dbv-Newsletter Nr. 31 2014 (2. Oktober)

Editorial

Beim ersten „MakerDay“ am 27. September besuchte der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, die Kölner Stadtbibliothek  und konnte sich von der Leistung moderner Bibliotheksarbeit überzeugen: http://tinyurl.com/nbvq76z. Er testete das Angebot der Kölner und versprach, sich für das Recht auf E-Medien Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken einzusetzen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr dbv-Newsletter-Team

Inhaltsübersicht

1. Der Deutsche Bibliotheksverband auf der Frankfurter Buchmesse
2. Neue individuelle Projektanträge in der vierten Ausschreibung zu „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ möglich
3. Kampagne: Website Netzwerk Bibliothek ist für Eingabe der Veranstaltungen online
4. dbv nimmt Stellung zu Kaufoption für verliehene E-Books
5. Neue Version des Bibliothekswertrechners online

6. Webinar des knb zur Antragsstellung verpasst?
7. Gesetzentwurf zur Entfristung von § 52a UrhG beraten
8. Stiftung Lesen setzt Happy Meal Buchaktion von McDonald’s fort
9. Verlängerung des DFG-Förderprogramms „Open Access Publizieren"

10. Neuer Newsletter: Public Libraries 2020
11. Berliner Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes

12. Ausschreibungen für Digitalisierung und europäisches Kulturerbe in Horizont 2020


1. Der Deutsche Bibliotheksverband auf der Frankfurter Buchmesse

In der kommenden Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse: Der dbv präsentiert im Rahmen einer Pressekonferenz den diesjährigen Bericht zur Lage der Bibliotheken. Im Anschluss daran diskutiert der dbv das Thema "E-Medien Ausleihe in der Öffentlichen Bibliothek". Am Donnerstag, den 9. Oktober erörtern Fachleute auf dem Symposium "Digital ist besser?" die Möglichkeiten der digitalen Leseförderung in Bibliotheken. Bei der "Tommi Preisverleihung" am Freitag, den 10. Oktober wird der diesjährige Deutsche Kindersoftwarepreis verliehen. Dr. Frank Simon-Ritz wird am 10. Oktober auf Einladung des Deutschen Börsenvereins an einer Podiumsdiskussion zum Thema „E-Lending/Onleihe“ teilnehmen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/termine/termine-national.html

2. Neue individuelle Projektanträge in der vierten Ausschreibung zu „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ möglich

Ab sofort können Bibliotheken und andere Akteure der kulturellen Bildung bis zum 15. November 2014 Projektanträge für "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" über www.buendnisse-fuer-bildung.de zu stellen. Neu: Es können auch eigene Projektideen zur Leseförderung mit digitalen Medien umgesetzt werden. Workshops, Ferienkurse, Schnupper- oder Intensivtage – vielseitige Formate sind nun durch die neue Aktion "Sei kreativ, sei digital!" möglich. Zielgruppe sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Diese Aktionen werden mit bis zu 25.000 Euro gefördert.
Weitere Informationen:  www.lesen-und-digitale-medien.de

3. Kampagne: Website Netzwerk Bibliothek ist für Eingabe der Veranstaltungen online

Auf der Website der neuen Imagekampagne „Netzwerk Bibliothek“  können ab sofort die Veranstaltungen in die Datenbank eingetragen werden und Werbemittel zum Download heruntergeladen werden. Zunächst startet die Website mit einer Beta-Version. Sie bietet ab 24. Oktober 2014 Informationen zu Veranstaltungen, Texte  und Fotos zur Kampagne. Ab dem 23. April 2015 wird die Vollversion der Website online gehen mit einer erweiterten Service- und Veranstaltungsdatenbank sowie einer Deutschlandkarte mit Darstellung aller wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken.
Weitere Informationen: www.netzwerk-bibliothek.de

4. dbv nimmt Stellung zu Kaufoption für verliehene E-Books

Für die Nutzer der Ausleihplattform Onleihe soll es künftig einen "Kaufbutton" geben, um bereits verliehene E-Books alternativ kaufen zu können. Dieser Service wird in einer Pilotphase in Düsseldorf, Hamburg und der Oberlausitz getestet. Öffentliche Bibliotheken können mit ihren begrenzten Ressourcen die exponentiell wachsenden E-Book-Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden nicht mehr angemessen erfüllen. Die Stadtbüchereien Düsseldorf und die anderen Testbibliotheken betrachten den „Kaufbutton“ daher als eine Serviceverbesserung für die Bibliothekskunden, denen die Wartezeit auf der Vormerkliste zu lang ist. Der dbv wird diesen Test und seine Ergebnisse verfolgen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/positionen.html

5. Neue Version des Bibliothekswertrechners online

Der Bibliothekswertrechner des Bibliotheksportals ist ab sofort in einer aktualisierten Version verfügbar. Grundlage sind die dem Rechner zugrunde gelegten Daten für 2013.
Die Idee eines Bibliothekswertrechners kommt ursprünglich aus den USA. Er wurde von der Massachusetts Library Association erstellt und für das Internet von der Chelmsford Public Library angepasst. Der Rechner wird jährlich vom Bibliotheksportal an die Gegebenheiten der Bundesrepublik Deutschland angepasst. Mithilfe des Rechners können Interessierte ermitteln, wie viel sie ungefähr durch die Nutzung einer Bibliothek sparen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/service/kalkulator.html

6. Webinar des knb zur Antragsstellung verpasst?

Das Webinar der EU- und Drittmittelberatung des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) zur Beantragung von Drittmitteln und der Projektförderung wurde an drei Terminen erfolgreich durchgeführt und konnte an die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichen. Es besteht die Möglichkeit, auf der dbv-Website  die Präsentationsfolien ein- und ab kommender Woche auch einen Videomitschnitt anzusehen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/fortbildungen-messen-kongresse/webinare/antragsstellung.html

7. Gesetzentwurf zur Entfristung von § 52a UrhG beraten

Am 25. September hat die erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) im Bundestag stattgefunden. Dieser Gesetzentwurf sieht eine dauerhafte Entfristung von § 52a UrhG vor, der die öffentliche Zugänglichmachung kleiner Werkteile zugunsten von Unterricht und Forschung erlaubt.
Weitere Informationen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/026/1802602.pdf

8. Stiftung Lesen setzt Happy Meal Buchaktion von McDonald’s fort

Während des Aktionszeitraumes vom 19. September bis zum 16. Oktober erhalten Kinder beim Kauf eines Happy Meal statt der sonst üblichen Spielzeug-Beigabe eines von sieben verschiedenen Kinderbüchern oder ein Hörbuch. Mit der nun bereits zum fünften Mal stattfindenden Kooperation nutzt die Stiftung Lesen die Chance, vielen Familien die Bedeutung des Lesens und Vorlesens näher zu bringen und Lesefreude zu wecken. Auch und insbesondere leseferne Familien werden durch die Buchbeigabe erreicht. Dies bestärkt die Stiftung Lesen in dem Entschluss, die Kooperation fortzuführen, um Lesefreude und -motivation in allen Bevölkerungsschichten zu wecken und zu stärken.
Für weitere Informationen: http://www.stiftunglesen.de/institut-fuer-lese-und-medienforschung/forschungsprojekte/BegleituntersuchungHappyMeal

9. Verlängerung des DFG-Förderprogramms „Open Access Publizieren"

Das 2009 eingerichtete Programm „Open Access Publizieren" bis Ende 2020 weitergeführt werden.  Das Förderprogramm soll wissenschaftlichen Hochschulen die Möglichkeit eröffnen, bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Mittel zum Aufbau sogenannter Publikationsfonds einzuwerben, aus denen die Gebühren für Open-Access-Zeitschriftenartikel für Autorinnen und Autoren der Hochschulen finanziert werden können. Die Förderung zielt darauf ab, verlässliche finanzielle und organisatorische Strukturen zu etablieren, sodass die Finanzierung von Open-Access-Publikationen auch nach Beendigung der DFG-Förderung gewährleistet werden kann.
Weitere Informationen: http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_14_51/index.html

10.Neuer Newsletter: Public Libraries 2020

Der erste Newsletter des Programmprojekts „Public Libraries 20202“, durchgeführt von der Reading&Writing Foundation, ist erschienen. In dem Newsletter wird über für öffentliche Bibliotheken aktuelle europapolitische Entwicklungen berichtet sowie über die ersten Erfolge und weiteren Pläne des politischen Programms. Am 17. Oktober 2014 endet die erste Deadline im Förderteil von PL2020.
Weitere Informationen: http://bit.ly/1tU6Tm9

11. Berliner Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes

Zum zweiten Mal schreibt die Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten Berlin ein Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes aus. Gefördert wird spartenübergreifend die Digitalisierung von Objekten aus Kulturerbeeinrichtungen (Archive, Bibliotheken, Museen, Gedenkstätten etc.) mit Sitz in Berlin. Bewerben können sich Kulturinstitutionen, die in Berlin Kulturgüter der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Einrichtungen in unmittelbarer oder mittelbarer Trägerschaft des Landes Berlin werden – unabhängig von ihrer Rechtsform – vorrangig berücksichtigt.
Weitere Informationen: http://bit.ly/1ulUTuV

12. Ausschreibungen für Digitalisierung und europäisches Kulturerbe in Horizont 2020

Die Fragen der Digitalisierung des Kulturerbes spielen immer noch eine wichtige Rolle im Rahmen der europäischen Förderprogramme. In der vergangenen Förderperiode wurden Projekte, die die Digitalisierung von „Meisterwerken“ des kulturellen Erbes in Europa durch die Digitalisierung von Büchern, audiovisuellen oder multimedialen Materialien, Fotos, Dokumenten in Archiven und Sammlungen von Museen zum Schwerpunkt hatten, vorranging im Programm ICT PSP gefördert. Dazu gehörten auch verschiedene Projekte im Rahmen der Europeana. Die Thematik des europäischen Kulturerbes ist in Horizont 2020 weiter präsent.
Weitere Informationen: http://bit.ly/1v0l1bB

Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB). Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare.

Redaktion:

Maiken Hagemeister, Leitung Kommunikation
Julia Schabos, Projektkoordinatorin
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
Natascha Reip, Referentin für politische Kommunikation
Julia Borries, Referentin für EU- und Drittmittel im KNB
Guido Jansen, Leitung Internationale Kooperation im KNB

newsletter@bibliotheksverband.de

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V.i.S.d.P: Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
ISSN 2196-3924

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