dbv-Newsletter Nr. 30 2014 (17. September)

Editorial

 

In Rheinland Pfalz stehen die Zeichen gut für das nächste Bibliotheksgesetz. In der Anhörung am 16. September zeigten sich die Abgeordneten sichtlich beeindruckt von der besonderen Bedeutung der Bibliotheken im Kultur- und Bildungsbereich. Auch die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände hatten keine Einwände mehr, sprachen sich allerdings dafür aus, mehr Mittel aus dem Landesbudget für die bibliothekarische Arbeit in den Kommunen bereit zu stellen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr dbv-Newsletter-Team

Inhaltsübersicht

1. Deutscher Bibliotheksverband begrüßt EuGH Urteil zu digitalen Leseplätzen
2. Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse 8.10.2014
3. Netzwerk Bibliothek: Werbemittel stehen zum Download bereit
4. Weitere Kooperationsempfehlung zwischen VHS und Bibliothek
5. Bibliothekartag: Call for Papers

6. Medienexperte Thomas Feibel erhält die Karl-Preusker-Medaille 2014
7. Rat für Informationsinfrastrukturen: Mitglieder stehen fest
8. E-Books in Bibliotheken: Klage niederländischer ÖB an EU-Gerichtshof verwiesen
9. „Partnerland USA“: Deutsch-amerikanisches Kooperationsprogramm von 2016 bis 2019

10. Größere Sichtbarkeit und Zugänglichkeit von Beständen und Inhalten: Norwegische Nationalbibliothek stellt „Hauswikipedianer“ ein
11. Fortbildung: Erarbeitung eines Bibliothekskonzepts

12. Bundesweiter Vorlesetag am 21. November 2014; jetzt anmelden


1. Deutscher Bibliotheksverband begrüßt EuGH Urteil zu digitalen Leseplätzen

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 11. September zu digitalen Leseplätzen wurde beim Deutschen Bibliotheksverband mit Zufriedenheit aufgenommen. Der EuGH hat den Bibliotheken bestätigt, dass sie ihre Bücher digitalisieren dürfen, um sie an Leseplätzen in den Räumen der Bibliothek anzuzeigen. Strittig war vor Gericht insbesondere, ob Angebote von Verlagen, die elektronischen Fassungen der Bücher zu lizenzieren, dieses Recht hindern würden. Hier hat der EuGH die Bibliotheken in ihrer Auffassung bestätigt und geurteilt, dass einseitige Angebote von Verlagen nicht ausreichen, um die Digitalisierung zu verhindern.
Weitere Informationen: http://tinyurl.com/lf9th7o

2. Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse 8.10.2014

Die europäische Kampagne „The Right to E-Read“, die das Recht auf E-Medien- Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken fordert, hat in Deutschland seit der Pressekonferenz im April 2014 in der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin viel Aufsehen erregt. Es diskutieren auf dem bit-Online Sofa in der Halle 4.2.  Matthias Ullmer  als Vertreter des Deutschen Börsenvereins, Dr. Frank Simon-Ritz für den Deutschen Bibliotheksverband, Frau Schemer-Rauwolf vom Schriftstellerverband ver.di und Matthias Wilkes,  Landrat in Hessen (angefragt).
Weitere Informationen: www.emedien-in-der-bibliothek.de

3. Netzwerk Bibliothek: Werbemittel stehen zum Download bereit

Ab sofort können die Werbemittel zur neuen Imagekampagne "Netzwerk Bibliothek" herunter geladen werden. „Netzwerk Bibliothek“ ist die neue Imagekampagne für alle Bibliotheken bundesweit. „Netzwerk Bibliothek“ wird wichtige digitale Angebote und Services, zeitgemäße Veranstaltungsformate und aktuelle Trends der Bibliothekslandschaft zeigen. Im ersten Schritt können ab 1. Oktober alle Veranstaltungen zur Kampagne in die Veranstaltungsdatenbank eingegeben werden. Ab 24. Oktober geht die Betaversion der Kampagnenwebsite online
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/kampagnen/netzwerk-bibliothek.html

4. Weitere Kooperationsempfehlung zwischen VHS und Bibliothek

Der Bayerische Volkshochschulverband und der Bayerische Bibliotheksverband empfehlen ihren Einrichtungen, enger zusammen zu arbeiten. In mehreren Städten und Regionen wird dies bereits erfolgreich praktiziert.  Um die lokalen und regionalen Kooperationen zu stärken und zur Nachahmung zu empfehlen, werden die beiden Landesverbände am 18. September eine Kooperationsempfehlung am neuen Stadtteilstandort von Stadtbücherei und Volkshochschule in Regensburg unterzeichnen. Nach Rheinland-Pfalz und Brandenburg ist Bayern das dritte Bundesland mit einer solchen Empfehlung.
Weitere Informationen: http://www.treffpunkt-bildung.net
und: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/vereinbarungen-und-vertraege/bibliothekvolkshochschule-kooperationsvereinbarungen.html

5. Bibliothekartag: Call for Papers

Vom 26. bis 29. Mai 2015 findet in Nürnberg der 104. Deutsche Bibliothekartag statt. Veranstalter sind der Verein Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB) und der Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv). Das Motto der größten und zentralen Fortbildungsveranstaltung für das deutsche und europäische Bibliothekswesen lautet 2015 »Bibliotheken – von Anfang an Zukunft«. Einreichungsschluss für Vorträge, Workshops etc. ist der 31. Oktober 2014.
Weitere Informationen: http://www.bibliothekartag2015.de/

6. Medienexperte Thomas Feibel erhält die Karl-Preusker-Medaille 2014

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2014 an den Journalisten, Kinderbuchautor und Medienexperten Thomas Feibel. Die Bundesvereinigung würdigt damit Feibels herausragendes Engagement im Bereich der Leseförderung und der Vermittlung elektronischer Medien für Kinder und Jugendliche. Die Auszeichnung wird am 31. Oktober in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin übergeben.
Weitere Informationen: http://www.bideutschland.de/deutsch/aktuelles/?news=112

7. Rat für Informationsinfrastrukturen: Mitglieder stehen fest

Der Rat für Informationsinfrastrukturen wurde als vierjähriges Pilotprojekt von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz errichtet. Er wird sich den strategischen Zukunftsfragen dieses Bereiches widmen, die Selbstorganisationsprozesse in der Wissenschaft stärken und Kooperationsmöglichkeiten ausloten, sowie  Wissenschaft und Politik in Fragen der Weiterentwicklung der Informationsinfrastrukturen beraten. Die Geschäftsstelle ist an der Universität Göttingen angesiedelt, die konstituierende Sitzung  ist für Herbst 2014 vorgesehen. Den Bibliotheksbereich vertreten Prof. Dr. Thomas Bürger, SLUB Dresden und Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Kiel/Hamburg.
Weitere Informationen: http://www.gwk-bonn.de/index.php?id=205

8. E-Books in Bibliotheken: Klage niederländischer ÖB an EU-Gerichtshof verwiesen

Die Vereninging Openbare Bibliotheken (VOB), der niederländische Verband Öffentlicher Biblio-theken, hat vor der Sommerpause eine Klage gegen die Verwertungsgesellschaft Stichting Leenrecht eingereicht. Der zugrundeliegende Konflikt dreht sich um die Frage, ob E-Books demselben "Verleih¬recht" unterliegen wie gedruckte Bücher. Am 3. September 2014 hat das Hohe Gericht in Den Haag die Klage an den Europäischen Gerichtshof verwiesen. Es erhofft sich davon eine rasche Klärung der mit dieser Problematik verbundenen grundsätzlichen Vorgaben des europäischen Rechtsrahmens.
Weitere Informationen (in niederländischer Sprache): http://www.debibliotheken.nl/belangenbehartiging/leenrecht/proefprocedure-e-books/

9. „Partnerland USA“: Deutsch-amerikanisches Kooperationsprogramm von 2016 bis 2019

Beim 80. IFLA-Weltkongress in Lyon haben der US-amerikanische Bibliotheksverband American Library Association (ALA) und Bibliothek & Information Deutschland (BID) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Darin haben sich die beiden Organisationen verpflichtet, gemeinsam das Projekt „Partnerland USA 2016-2019“ zu verwirklichen, um die bibliothekarischen Fachgemeinden beider Länder durch eine Vielzahl von bilateralen Aktivitäten enger zu verknüpfen und den Wissensaustausch zwischen den USA und der BRD zu intensivieren. Den Auftakt hierzu bildet der Bibliothekskongress 2016 in Leipzig mit den USA als Gastland.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/service/nachrichten/einzelansicht/article/partnerland-usa-bilaterales-bibliothekarisches-abkommen-unterzeichnet.html

10. Größere Sichtbarkeit und Zugänglichkeit von Beständen und Inhalten: Norwegische Nationalbibliothek stellt „Hauswikipedianer“ ein

In Zusammenarbeit mit Wikimedia Norwegen hat die Norwegische Nationalbibliothek eine Stelle für einen "Hauswikipedianer" geschaffen. U. a. schult er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalbibliothek darin, wie man für die bekannte Online-Enzyklpädie schreibt und in geeigneter Weise zu den Wissensquellen in der Nationalbibliothek verlinkt. Ein „Wikipedian in Residence“ wurde erstmals vom British Museum im Jahr 2010 im Rahmen eines befristeten Projekts eingesetzt. Die norwegische Nationalbibliothek und andere Einrichtungen in Norwegen wollen das Konzept hingegen institutionalisieren.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/service/nachrichten/einzelansicht/article/norwegen-nationalbibliothek-beschaeftigt-hauswikipedianer.html

11. Fortbildung: Erarbeitung eines Bibliothekskonzepts
65 Prozent der Teilnehmer unserer gemeinsamen dbv/BIB/ekz Konferenz „Chancen 2014: Erfolgsfaktor Bibliotheksstrategie“ vom Februar 2014 planen, in den kommenden 24 Monaten eine schriftlich fixierte Strategie für ihre Bibliothek zu verfassen. Nun ist eine entsprechende Fortbildung möglich: In drei zweitägigen Modulen erarbeiten Sie die Bestandteile eines Bibliothekskonzeptes und die Grundlagen zur Recherche der Daten für eine Umfeldanalyse. In der Projektgruppe diskutieren Sie die Konzeptentwürfe der einzelnen Bibliotheken. Der erste Workshop findet vom 27. bis zum 28. Januar 2015 in Reutlingen statt. Die Kosten belaufen sich auf 1.795 EUR (inklusive Umsatzsteuer) und können auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden.
Weitere Informationen: http://www.ekz.de/de/seminare-veranstaltungen/seminare/eine-neue-bibliothekskonzeption/

12. Bundesweiter Vorlesetag am 21. November 2014; jetzt anmelden

Der Bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, findet am 21. November bereits zum elften Mal statt. Wer dabei sein möchte, kann sich und seine Vorleseaktion ab sofort anmelden. Alle, die Lesefreude weitergeben möchten, können mitmachen – Ziel ist es, die Rekordmarke von über 80.000 Teilnehmern im vergangenen Jahr in 2014 zu übertreffen. Auf der neu gestalteten Website finden alle Interessierten Tipps zur Organisation einer Vorleseaktion sowie eine Übersicht über bereits angemeldete Lesungen. Außerdem können sich Vorleser, die noch einen Leseort suchen oder Zuhörer, die noch einen Vorleser benötigen, über die Seite vernetzen.
Weitere Informationen: www.vorlesetag.de

Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB). Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare.

Redaktion:

Maiken Hagemeister, Leitung Kommunikation
Julia Schabos, Projektkoordinatorin
Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
Natascha Reip, Referentin für politische Kommunikation
Julia Borries, Referentin für EU- und Drittmittel im KNB
Guido Jansen, Leitung Internationale Kooperation im KNB

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