dbv-Newsletter Nr.25 2014 (30. Juni)

Editorial

Was erzählen Schauspielerin Jane Fonda und  Jane McGonicle, amerikanische Computerspielentwicklerin und Autorin über ihre Erfahrungen in Bibliotheken? Alle Vorträge zur diesjährigen Konferenz der American Library Association (ALA), der derzeit in Las Vegas stattfindet, sind seit zwei Tagen über einen Videokanal verfügbar: https://www.youtube.com/user/AmLibraryAssociation/videos?sort=dd&shelf_id=4&view=0
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Inhaltsübersicht

1. dbv stellt Position für Bildungs- und Wissenschaftsschranke vor
2. Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften ist Bibliothek des Jahres 2014
3. dbv-Vorsitzender im Gespräch mit Staatssekretär Gerd Billen (BMJ)
4. Workshop zur Zukunft von Freundeskreisen
5. Kindersoftwarepreis TOMMI besetzt Kinderjury neu - Bibliotheken suchen die besten Videospielspezialisten

6. Bibliotheksgesetz für Rheinland-Pfalz auf dem Weg
7. Deutscher Kulturrat fordert gemeinsame Verantwortung für kulturelle Bildung
8. Berlin treibt Open Access-Strategie voran
9. Dänemark stellt umfassende Open Access-Strategie vor

10. Neue EU-Studie zu Ausnahmen und Schranken im Urheberrecht
11. Neuer OCLC-Bericht: Erwartungen von Verbraucher/innen an Hochschulen und Bibliotheken ändern sich

12. Neues Förderprogramm für Öffentliche Bibliotheken: Public Libraries 2020


1.dbv stellt Position für Bildungs- und Wissenschaftsschranke vor
Bei einer Veranstaltung mit Mitgliedern des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 25. Juni im Jacob-und Wilhelm-Grimm-Zentrum der Zentralbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin stellte der Deutsche Bibliotheksverband seine Position in der aktuellen Diskussion um eine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht vor.
Der dbv drängte darauf, dass die bestehenden „Bibliotheksschranken“ für Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung veröffentlichter Werke für den Bereich von Wissenschaft, Forschung und Lehre beibehalten und weiter konkretisiert werden.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/positionen.html

2. Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften ist Bibliothek des Jahres 2014
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) verleiht der „ZBW - Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft“ den Preis „Bibliothek des Jahres 2014“. Die ZBW erhält den einzigen nationalen Bibliothekspreis im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 24. Oktober 2014, am Tag der Bibliotheken. Der Preis “Bibliothek des Jahres” wird in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal verliehen.Weitere Informationen: www.bibliotheksverband.de/dbv/presse.html

3. dbv-Vorsitzender im Gespräch mit Staatssekretär Gerd Billen (BMJ)
Der dbv-Vorsitzende Dr. Frank Simon-Ritz hat im Rahmen eines intensiven Gesprächs mit dem Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Gerd Billen am 25. Juni die Positionen zu den Themen E-Books in Öffentlichen Bibliotheken sowie zu einer allgemeinen Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht vorgestellt.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/positionen.html

4. Workshop zur Zukunft von Freundeskreisen

Am 17. Oktober 2014 findet in Reutlingen ein Workshop der „Arbeitsgemeinschaft (AG) der Freundeskreise im dbv“ zur Zukunftsentwicklung der Bibliotheks-Freundeskreise in Deutschland statt. Eingeladen sind Vorstände und Aktive aller Freundeskreise, unabhängig von einer formalen Mitgliedschaft in der AG. Im Rahmen dieses Workshops soll das zukünftige Profil der AG der Freundeskreise geschärft und das zukünftige Angebots- und Arbeitsprogramm der AG der Freundeskreise auf den Prüfstand gestellt werden.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/fachgruppen/arbeitsgemeinschaft-der-freundeskreise.html

5. Kindersoftwarepreis TOMMI besetzt Kinderjury neu - Bibliotheken suchen die besten Videospielspezialisten

Bibliotheken in rund 20 Städten Deutschlands suchen Mädchen und Jungen zwischen sechs und 13 Jahren, um an dem diesjährigen TOMMI Kindersoftwarepreis teilzunehmen. Auch Schulklassen sind beim bundesweiten Medienkompetenz-Projekt willkommen. Nachdem eine Fachjury aus Journalisten, Bibliothekaren, Pädagogen und Wissenschaftler die Nominierung festlegt, prüfen Kinder zwischen sechs und 13 Jahren die nominierten Games in knapp 20 Bibliotheken. Im vergangenen Jahr haben so 4.500 Kinder an der Preisfindung teilgenommen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse.html

6. Bibliotheksgesetz für Rheinland-Pfalz auf dem Weg
Am 25. Juni hat der Landtag von Rheinland-Pfalz das „Landesgesetz zum Erlass eines Bibliotheksgesetzes und zur Änderung und Aufhebung weiterer bibliotheksbezogener Vorschriften“ in erster Beratung behandelt. Der Gesetzentwurf wurde einstimmig in den Ausschuss für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie in den mitberatenden Rechtsausschuss überwiesen. Eine Sachverständigenanhörung ist nach der Sommerpause geplant.
Weitere Informationen: http://83.243.51.73/starweb/OPAL_extern/servlet.starweb?path=OPAL_extern/LISSHDOKFL.web&01_LISSH_DART=D&02_LISSH_WP=16&03_LISSH_DNR=3660

7. Deutscher Kulturrat fordert gemeinsame Verantwortung für kulturelle Bildung
Eine gemeinsame Agenda für kulturelle Bildung bedarf nach Auffassung des Deutschen Kulturrates eines verbindlichen Zusammenwirkens zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der organisierten Zivilgesellschaft.  In seiner Stellungnahme „Für eine Verantwortungspartnerschaft in der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche“ vom 18.6.2014 hält er fest, dass  zur Infrastruktur kultureller Bildung neben Musikschulen, kommunalen Kinos  u.a. ebenso Bibliotheken gehören.  Der dbv ist in dem zuständigen Fachausschuss Bildung vertreten.
Weitere Informationen: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2866&rubrik=4

8. Berlin treibt Open Access-Strategie voran
Am 22. Mai hat das Abgeordnetenhaus von Berlin den Beschluss „Open-Access-Strategie für Berlin: wissenschaftliche Publikationen für jedermann zugänglich und nutzbar machen“ verabschiedet. Hiermit wird der Senat aufgefordert, eine Open-Access-Strategie für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Forschungsresultate, die an den Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen, zu formulieren.
Weitere Informationen: http://tinyurl.com/mrothsv

9. Dänemark stellt umfassende Open Access-Strategie vor
Sofie Carsten Nielsen, die dänische Ministerin für Ausbildung und Forschung, hat am 24.Juni eine neue nationale Open Access-Strategie der dänischen Regierung für den freien, kostenlosen Zugang zu allen wissenschaftlichen Artikeln bis 2022 vorgestellt. Im Jahr 2017 sollen demnach 80 Prozent aller wissenschaftlichen Artikel dänischer Forschungsinstitutionen, die im Jahr 2016 publiziert werden, in Online-Repositorien frei und kostenlos zugänglich sein. Spätestens 2022 sollen alle wissenschaftlichen Artikel dänischer Forschungsinstitutionen frei und kostenlos zugänglich sein.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/service/nachrichten/einzelansicht/article/daenemark-stellt-umfassende-open-access-strategie-vor.html

10. Neue EU-Studie zu Ausnahmen und Schranken im Urheberrecht
Die Europäische Kommission, Generaldirektion Markt,  hat im Rahmen der Überarbeitung des europäischen Urheberrechts eine weitere Studie zu möglichen Ausnahmeregelungen im Urheberrecht beauftragt. Die Studie befasst sich mit den Themen Digitale Bestandserhaltung, E-Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken, Text und Data Mining für wissenschaftliche Forschung und Privatkopien.  
Weitere Informationen: http://tinyurl.com/kabdtbk

11. Neuer OCLC-Bericht: Erwartungen von Verbraucher/innen an Hochschulen und Bibliotheken ändern sich
OCLC hat in der letzten Woche den Bericht „At a Tipping Point: Education, Learning and Libraries“ („Am Wendepunkt: Bildung, Lernen und Bibliotheken“) veröffentlicht. Die aktuelle Studie beschäftigt sich mit den Ansichten von Online-Lernenden – ihren Sorgen angesichts der Kosten höherer Bildung, ihren Erfahrungen mit Online-Lernprodukten und ihren Erwartungen an zweckmäßigere, alltagstaugliche zukünftige Bildungsangebote – sowie mit den entsprechenden Konsequenzen und Chancen für Bibliotheken.
Weitere Informationen (in englischer Sprache): www.oclc.org/reports/tipping-point.en.html

12. Neues Förderprogramm für Öffentliche Bibliotheken: Public Libraries 2020
Mit dem Förderprogramm, umgesetzt von der Niederländischen Reading and Writing Foundation und gefördert von der Bill & Melinda Gates Stiftung, sollen Projekte lokaler, nationaler oder europäischer Ebene unterstützt werden, die die Bedeutung der Angebote und Services, die öffentliche Bibliotheken in den Bereichen der sozialen Inklusion, der digitalen Förderung und des Lebenslangen Lernens bieten, verdeutlichen. Antragssteller können öffentliche Bibliotheken, Verbände öffentlicher Bibliotheken und andere Einrichtungen, die mit öffentlichen Bibliotheken aus einem der 28 EU-Mitgliedsstaaten zusammen arbeiten, sein. Die Förderung kann bis zu 15.000 Euro betragen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/themen/foerderdatenbank/nachrichten/nachrichten-detail/article/neues-europaweites-programm-fuer-die-foerderung-oeffentlicher-bibliotheken-reading-writing-foun.html

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