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dbv-Newsletter International Ausgabe Nr. 89

2012 / 10

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Editorial

Mit dem Einzug der dunkleren Jahreszeit bringen wir  in unserer Oktoberausgabe einige ernste Themen wie Zensur in Bibliotheken und einen Protestbrief zu der Weigerung amerikanischer Verlage, den Bibliotheken e-book Lizenzen abzutreten. In den internationalen Gremien wie UNESCO und WSIS tut sich derzeit einiges, das wir Ihnen hier vorstellen möchten, denn auch auf dieser Ebene müssen Bibliotheken ihre Interessen und die ihrer Nutzer einbringen. Da auch auf europäischer Ebene vieles in Bewegung ist, was für Bibliotheken von Belang ist, werden Sie demnächst einen weiteren dbv-Newsletter International erhalten, der sich schwerpunktmäßig mit EU-relevanten Themen befaßt.
Sie können den Newsletter gern an Interessierte weiterleiten. Wir freuen uns über Ihre Anregungen oder Kommentare: klauser@bibliotheksverband.de

Inhalt

1. IFLA-Ethikkodex für Bibliothekare in deutscher Version

Der Internationale Bibliotheksverband IFLA hat mit der Herausgabe eines IFLA-Ethikkodex eine Reihe ethischer Empfehlungen gegeben. Diese sollen den  im Bibliotheksbereich Beschäftigten zur Orientierung dienen sowie Bibliotheks- und Informationsverbänden Anregungen bei der Erarbeitung und Überarbeitung ihres eigenen Kodex bieten sollen. Zu den folgenden sechs Themenbereichen werden Empfehlungen ausgesprochen: 1. Zugang zu Informationen, 2. Verantwortung gegenüber einzelnen und der Gesellschaft, 3. Datenschutz, Diskretion und Transparenz, 4. Open Access und geistiges Eigentum, 5. Neutralität, Persönliche Integrität und Fachkompetenz, 6. Beziehungen zu Kollegen und Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.
Der Ethikkodex wurde von einer Arbeitsgruppe des IFLA-Ausschusses FAIFE (Free Access to Information and Freedom of Expression) erarbeitet, dem von deutscher Seite Hermann Rösch, Köln, angehört.
Die Vorlage wurde vom IFLA-Vorstand im August 2012 verabschiedet und nun aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Der Kodex liegt auch in einer Kurzfassung vor.
Der komplette deutsche Text wie auch die Kurzfassung sind auf der Website IFLA-Deutschland zu finden:
http://www.ifla-deutschland.de/de/ifla/ifla_faife/grundsatzpapiere.html

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2. IFLA: Diskussion um Kommunikation innerhalb des Verbandes

Um den internen Informationsaustausch zu verbessern, überholte bürokratische Hindernisse zu überwinden und die Kenntnis der verschiedenen Aktivitäten untereinander zu stärken, sucht der internationale Bibliotheksverband IFLA nach neuen Wegen, seine interne Kommunikation zu verstärken. Das Professional Committee (PC) hat einen neuen Blog ‚Professionally Speaking‘, kurz ‚ProfSpeak‘ initiiert. Gemeinsam mit der Special Interest Group der Berufseinsteiger (New Professionals SIG) wurde unter der Koordination von Sebastian Wilke, Berlin, eine Arbeitsgruppe gegründet, die flexiblere und lebendigere Kommunikationsmodelle eruieren soll für den Austausch innerhalb des Verbandes. Mehr Transparenz bei Entscheidungsprozessen, öffentliche Debatten und Austausch und eine stärkere persönliche Sichtbarkeit im Netz sollen gefördert werden. Über eine Umfrage und #ifladial Twitter-Einträge ist ein erster Entwurf für ein Arbeitspapier zu neuen Kommunikationswegen derzeit in Vorbereitung. Er soll im Dezember auf der Vorstandsitzung der IFLA diskutiert werden.
http://blogs.ifla.org/profspeak/
http://npsig.wordpress.com/

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3. UNESCO: Norwich wird ‚Stadt der Literatur‘, Port Harcourt 'Welthauptstadt des Buches'

Nachdem Edinburgh 2004 zur ersten ‚City of Literature‘ gekürt wurde und Melbourne, Iowa City (USA), Dublin 2010 und Reykjavik 2011 folgten, ist Norwich in England 2012 als sechste Stadt zu dem UNESCO Netzwerk der Literaturstädte hinzugekommen. Ziel ist es, ein globales partnerschaftliches Netzwerk zur Stärkung des literarischen Austauschs, Initiierung interkultureller Projekte und Unterstützung des lokalen, nationalen und internationalen literarischen Engagements zu schaffen. Besonderes Augenmerk wird auf die Einbeziehung der Bürger vor Ort in die ‚dynamische Kultur der Wörter‘ gelegt. Weitere Städte, die den Kriterien entsprechen, sind aufgefordert, sich dem globalen Netzwerk anzuschließen.
Zur ‚Welthauptstadt des Buches‘ 2014 bestimmte die UNESCO Port Harcourt in Nigeria. Insbesondere der Fokus der Aktivitäten auf die Jugend und die Bedeutung, die die Programme auf die gesamte Entwicklung der Kultur der Bücher, des Lesens, Schreibens und der  Informationskompetenz legen, brachte die Entscheidung. In diesem Jahr ist Jerewan in Armenien Welthauptstadt des Buches, 2013 wird es Bangkok sein.
City of Literature: http://www.cityofliterature.com/ecol.aspx?sec=8&pid=38
Welthauptstadt des Buches: http://portharcourtworldbookcapital.org/

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4. UNESCO: Digitalisierung und Bestandserhalt: die Vancouver Erklärung

Anläßlich des 20. Bestehens des UNESCO Programms ‘Memory of the World’ fand in Vancouver, Canada, eine internationale Konferenz statt zum Thema "The Memory of the World in the Digital Age: Digitization and Preservation". Gemeinsam mit dem internationalen Archivverband (ICA), dem Museumsverband International Council of Museums (ICOM), der International Association of Sound and Audiovisual Archives (IASA) und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hatte der internationale Bibliotheksverband IFLA die Konferenz organisiert, an der mehr als 500 Teilnehmer, viele aus dem Bibliotheks- und Archivbereich, aber auch Regierungsvertreter und Vertreter von Firmen wie Google and Microsoft teilnahmen. Der Fokus der Diskussion lag auf dem Erhalt von kulturellem Erbe durch Digitalisierung.
Als Ergebnis der Tagung wurde ein Papier mit verschiedenen Empfehlungen für die UNESCO, Mitgliedsstaaten, Berufsverbände und Industrie erarbeitet. Bis zum 19. Oktober können Anmerkungen und Kommentare zu dem Entwurf eingereicht werden, bevor die Endfassung veröffentlicht wird.
 http://www.unesco.org/new/en/communication-and-information/events/calendar-of-events/events-websites/the-memory-of-the-world-in-the-digital-age-digitization-and-preservation/

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5. Anna Lindh Stiftung: Mittelmeer vor Ort - gemeinsame Aktion

„Migration und Flucht“ stehen im Fokus des Programms einer zwanzig Veranstaltungen umfassenden Reihe, das Mitglieder des deutschen Netzwerks der Anna-Lindh-Stiftung bundesweit im Oktober und November 2012 präsentieren. Veranstaltungen in den Stadtbibliotheken in Stuttgart und Berlin sowie der Nationalbibliothek in Frankfurt/M. sind dabei.
Die Euro-mediterrane Anna-Lindh-Stiftung für den Dialog der Kulturen ist eine zwischenstaatliche Einrichtung mit Sitz in Alexandria, der mittlerweile 43 Mitgliedstaaten angehören, bestehend aus den EU-Staaten sowie südlichen und östlichen Mittelmeer-Anrainern. Sie wurde 2005 gegründet und wird von der EU und den Mitgliedsstaaten finanziert. Das deutsche Netzwerk umfasst ca. 150 Mitglieder; darunter BID, der Dachverband der bibliothekarischen Fachverbände in Deutschland.
http://annalindhstiftung.blogspot.de/

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6. WSIS: Online-Konsultation – Bewerbung für WSIS-Auszeichnung

Im Februar 2013 findet in Paris die internationale Konferenz WSIS+10 (Weltgipfel zur Informationsgesellschaft) zur Bilanzierung der bisherigen Ergebnisse statt und um wichtige Aspekte zum Thema ‚Wissensgesellschaften‘ zu diskutieren. Im Vorfeld dieses Gipfeltreffens lädt die UNESCO dazu ein, im Rahmen einer Online-Konsultation Anregungen zu den Themen, dem Format und dem Vorbereitungsprozess der Konferenz einzubringen. Die während der beiden Gipfeltreffen zur Informationsgesellschaft (WSIS) 2003 und 2005 vereinbarten Ziele sollten durch einen im April 2012 verabredeten Aktionsplan zur Umsetzung der WSIS-Ziele forciert werden. Der Prozess zur kritischen Reflektion der WSIS-Ziele wird während der UN-Generalversammlung im Herbst 2012 weiter verfeinert.
Die Konferenz WSIS+10 wird sich darüber hinaus auch mit aktuellen Herausforderungen der Informationsgesellschaft beschäftigen, die in den bisherigen Aktionslinien noch nicht enthalten sind, so beispielsweise soziale Netzwerke und die Zukunft von Wissensgesellschaften und deren nachhaltige Entwicklung.
Ziel der Konferenz im Februar wird es sein, erste Empfehlungen für einen möglichen Aktionsplan für die Zeit nach 2015 zu erstellen. Im Jahr 2015 wird die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele und in dem Zusammenhang die Ziele von WSIS von der UN-Generalversammlung geprüft werden.
Die Konsultation ist bis zum 28. Oktober 2012 geöffnet und fragt u.a. nach zukünftigen Trends in der Wissensentwicklung und der nachhaltigen Entwicklung.
Bibliotheken können sich auch im Rahmen der ‚WSIS Projektauszeichnungen‘, die 2013 zum dritten Mal vergeben werden, mit entsprechenden Projekten in den Aktionslinien C3 und C7 bewerben. Die Projekte sollen die verbesserte globale Zusammenarbeit im Informations- und Kommunikationsbereich zum Ziel haben; Bewerbungsschluss ist der 16. Dezember 2012.
Konsultation: http://www.wsis-community.org/pg/groups/15325/2013-wsis10-review-towards-knowledge-societies-for-peace-and-sustainable-development/ WISIS Projekt—Auszeichnung: http://www.wsis.org/stocktaking/prizes

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7. Studie stellt Vorteile von Bibliotheken für Gesellschaft heraus

Zwischen 2007 und 2012 wurde im Rahmen eines Projekts, das von der Bill & Melinda Gates Stiftung und dem International Development Research Centre in Canada (IDRC) gefördert wurde, die Bedeutung von öffentlich zugänglichen Online-Informationen und Kommunikationstechnologien für verschiedene Bereiche der Entwicklung untersucht; über 5000 Anwender wurden in fünf Entwicklungsländern befragt. Auf zwei Seiten wurden nun einige der Ergebnisse der Studie, die für öffentliche Bibliotheken relevant sind, unter dem Titel ‚Public access and development: the impact of public access venues and the benefits of libraries‘ (Öffentlicher Zugang und Entwicklung: Die Bedeutung von Orten des öffentlichen Zugangs und die Vorteile von Bibliotheken) veröffentlicht. Die Studie belegt, dass es für die Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeitsplatzsuche und Freizeitaktivitäten von besonderer Bedeutung sein kann, wenn ein Zugang zu online-Informationen frei zugänglich ist – insbesondere für die Bürger, die diese Informationen besonders benötigen. Öffentliche Bibliotheken, die Online-Zugänge anbieten, spielen hier eine herausragende Rolle für die gesellschaftliche Entwicklung.
https://digital.lib.washington.edu/researchworks/bitstream/handle/1773/20918/Global%20Impact%20Study%20brief%201.pdf?sequence=1

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8. Bosnien-Herzegowina: 20 Jahre nach der Zerstörung der Nationalbibliothek

Während der Belagerung von Sarajevo im Bosnienkrieg (1992–1995) brannte die National- und Universitätsbibliothek von Bosnien und Herzegowina in dem eindrucksvollen Gebäude der Vijecnica im Stadtzentrum von Sarajevo komplett aus. Nur 19.700 Manuskripte, Originale, Landkarten und Graphiken konnten gerettet werden, zwei Millionen Bibliotheksbestände und ein Großteil der Sondersammlungen fielen den Flammen zum Opfer. Das Gebäude wird äußerlich detailgetreu wieder aufgebaut, der Innenausbau soll bis 2014 abgeschlossen werden. Auch zwanzig Jahre nach dem Brandanschlag ist die Bibliothek weiterhin auf dem Universitätsgelände von Sarajevo provisorisch untergebracht. Sie hat die Zeit jedoch genutzt, um alle Funktionen wieder aufzunehmen und ihre Angebote zu erweitern.
Problematisch und besorgniserregend ist die finanzielle Ausstattung der Bibliothek. Wie sechs weitere Kultureinrichtungen mit nationaler Bedeutung (Nationalmuseum, Nationalgalerie, nationale Cinematheque u.a.) verfügt die Bibliothek nicht über einen regulären Etat. So spricht der Direktor des Nationalmuseums Adna Busuladzic von einem zweiten ‚Kulturauslöschen‘ (culturocide) nach dem verheerenden Feuer vor zwanzig Jahren. Es besteht die Gefahr, so Busuladzic, dass die Bibliothek gemeinsam mit den anderen nationalen Kultureinrichtungen aus Finanzgründen verschwinden wird.
http://www.ifla.org/news/20-years-later-the-national-and-university-library-of-bosnia-and-herzegovina

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9. USA: Gegen Zensur: Banned Books Week

326 Fälle von Medien, die aus Bibliotheksbeständen entfernt wurden, kamen 2011 an die Öffentlichkeit – Grund genug in den USA, auch 2012 wieder vom 30. September bis zum 6. Oktober in der Woche der verbannten Bücher auf das Problem der Zensur und auf die Forderung nach freiem Informationszugang aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit Schulen, Journalisten und Bürgern beteiligten sich die Bibliotheken an der Aktion, die bereits zum 30. Mal stattfand. Innerhalb der Aktionswoche wurde am 03. Oktober 2012, am ‚Banned Websites Awareness Day‘, insbesondere dem regulierten Online-Zugang Aufmerksamkeit geschenkt. Die Aktionswoche soll daran erinnern, dass die freie Meinungsäußerung und der uneingeschränkte Zugang zur Information kein Privileg, sondern ein Recht sind, wie die Präsidentin des amerikanischen Bibliotheksverbandes ALA Maureen Sullivan betonte. Viele Bibliotheksnutzer haben während der Woche das Thema Zensur diskutiert, sich an der virtuellen Vorleseveranstaltung auf YouTube beteiligt oder aus zensierten Büchern vorgelesen.
Unter den ersten zehn besonders von Zensur bedrohten Titeln des Jahres 2011 sind Klassiker wie ‚Brave New World‘ (A. Huxley), ‚To kill a Mockingbird (H. Lee) oder ‚My mom’s having a baby! A Kid’s month-by-month Guide to pregnancy‘ von D.H. Butler.
http://www.ala.org/advocacy/banned/bannedbooksweek/

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10. USA: Freundeskreise für Bibliotheken schließen sich zusammen

”United for Libraries” – ‚Vereint für Bibliotheken‘ lautet der aussagekräftige, neue Name des Dachverbandes der Freundeskreise amerikanischer Bibliotheken. Der bisherige Verband “Association of Library Trustees, Advocates, Friends and Foundations (ALTAFF)” ist auch mit neuem Namen eine Abteilung des amerikanischen Bibliotheksverbandes “American Library Association” (ALA). Sein Anliegen ist es, Bürger in ihrem Bestreben zu unterstützen, Bibliotheken zu fördern, bei der Verwaltung zu unterstützen oder Lobbyarbeit für Bibliotheken zu betreiben. In “United for Libraries” sind Fürsprecher, Bevollmächtigte für Bibliotheken, Freunde und fördernde Stiftungen partnerschaftlich vereint, um die Bibliotheken im 21. Jahrhundert wirkungsvoll zu unterstützen.
http://www.ala.org/united/

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11. USA: Protestbrief der ALA zu verweigerter e-book Ausleihe von Verlagen

In einem offenen Schreiben hat die Präsidentin des amerikanischen Bibliotheksverbandes American Library Association (ALA) gegen die Weigerung von drei großen amerikanischen Verlagen protestiert, mit den Bibliotheken Verhandlungen und Verträge einzugehen, um die Ausleihe von ebooks in Bibliotheken zu ermöglichen. In klaren und scharfen Worten fordert die Präsidentin von den Verlagen Simon & Schuster, Macmillan und Penguin für die 60.000 Mitglieder des Verbandes und für die Millionen Bibliotheksnutzer die Aufhebung der Weigerung. Sie appelliert daran, dass Bibliotheken sich immer schon als ‚Bürgeruniversitäten‘ für die Bürger verstanden hätten, die lesen und lernen möchten, es sich aber nicht leisten können, die benötigten Bücher zu kaufen. Die Verlage, die diesen Bibliotheksnutzern den Zugang verweigerten, bezeichnete die Präsidentin als diskriminierend. Sie wies darauf hin, dass die Bibliotheken mehr als 1.3 Milliarden Dollar jährlich für den Ankauf ihrer Medien investieren und dass 67 Prozent der öffentlichen Bibliotheken mittlerweile ebooks anbieten. Die Präsidentin erinnerte daran, dass Bibliotheken jahrhundertelang Verlage durch den Ankauf ihrer Produktion unterstützt hätten, sie aber nun in Existenzbedrängnis kämen, wenn die Verlage ihnen nicht die Lizenzen für stark nachgefragte Bestseller als ebooks verkaufen würden. „Wir Bibliothekare können nicht tatenlos zusehen, wenn einige Verlage die digitale Kluft weiter vertiefen. Wir müssen uns äußern für die heutigen - und zukünftigen – Leser. … Bücher und Wissen – in all ihren Formaten - sind unverzichtbar. Der Zugang zu ihnen darf nicht verwehrt werden“, so die ALA Präsidentin Maureen Sullivan.
http://www.ala.org/news/pr?id=11508

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12. USA: Künstler diskutieren die Zukunft der Bibliotheken im Goethe-Institut New York

Künstler  sind eine große Nutzergruppe von Bibliotheken; diese wiederum fördern durch ihre Angebote, ihre Medienbereitstellung, Artotheken etc. insbesondere den künstlerischen Nachwuchs. Da liegt es nahe, auch diese Nutzergruppe über die Zukunft der Bibliotheken zu befragen. Die Bibliothek des Goethe-Instituts New York wird im Rahmen des Projekts ‚The End(s) of the Library – die Zukunft der Bibliothek‘ innerhalb der nächsten acht Monate Künstlern eine experimentelle Plattform bieten, um über die Zukunft der Bibliotheken zu diskutieren. „Künstler haben ein dezidiertes Interesse, sich in diese fundamentale Diskussion einzubringen“, so die Kuratorin Jennifer Jaskey. „Wir hoffen, Ansätze zu entwickeln, die nicht nur interessante künstlerische Perspektiven aufzeigen, sondern auch richtungsweisend für die Zukunft der Bibliothek sind.“
Die Veranstaltungsreihe wird am 19. Oktober 2012 mit dem New Yorker Künstler David Horvitz und der Frage beginnen, welche Veränderungen die Idee von geistigem Eigentum in einer digitalen Welt erfährt. In Zusammenarbeit mit allen beteiligten Künstlern wird eine Architekturfirma beauftragt, ein experimentelles Konzept für das Projekt zu entwerfen, das auch vor dem Bibliotheksraum selbst nicht Halt macht. Ein interessanter Ansatz, der auch den Fachkollegen in Deutschland vorgestellt werden soll.     
http://www.goethe.de/ins/us/ney/bib/end/deindex.htm

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13. Kalifornien erläßt Gesetz für freie online Lehrbücher

Kalifornien hat Anfang Oktober ein Gesetz erlassen, das es Studierenden ermöglichen wird, häufig genutzte Lehrbücher in einer digitalen Version kostenlos herunterzuladen. Fünfzig digitale Lehrbücher sollen als open source von verschiedenen Universitäten in Kalifornien insbesondere für das Grundstudium entwickelt werden, finanziert vom Staat. Das Gesetz hält auch fest, dass dafür bereits existierende digitale open source-Materialien verwendet werden dürfen, wenn sie geeignet sind. Jedes so entwickelte Lehrbuch muss unter der ‚Creative Commons license‘ stehen und kann somit auch von Lehrenden in anderen Bundesstaaten für ihre eigenen Studierenden genutzt werden. Erstmals sollen die freien Materialien im Schuljahr 2013/14 Anwendung finden und die Studierenden bei den hohen Ausgaben für Lehrbücher entlasten. Das Gesetz enthält auch den Vorschlag, eine California Digital Open Source Library einzurichten, die diese Bücher verwaltet.
http://www.theatlantic.com/technology/archive/2012/09/california-takes-a-big-step-forward-free-digital-open-source-textbooks/263047/# http://www.aroundthecapitol.com/Bills/SB_1052/20112012/

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Impressum

Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB) / Internationale Kooperation im Deutschen Bibliotheksverband e.V.
Ziele der internationalen Kooperation des Kompetenznetzwerks sind, Innovationen im Bibliothekswesen durch internationalen Wissenstransfer zu fördern und die Interessensvertretung der Bibliotheken im globalen Kontext zu unterstützen.

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