dbv-Newsletter Nr.21 2014 (07. April) KORREKTUR

Editorial

Newsletter - jetzt mit korrigiertem Inhaltsverzeichnis -

Der Spiegel Artikel „Fußmarsch zum E-Book“ von Hilmar Schmundt vom 24. März hat eine breite Leserschaft gewinnen können. Auch das Redaktionsteam „Kulturzeit“ von 3Sat griff das Thema E-Medien in Bibliotheken in einem ausführlichen Beitrag auf. Im Interview mit dem Fernsehteam fand die Geschäftsführerin des dbv  Barbara Schleihagen deutliche Worte. Die ganze Sendung „Kulturzeit“ vom 31. März liegt in der ZDF Mediathek unter: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=42746.
Ihr dbv Newsletter Team

Inhaltsübersicht

1. Start der 3. Ausschreibung zu „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“
2. AG der Freundeskreise im dbv vergibt Auszeichnung „Freundeskreis des Jahres 2014“
3. Betreiberabgabe für Kopiergeräte: Häufige Fragen und Antworten zum Neuen Rahmenvertrag
4. Video: „Wer liest gewinnt“ in der Stadt- und Schulbibliothek Landsberg
5. Ideenwettbewerb "Bibliothek der Zukunft" im (ILC) der Frankfurter Buchmesse, Einreichungen bis 20. Mai 2014

6. Umfrage : Die Zukunft der digitalen Gesellschaft
7. Vorschlag für Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht
8. Kurz und knapp: Warum wir ein modernes Urheberrecht brauchen
9. E-Book Kampagne: Informationen für Bibliotheksnutzer

10. Irland: Regierung verabschiedet Strategie für Öffentliche Bibliotheken bis 2017
11. USA: Neue Studie zur Nutzung Öffentlicher Bibliotheken

12. EU-Förderung: Antragsformulare für Strategische Partnerschaften unter Erasmus+ verfügbar



1. Start der 3. Ausschreibung zu „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“

Interessierte Bibliotheken können sich ab sofort bis zum 15. Mai 2014 über www.buendnisse-fuer-bildung.de wieder um Fördergelder zu „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ bewerben. Das Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) und der Stiftung Digitale Chancen richtet sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren. In fünf altersgerechten Aktionen wird die klassische Leseförderung mit digitalen Angeboten erweitert. Die Teilnehmer können z.B. über ihr Lieblingsbuch bloggen, eine Fotostory entwickeln, ihren Buchhelden im Netz nachspüren oder Bilderbücher multimedial entdecken.
Weitere Informationen: www.lesen-und-digitale-medien.de

2. AG der Freundeskreise im dbv vergibt Auszeichnung „Freundeskreis des Jahres 2014“

Auf dem 3. Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft der Freundeskreise im dbv (29. März 2014, Stadtbibliothek Augsburg) wurde den "Freunden der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund e.V“   der Preis "Freundeskreis des Jahres 2014" verliehen. Aufgrund der zahlreichen ausgezeichneten Bewerbungen entschied die Jury, neben dem eigentlichen Preisträger den "Förderverein der Stadtbücherei Bad Oeynhausen e.V." sowie den "Literamus e.V. - Förderverein der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen" in Köln mit "Ehrenvollen Nennungen" auszuzeichnen.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/auszeichnungen/freundeskreis-des-jahres.html

3. Betreiberabgabe für Kopiergeräte: Häufige Fragen und Antworten zum Neuen Rahmenvertrag

Seit dem 1.1.2014 gilt ein neuer Rahmenvertrag zur Betreiberabgabe nach § 54c UrhG. Bund und Länder haben einen neuen Rahmenvertrag geschlossen, dem jede Hochschule oder Bibliothek ausdrücklich beitreten muss, wenn sie selbst Kopiergeräte betreibt. Der Beitritt erfolgt durch Meldung an die VG Wort. Der dbv hatte seine Mitglieder darüber informiert. Nun liegt auf der Website des Verbandes eine Liste mit den häufigsten Fragen und Antworten zum Download bereit.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/vereinbarungen-und-vertraege/urheberrecht-gesamtvertraege.html

4. Video: „Wer liest gewinnt“ in der Stadt- und Schulbibliothek Landsberg

Nach dem Motto "Wer liest, gewinnt"  veranstaltete die Stadt- und Schulbibliothek Landsberg am 29. Januar 2014 ein Literatur-Event mit je einer sechsten Klasse aus  drei umliegenden Gymnasien.
Ermöglicht wird diese Aktion zum Deutschen Jugendliteraturpreis bereits im 11. Jahr von der Telefonbuchgesellschaft, dem Arbeitskreis für Jugendliteratur und dem Deutschen Bibliotheksverband.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/wer-liest-gewinnt.html

5. Ideenwettbewerb "Bibliothek der Zukunft" im (ILC) der Frankfurter Buchmesse, Einreichungen bis 20. Mai 2014

Für die thematische Neugestaltung Halle 4.2 der Frankfurter Buchmesse suchen der BIB und die Frankfurter Buchmesse innovative Konzepte zur "Bibliothek der Zukunft". Ob Poster, Modell, Film oder Diskussion: Alles ist erlaubt, um das eigene Konzept sichtbar zu machen. Ein praktisches Beispiel ist das "Klassenzimmer der Zukunft" im Bildungsbereich der Messe. Eine Jury aus Vertretern des BIB, des dbv, der Frankfurter Buchmesse, von B.I.T.online und EBSCO wählt das innovativste Konzept und vergibt die Preisgelder (750€/500€/250€).
Weitere Informationen: http://www.bib-info.de/verband/projekte/kooperation-frankfurter-buchmesse/ideenwettbewerb-ilc.html

6. Umfrage : Die Zukunft der digitalen Gesellschaft

Die Veränderungen, die aus der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft resultieren, werden von der Mehrheit der Bevölkerung skeptisch bis ambivalent gesehen. 39 Prozent der deutschen Bevölkerung sehen den Veränderungen durch das Internet und die digitalen Technologien eher mit Befürchtungen entgegen. Nur jeder Fünfte bewertet diese Entwicklungen positiv. 31 Prozent vermuten, dass sich die Vor- und Nachteile die Waage halten werden. Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte im Auftrag des BMBF die Deutschen gefragt, welche Veränderungen es in 10 Jahren durch das Internet und die digitalen Technologien geben könnte.
Weitere Informationen: https://www.digital-ist.de/die-themen/umfrage-die-zukunft-der-digitalen-gesellschaft.html

7. Vorschlag für Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht

Mit Förderung  des BMBF hat Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht und Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin, eine 340-seitige Studie zur Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht erarbeitet. Untersucht werden nicht nur Möglichkeiten und Grenzen einer Schranke, die Privilegierungen von Nutzungen urheberrechtlich geschützter Werke zu Zwecken von Bildung und Wissenschaft in einer flexiblen, technologieoffenen
Norm normiert. Auch Schrankenregelungen für Infrastruktureinrichtungen im
Bildungs- und Wissenschaftsbereich werden in die Studie einbezogen. Die Studie steht  auch als Volltext  im pdf-Format zur Verfügung.
Weitere Informationen: http://durantaye.rewi.hu-berlin.de/about/pub/

8. Kurz und knapp: Warum wir ein modernes Urheberrecht brauchen

Mit wenigen Infographiken verdeutlicht die Website fixcopyright.eu, warum Europa eine Überarbeitung des geltenden Urheberrechts benötigt und welche Schritte dafür erforderlich sind.  85% der E-Books sind nicht für Öffentliche Bibliotheken zur Ausleihe erhältlich. Aktivitäten, die in einem europäischen Land erlaubt sind, sind in einem anderen verboten, z.B. wird die Privatkopie in den Niederlanden gestattet, in Großbritannien jedoch nicht. Eine Koalition, der u.a. die europäischen und der internationale Bibliotheksverband EBLIDA, LIBER und IFLA angehören, zeichnet für den Inhalt der Website verantwortlich.
Weitere Informationen: http://www.fixcopyright.eu/

9. E-Book Kampagne: Informationen für Bibliotheksnutzer

Die Homepage der Kampagne „E-Medien in der Bibliothek – Mein gutes Recht“  wird ergänzt mit Informationen für Bibliotheksnutzer. Neben allgemeinen Informationen  finden sie dort ein Musterschreiben mit Forderungen an die Bundestagsabgeordneten ihrer Wahlkreise. Über einen Link können die richtigen Ansprechpartner unkompliziert und schnell gefunden werden. Für Bibliothekare stehen Stellungnahmen und Pressemitteilungen des Verbandes sowie Druckvorlagen für Poster, Postkarten und Buttons und Webgrafiken im Kampagnendesign zum Download bereit. Am 22. April 2014 lädt der Bibliotheksverband und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin zu einer Pressekonferenz ein, auf der Bibliotheksvertreter und ein Autor über die E-Book Probleme der Bibliotheken und Autoren informieren werden.
Weitere Informationen: www.ebooks-in-bibliotheken.de

10. Irland: Regierung verabschiedet Strategie für Öffentliche Bibliotheken bis 2017

Bereits Ende letzten Jahres hat das irische Ministerium für Umwelt, Gemeinden und Kommunalverwaltung eine Fünfjahresstrategie für die Öffentlichen Bibliotheken des Landes verabschiedet. Unter dem Titel „Chancen für Alle: Die Öffentliche Bibliothek als Katalysator für wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung“ werden die Pläne der Regierung im Bereich Bibliotheksbau und –ausstattung, Dienstleistung, Personalentwicklung usw. dargelegt und mit aktuellen innen-,  bildungs- und wirtschaftspolitischen Aufgabenstellungen verknüpft.
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/service/nachrichten/einzelansicht/article/irland-neue-fuenfjahresstrategie-fuer-oeffentliche-bibliotheken.html

11. USA: Neue Studie zur Nutzung Öffentlicher Bibliotheken

Das renommierte Pew Research Center (USA) hat im Rahmen seines Projekts „Internet and American Life“ die Motive untersucht, die dem Verhältnis US-amerikanischer Erwachsener zu ihren Öffentlichen Bibliotheken zugrunde liegen. Statt aber wie in der Vergangenheit nur das Benutzungsverhalten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu untersuchen, hat die Studie unter dem vielsagenden Titel „Von heimlichen Verehrern zu Bibliotheksliebhabern“ analysiert, welche Charaktereigenschaften mit unterschiedlich intensiver Bibliotheksnutzung einhergehen und wie sehr sich die Ansichten der Menschen mit gleichartigem Nutzerverhalten ähneln.
Weitere Informationen: http://www.pewinternet.org/2014/03/13/library-engagement-typology/

12. EU-Förderung: Antragsformulare für Strategische Partnerschaften unter Erasmus+ verfügbar

Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung hat auf ihren Internetseiten elektronische Antragsformulare für Strategische Partnerschaften  („Leitaktion 2“) im Rahmen der „Erasmus+“-Unterprogramme „Leonardo da Vinci“ und „Grundtvig“ veröffentlicht. Auf diese Weise ist je nach Programm eine  Förderung von Partnerschaften in der Berufsbildung, in der Erwachsenenbildung oder als Querschnitt-Initiative möglich.
Weitere Informationen: http://www.na-bibb.de/service/presse/news/2014/strategische_partnerschaften_antragsformulare_veroeffentlicht.html

Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB).
Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare.
Weitere aktuelle Informationen aus dem Deutschen Bibliotheksverband, den Bibliotheken, den EU-Gremien und der internationalen Bibliothekswelt finden Sie auf dem dbv-blog: http://www.bibliotheksverband.de/blog/  

Redaktion:
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Maiken Hagemeister, Leitung Kommunikation
Guido Jansen, Leitung Internationale Kooperation, Kompetenznetzwerk für Bibliotheken
Natascha Reip, Politische Kommunikation
Julia Schabos, Referentin Presse-Öffentlichkeitsarbeit
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V.i.S.d.P: Barbara Schleihagen, Geschäftsführerin
ISSN 2196-3924

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