsgründen bis zum 17.03.2015 erforderlich. Des Weiteren wird für den Einlass ein Personaldokument benötigt.
Weitere Informationen: http://tinyurl.com/o3wqfnr

4. Bibliotheksverband unterstützt Welttag der Poesie am 21. März
Die UNESCO hat im Jahr 2000 den 21. März zum "Welttag der Poesie" ausgerufen. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung,  die Stiftung Lyrik Kabinett und die Literaturwerkstatt Berlin veröffentlichen jährlich eine Empfehlungsliste von Neuerscheinungen deutschsprachiger Lyrik und ins Deutsche übersetzter Lyrik. Der Deutsche Bibliotheksverband unterstützt dies, indem er Bibliotheken darauf aufmerksam macht und anregt, ab dem 21. März die prämierten Lyrikbände an einem ausgewählten Ort in der Bibliothek zu präsentieren. Die Listen werden am 13. März auf der Leipziger Buchmesse veröffentlicht.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/...

5. Leseförderung beim Rosenmontagszug
Die Stiftung Lesen war Teil des Mainzer Rosenmontagszugs. Ihr Ziel: die starke Öffentlichkeitswirksamkeit der Mainzer Fastnacht nutzen, um auf die fundamentale Bedeutung des Lesens aufmerksam zu machen und so möglichst viele Menschen für ein Engagement in der Leseförderung zu mobilisieren.  Am 08.02.2016 fährt die Stiftung Lesen zum zweiten Mal mit ihrem Wagen beim Mainzer Rosenmontagszug mit – und auch Sie können als Unterstützer dabei sein. Sichern Sie sich schon jetzt gegen einen Kostenbeitrag Plätze auf dem Wagen! Bei Interesse und/oder Fragen melden Sie sich bitte direkt bei der Stiftung Lesen.
Weitere Informationen: https://www.stiftunglesen.de/...

6. Digitalisierung vergriffener Werke: Rahmenvereinbarung unterzeichnet, Clearingstelle im Aufbau
Zum 01.04.2014 hat der Gesetzgeber den Umgang mit Vergriffenen Werken neu geregelt: Werke, die vor 1966 in Deutschland erschienen sind, können danach unter bestimmten Bedingungen zur Digitalisierung und öffentlichen Bereitstellung lizenziert werden. Voraussetzung dafür ist ein Lizenzierungsvertrag mit der zuständigen Verwertungsgesellschaft (VG WORT/VG Bild-Kunst) und die Eintragung in das Register beim Deutschen Marken- und Patentamt (DPMA). KMK und Verwertungsgesellschaften haben jetzt Kosten der Lizenzierung und weitere Bedingungen in einer Rahmenvereinbarung geklärt. Die Deutsche Nationalbibliothek arbeitet derzeit am Aufbau eines Dienstes, der privilegierten Institutionen die Recherche und Beantragung vergriffener Druckwerke über die zuständigen Verwertungsgesellschaften erleichtern soll. Sie  übernimmt dabei Entgegennahme, Prüfung und Weiterleitung der Lizensierungsanträge. Der Dienst wird auf dem Bibliothekartag im Mai 2015 vorgestellt und ab Juli 2015 verfügbar sein.
Weitere Informationen: http://www.dnb.de/...

7. Ausschreibung verlängert: E-Learning bei Vermittlung von Informationskompetenz
Die gemeinsame Kommission Informationskompetenz von VDB und dbv schreibt einen Best-Practice-Wettbewerb zum Thema „Der Einsatz von E-Learning bei der Vermittlung von Informationskompetenz“ aus. Damit sollen vorbildliche Konzepte und Umsetzungen der  Vermittlung von Informationskompetenz gefördert werden. Best-Practice-Beispiele sollen bekannt gemacht werden und zum Erfahrungsaustausch und zur Nachahmung anregen. Teilnahmeberechtigt sind Bibliotheken, Bibliothekarinnen und Bibliothekare aller Sparten. Projekte in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern sind ausdrücklich willkommen.
Wegen des großen Interesses wurde der Anmeldeschluss verlängert auf den 10.3.2015.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/...

8. England: Aufbau einer nationalen digitalen Plattform für Öffentliche Bibliotheken
Mit Förderung des dortigen Arts Council wurde in England die Entwicklung eines nationalen digitalen Netzwerks für alle Öffentlichen Bibliotheken initiiert.
Die Schaffung einer einheitlichen digitalen Plattform für Bibliotheksressourcen wie z.B. Kataloge oder Computerschulungen, war eine der Empfehlungen des im Dezember 2014 veröffentlichten "Independent Library Report for England".  Der Berufsverband “ Society of Chief Librarians (SCL)”, der das Projekt koordiniert, hat die kanadische Firma BiblioCommons mit entsprechenden Vorbereitungen beauftragt, deren erste Phase Ende März 2015 beendet sein soll.
Weitere Informationen (in englischer Sprache): http://www.thebookseller.com/...  

9. Spanien: In Katalonien ist 2015 das Jahr der Bibliotheken
2015 feiert Katalonien das hundertste Jubiläum der Gründung seiner Bibliothekarsschule und der Verabschiedung des Plans für das Netzwerk Öffentlicher Bibliotheken. Letzterer führte 1918 zur Eröffnung von vier Büchereien, eine in jeder katalanischen Provinz, in denen fachlich ausgebildetes Personal Bürgerinnen und Bürger bedient und Leseförderung betreibt.
Obwohl die Bibliotheken unter Haushaltskürzungen leiden und das Schulbibliotheksystem noch ausbaufähig ist, sind die Kolleginnen und Kollegen in Katalonien stolz auf ihr Ööffentliches Bibliothekswesen und belegen dies in einem eigens produzierten Video.
Weitere Informationen (in katalanischer Sprache): https://www.youtube.com/...

10. Frankreich: Zweitgrößte Bibliothek des Landes in Straßburg wiedereröffnet
Nach einer dreijährigen Sanierung ist die Straßburger Nationalbibliothek wiedereröffnet worden. Die gleichzeitig als Universitätsbibliothek fungierende hochmoderne Einrichtung ist in einem von 1889 bis 1894 nach den Entwürfen der Architekten August Hartel und Skjøld Neckelmann im Stile des Historismus errichteten Altbau untergebracht. Mit mehr als drei Millionen Medieneinheiten ist die Bibliothek die zweitgrößte Sammlung Frankreichs nach der Bibliothèque Nationale de France in Paris.
Weitere Informationen: http://www.badische-zeitung.de/...

11. "Zwischen Bilderbuch und Touchscreen": Dokumentation zur Tagung erschienen
Ende letzten Jahres ist die ausführliche Dokumentation zur Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind „Zwischen Bilderbuch und Touchscreen“ erschienen. In der Ausgabe 06/14 von „frühe Kindheit“ können Sie alle Vorträge der Referenten nachlesen, in denen es vor allem um die aktuellen Herausforderungen für Bildung und Erziehung geht, die durch die zunehmende Mediennutzung von Kindern in immer jüngerem Alter entstehen. Nutzungsmuster, Chancen und Risiken der neuen Technologien, auch im Vergleich zum traditionellen Vorlesen, werden hier aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Auch die Leseförderungsangebote der Stiftung Lesen und das Lesestart-Programm sind thematisch vertreten.
Weitere Information: http://www.fruehe-kindheit-online.de/...

12. Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Anträge auf Förderung von Provenienzforschung bis 1. April 2015
Ziele der Stiftung Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste sind der Ausbau und die weitere Stärkung der dezentralen Provenienzforschung in Museen, Bibliotheken, Archiven und privaten Sammlungen. Dazu stehen Fördermittel für Sach- und Personalkosten zur Verfügung. Unabhängig vom Wert des Objekts können Kunstwerke, Möbel, Bücher und sonstiges Kulturgut Gegenstand der Untersuchung sein. Gefördert werden systematische Bestandsprüfungen und Forschungen zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Tiefenerschließung von Archivbeständen für die übergreifende Provenienzforschung.  Die nächste Antragsfrist für ein längerfristiges Forschungsprojekt endet zum 1. April 2015.
Weitere Informationen: http://arbeitsstelle-provenienzforschung.de/

Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB). Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare.

Redaktion:

Maiken Hagemeister, Leitung Kommunikation
Julia Schabos, Projektkoordinatorin
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
Natascha Reip, Referentin für politische Kommunikation
Julia Borries, Referentin für EU- und Drittmittel im KNB
Guido Jansen, Leitung Internationale Kooperation im KNB
Elena Stöhr, Redakteurin Bibliotheksportal im KNB

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V.i.S.d.P: Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
ISSN 2196-3924

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